Zum Inhalt

Wie stehen die Menschen zum autonomen Fahren?

Aktivieren Sie unsere intelligente Suche, um passende Fachinhalte oder Patente zu finden.

search-config
loading …
print
DRUCKEN
insite
SUCHEN

Die Initiative &Audi hat weltweit untersucht, was die Menschen über autonomes Fahren denken. Das Ergebnis: Es herrscht Euphorie bei Chinesen, jungen Leuten und Gutverdienern, aber auch Nachholbedarf beim Wissen. 

Junge, gutverdienende und gut ausgebildete "statusorientierte Trendsetter" und "technikaffine Passagiere" freuen sich am Stärksten auf das autonome Fahren. Das geht aus der Online-Studie "The Pulse of Autonomous Driving" hervor, in der Audi eine Nutzertypologie zum autonomen Fahren erstellt hat. Dazu hat der Autobauer im Rahmen der Initiative "&Audi" gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos 21.000 Menschen aus neun Ländern auf drei Kontinenten befragt. 

Demnach sei der "statusorientierte Trendsetter" auch deshalb begeistert von selbstfahrenden Autos, weil er damit seinen progressiven Lebensstil zeigen könne. Der "technikaffine Passagier" vertraue der Technik und wünsche sich eine flächendeckende Einführung. Bei den tendenziell älteren "misstrauischen Selbstfahrern" mit niedrigerem Einkommens- und Bildungsniveau dominiere laut Studie hingegen die Skepsis. Der "sicherheitsorientierte Zögerer" würde autonomes Fahren erst nutzen, wenn andere bereits Erfahrungen mit der Technologie gemacht haben. Die größte Nutzergruppe bilden laut Audi die "aufgeschlossenen Co-Piloten", die dem autonomen Fahren grundsätzlich offen gegenüberstehen, solange sie jederzeit eingreifen können.

Viel Neugier, aber auch Bedenken 

Audi hat auch ermittelt, welche Vorteile die Befragten im autonomen Fahren sehen. Grundsätzlich gäbe es länderübergreifend großes Interesse (82 Prozent) und hohe Neugier (62 Prozent) am autonomen Fahren. Die Befragten sehen in der neuen Technologie Potenzial für Individuum und Gesellschaft – vom leichteren Zugang zu Mobilität (76 Prozent) über mehr Komfort (72 Prozent) bis hin zu mehr Sicherheit (59 Prozent). Über die Hälfte der Befragten würde autonomes Fahren gerne testen. 

Jedoch gibt es auch klare Bedenken, allen voran die Sorge vor dem Kontrollverlust (70 Prozent) und technisch unvermeidbaren Restrisiken (66 Prozent). 41 Prozent der Befragten stehen der Technologie misstrauisch gegenüber und etwa ein Drittel ist ängstlich (38 Prozent). Die größte Bereitschaft, die Kontrolle abzugeben, zeige sich beim autonomen Parken und im Stau auf der Autobahn, so die Studie. Gering erscheint bei alledem das Wissen über autonomes Fahren: Nur acht Prozent geben an, das Thema erklären zu können.

Begeisterung in Asien

Je jünger die Befragten und je höher ihr Bildungsgrad und Einkommen, desto positiver die Einstellung zum autonomen Fahren. Auch zwischen den untersuchten Ländern zeigten sich Unterschiede: Chinesen sind euphorisch und auch Südkoreaner blicken der Technologie überdurchschnittlich positiv entgegen. In Europa sind Spanier und Italiener Vorreiter. Deutsche und Franzosen sind vergleichsweise zurückhaltend, ähnlich wie US-Amerikaner, Japaner und Briten. 

print
DRUCKEN

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

"Der Mensch ist ein Risiko für automatisiertes Fahren"

  • Interview

Sicherheit ist das A und O im Straßenverkehr. Das gilt vor allem für den Menschen, aber auch für die Technik und das Datenmanagement, die das automatisierte Fahren überhaupt erst ermöglichen. Im Interview mit ATZextra erläutert Dipl.-Ing. Frank …

Der Mensch im Mittelpunkt der ADAS-Entwicklung und -Objektivierung

  • Entwicklung

Die Übertragung der Fahraufgabe vom Menschen auf die Maschine stellt einen Paradigmenwechsel in der Automobiltechnik dar. Der Wandel vom Fahrzeugführer zum Passagier wirft eine Vielzahl von Fragen und Bedenken auf. Mit einem neuen Verfahren …

Selbstfahrende Fahrzeuge revolutionieren das Verkehrswesen

  • Titelthema

Die Einführung des autonomen Fahrens soll Umweltprobleme, Staus und Verkehrstote nachhaltig reduzieren. Doch wie interagiert der Mensch in einem selbstfahrenden Fahrzeug und wie kann Verkehrssicherheit für alle Beteiligten gewährleistet werden? Um …

"Assistiertes, automatisiertes und autonomes Fahren klarer abgrenzen!"

  • Titelthema

Autonomes Fahren wird sich zunächst im öffentlichen Nahverkehr wie etwa mit Shuttles etablieren - jenseits des Individual- und Mischverkehrs. Professor Andre Seeck plädiert für eine bessere und nutzergerechtere Kommunikation der technischen …

    Bildnachweise
    Wissen über autonomes Fahren/© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, AVL List GmbH/© AVL List GmbH, dSpace, BorgWarner, Smalley, FEV, Xometry Europe GmbH/© Xometry Europe GmbH, The MathWorks Deutschland GmbH/© The MathWorks Deutschland GmbH, IPG Automotive GmbH/© IPG Automotive GmbH, HORIBA/© HORIBA, Outokumpu/© Outokumpu, Head acoustics GmbH/© Head acoustics GmbH, Gentex GmbH/© Gentex GmbH, Ansys, Yokogawa GmbH/© Yokogawa GmbH, Softing Automotive Electronics GmbH/© Softing Automotive Electronics GmbH, measX GmbH & Co. KG