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22.09.2022 | Antriebsstrang | Nachricht | Online-Artikel

Elektrifizierung statt V8 im Mercedes-AMG C 63 S E Performance

verfasst von: Patrick Schäfer

3 Min. Lesedauer
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Der neue Mercedes-AMG C 63 S E Performance setzt auf Hybridisierung: Ein an der Hinterachse positionierter Zweigang-Elektromotor unterstützt den weltweit stärksten Vierzylinder-Ottomotor vorne.

Mercedes-AMG bietet den neuen C 63 E Performance als Limousine und T-Modell an. Beide Modelle basieren auf einem modifizierten AMG-Rohbau mit größerer Spurweite und 10 mm verlängertem Radstand. In der Länge wachsen die Modelle um 83 mm. Charakteristisch sind unter anderem der schmale Luftauslass auf der Motorhaube, die Kühlerverkleidung mit vertikalen Streben sowie die Frontschürze im Jet-Wing-Design. Erstmals findet sich auf der Motorhaube ein schwarzes AMG-Wappen statt des Mercedes-Sterns. Das mit einem Diffusor ausgestattete Heck der Limousine beinhaltet links eine Ladeklappe und trägt eine spezielle Abrisskante, das T-Modell hat stattdessen einen Dachspoiler. Serienmäßig rollt der C 63 S E Performance auf Leichtmetallrädern und Mischbereifung in 19", optional sind 20"-Räder verfügbar.

Im schwarz gehaltenen Interieur sind Sportsitze in Kombination mit roten Gurten serienmäßig, sie können optional durch die AMG-Performance-Sitze ersetzt werden. Das Doppelspeichen-Sportlenkrad bietet unter anderem AMG-Tasten für die acht Fahrprogramme Electric, Comfort, Battery Hold, Sport, Sport+, Race, Glätte und Individual. Das MBUX-Infotainmentsystem beinhaltet verschiedene AMG- und Hybrid-spezifische Anzeigen und Funktionen. 

C-Klasse-AMG mit 500 kW (680 PS) Systemleistung

Der C 63 S E Performance bietet ein P3-Hybrid-Layout, der V8-Motor ist Geschichte. Der 2,0-l-Vierzylinder-Turbomotor in der Front des C 63 S E Performance arbeitet mit einem permanent erregten Synchron-Elektromotor samt Zweigang-Getriebe im Heck zusammen. Die Systemleistung liegt bei 500 kW (680 PS), die Kraftübertragung auf den variablen Allradantrieb AMG-Performance 4Matic+ erfolgt über das AMG-Automatik Speedshift MCT 9G mit nasser Anfahrkupplung. Der direkt auf der Welle des Turboladers platzierte elektrische Verdichter wird ebenso wie der RSG vom 400-V-Hochspannungssystem gespeist. Der Ottomotor leistet 350 kW (476 PS) bei 6.725/min und ist laut Mercedes-AMG der stärkste Serienvierzylinder der Welt. An der Hinterachse arbeitet zudem ein 150 kW (204 PS) starker Elektromotor mit Zweigang-Getriebe sowie einem elektronisch gesteuerten Hinterachs-Sperrdifferenzial. Von 0 auf 100 km/h benötigt der C 63 S E Performance 3,4 s.

Die Batterie sitzt auch im Heck und ist auf schnelle Leistungsabgabe und -aufnahme ausgelegt. Sie bietet eine Kapazität von 6,1 kWh, 70 kW Dauerleistung und 150 kW Spitzenleistung für 10 s. Mithilfe der Direktkühlung der Zellen soll eine gleichmäßige Temperierung von 45° Celsius erreicht werden. Dafür werden etwa 14 l Kühlmittel von einer elektrischen Hochleistungspumpe an jeder Zelle vorbei geführt. Der an der Batterie angebrachte Öl/Wasser-Wärmetauscher leitet die Wärme in einen der beiden Niedertemperaturkreisläufe (NT) des Fahrzeugs ab. Von dort wird die Wärme an den NT-Kühler an der Wagenfront und dann an die Umgebungsluft abgegeben. Die Reichweite liegt bei 13 km. Geladen werden kann die Batterie über das 3,7-kW-On-Board-Ladegerät mit Wechselstrom an Ladestation, Wallbox oder Haushaltssteckdose.

Vierstufige Rekuperation

Um die Fahrdynamik zu steigern, hat Mercedes-AMG diverse elektronische Helferlein eingebaut. Die integrierte Fahrdynamikregelung AMG-Dynamics wirkt in vier Stufen auf die Regelstrategien des ESP, des Allradantriebs und des elektronisch gesteuerten Hinterachs-Sperrdifferenzials. Das AMG Ride Control-Stahlfeder-Fahrwerk bietet eine adaptive Verstelldämpfung. Die Dämpfer aus Leichtbau-Werkstoffen lassen sich elektrohydraulisch in Zug und Druck unabhängig voneinander steuern. Zur Wahl stehen die drei Kennfelder Comfort, Sport und Sport+. An die Fahrprogramme angepasst arbeitet auch die dreistufige AMG-Parameterlenkung, die über eine variable Übersetzung verfügt. Zudem arbeitet die serienmäßige Hinterachslenkung mit einem maximalen Lenkwinkel von 2,5°. Gestoppt wird mit einer Verbundbremsanlage mit 6-Kolben-Festsätteln vorne und 1-Kolben-Faustsätteln hinten. Außerdem kann über die rechte AMG-Lenkradtaste die Rekuperation in vier Stufen gesteuert werden. Sie erlaubt in der stärksten Stufe eine Leistung von bis zu 100 kW.

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