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25.11.2020 | Additive Fertigung | Nachricht | Onlineartikel

Schicht für Schicht zum gedruckten Wohnhaus

Autor:
Leyla Buchholz
1:30 Min. Lesedauer

Mit 18 Metern pro Minute wird in Bayern aktuell Europas größtes Wohnhaus gedruckt. Heidelbergcement liefert hierfür rund 170 Tonnen Druckmaterial, das speziell für den 3D-Druck entwickelt wurde. Der neuartige Baustoff kam bereits beim Druck des ersten Wohnhauses in Deutschland zum Einsatz.

"Mit dem zweiten Projekt in Deutschland gehen wir den nächsten Schritt und zeigen, dass unser Baustoff auch für den Druck größerer Wohneinheiten und Mehrfamilienhäuser geeignet ist“, sagt Dr. Jennifer Scheydt, Leiterin der Abteilung Engineering und Innovation bei Heidelbergcement Deutschland. "Das Material ist gut pumpbar und besitzt gleichzeitig sehr gute Extrusionseigenschaften. Außerdem bildet es schnell eine ausreichende Tragfähigkeit aus, damit die unteren Schichten nicht unter der Last der oberen Schichten versagen. Auch der Verbund zwischen den Schichten ist sichergestellt. Gleichzeitig sorgt die zielsichere Festigkeitsentwicklung des Materials für ein Druckbild mit hoher Formtreue“, so Scheydt weiter.

Das Mehrfamilienhaus wird nach Fertigstellung das größte gedruckte Wohnhaus Europas sein. Insgesamt sind für das Projekt im bayerischen Wallenhausen sechs Wochen Druckzeit veranschlagt. Gedruckt wird das Haus von Peri mit einem 3D-Betondrucker des Typs BOD2. "Auch bei diesem Projekt setzt unser Team wieder auf Heidelbergcement als bewährten und innovativen Partner“, so Dr. Fabian Meyer-Brötz, Leiter 3D Construction Printing bei Peri. "Unsere Erfahrungen mit dem Druckmaterial auf beiden Baustellen sind sehr gut und wir sind mit der Zusammenarbeit und natürlich dem Material sehr zufrieden.“

Das Wohnhaus ist voll unterkellert und wird nach Fertigstellung auf zwei Stockwerken vier Wohnungen mit rund 330 qm Wohnfläche bieten. Es handelt sich nicht um ein Forschungs- oder Demonstrationsprojekt, sondern die Wohnungen werden nach Fertigstellung regulär vermietet werden.

"Die Zukunft hat begonnen“, so Dr. Jennifer Scheydt. "Der innovative Baustoff für den 3D-Druck erlaubt Anwendungsbereiche in sämtlichen Größenordnungen und Formen. Wir sind überzeugt, dass sich diese neue Art des Bauens in den nächsten Jahren durchsetzen wird.“

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Quelle:
Bauwirtschaft und Baubetrieb

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