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19.12.2014 | Bankenaufsicht | Im Fokus | Onlineartikel

Start-ups brauchen bessere Finanzierungen

Autor:
Eva-Susanne Krah
2 Min. Lesedauer

Gründerunternehmen haben es oft schwerer, Kredite von Banken und Sparkassen zu erhalten. Der Bitkom-Verband fordert die effizientere Umsetzung von Finanzierungsmodellen.

Gerade Gründerunternehmen brauchen solide Finanzierungsmodelle. Seit der Finanzkrise kam die Kreditvergabe an kleine und mittelständische Unternehmen sowie an Start-ups jedoch eher schleppend voran. Anlässlich eines Spitzentreffens von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel mit Vertretern von Kreditinstituten, Deutscher Börse und Gründern mahnte jetzt der Bitkom, dass junge Wachstumsunternehmen einen schnelleren Zugang zu verbesserten Finanzierungsmaßnahmen benötigen.

Schub für bessere Gründerfinanzierungen muss kommen

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Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder betonte, dass den verschiedenen Initiativen und Vorschlägen im Finanzmarkt "jetzt Taten folgen müssen, um international als Standort für Start-ups wettbewerbsfähig zu werden". Unter anderem hält er es für sinnvoll, geeigneten Start-ups einen leichteren Zugang zur Börse zu ermöglichen. In der so genannten Digitalen Agenda der Bundesregierung waren ebenso wie im Koalitionsvertrag bessere Finanzierungsmöglichkeiten von Start-ups angekündigt worden.

In Bayern wurde zu diesem Thema jetzt eine Bundesratsinitiative auf den Weg gebracht. Ziel ist, die Voraussetzungen für Wagniskapital und Gründerunternehmen zu verbessern. Dabei ging es vor allem um steuerliche Verbesserungen, beispielsweise steuerwirksame Sofortabschreibungen beim Erwerb von Start-up-Beteiligungen. Das vom Bundeskabinett beschlossene Kleinanlegerschutzgesetz sieht Rohleder dagegen kritisch, da es die Start-up-Finanzierung beispielsweise durch Crowdinvesting , die so genannte Schwarmfinanzierung, verschlechtere. Weitere Hürden bei schleppender Finanzierung sind die zu langsame Internationalisierung neuer Gründerunternehmen und das fortwährende Ringen um gesicherte Finanzierungen, die jedoch oft zu spät greifen. "2015 muss es darum gehen, dass wir eine Start-up-Förderung aus einem Guss bekommen und die Gründungsbedingungen in Deutschland wirklich spürbar verbessern", betonte deshalb Rohleder.

Mit Eigenfinanzierung schnell Cashflow erzielen

Mit den verschiedenen strategischen Finanzierungsmodellen für junge Unternehmen beschäftigt sich das Buch "Finanzierung und Besteuerung von Start-up-Unternehmen" von Springer-Autor Christopher Hahn. Er beleuchtet darin die deutsche Start-up-Szene und zeigt mögliche Finanzierungsstrukturen für Gründerfirmen auf. Dabei analysiert er, wie eine Finanzierung aufgestellt sein sollte und wie breitgefächert sie sein kann, um eine Erst-Finanzierung zu schultern. Dazu gehören

  • die komplette Eigenfinanzierung genauso wie
  • öffentliche Fördermittel oder
  • die anfängliche Kapitalisierung über Crowdinvesting, aber auch
  • klassische Bankkredite.

Hahn betont, dass für Gründer vor allem eine erfolgreiche Eigenfinanzierung wichtig ist, damit Start-ups so schnell wie möglich in der Lage sind, sich auch mit geringen Finanzmitteln einen positiven Cashflow zu erarbeiten.

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