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28.07.2022 | Blockchain | Fragen + Antworten | Online-Artikel

NFTs - Einsatzgebiete, Risiken und Betrugsschutz

verfasst von: Vijay Pravin

4 Min. Lesedauer
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Bei neuen Technologien gilt Deutschland nicht gerade als sprintstark. Doch im Kryptobereich ist das anders: Wie die Finanzwelt hierzulande NFTs einsetzt, wo es Risiken gibt und wie Künstliche Intelligenz sie bekämpfen hilft, erläutern die Fragen + Antworten aus der Zeitschrift "Digitale Welt".

Laut einer Studie von Coincub vom April 2022 ist Deutschland das kryptofreundlichste Land der Welt - und damit besser positioniert als Länder wie Singapur. Stimmt das? 

Singapur war laut der Studie ja zuvor das kryptofreundlichste Land. In der Bewertung ist das Land vor allem deshalb zurückgefallen, da der Staat – seiner kryptofreundlichen Gesetzgebung zum Trotz - in letzter Zeit nicht-regulierte Kryptoautomaten einschränkte und diese beispielsweise mit Werbeverboten belegte. 

Übrigens: In den letzten Jahren war für die Platzierung in der Studie vor allem die Gesetzgebung ausschlaggebend, heute geht es auch um die Anwendung oder um die Wertschätzung durch und in Unternehmen. Schauen wir nun auf die Art und Weise, wie sich Deutschland an die neue Technologie anpasst, habe ich das Gefühl, dass Deutschland nun versucht, anderen Ländern einen Schritt voraus zu sein. Das liegt vielleicht ein Stück weit darin, dass Deutschland im Bereich Finanztechnologie bisher nicht unbedingt durch hohe Geschwindigkeit aufgefallen ist. Eine Transaktion dauert in Deutschland immer noch ein oder zwei Tage. Mit Blockchain scheinen sie nun voraus zu sein. Auch die Kapitalertragssteuer in Deutschland ist für viele Kryptoenthusiasten vorteilhaft und bringt einen positiven Effekt. 

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Blockchain und NFTs: Wie kann Betrug verhindert werden?

NFTs boomen. Das Problem: Ihre Beliebtheit lockt auch immer mehr Betrüger an. So hat zum Beispiel die Kryptokriminalität im letzten Jahr ein neues Allzeithoch erreicht, wie etwa der „Crypto Crime Report“ von Chainalysis aus dem Februar 2022 zeigt. Es ist für Käufer und für Marktplätze also notwendig zu prüfen, ob und welcher NFT wirklich eine gute Investition ist – doch wie kann dies funktionieren?

In welcher Branche ist aktuell besonders viel Bewegung? 

Im Bankenbereich war die Entwicklung in Deutschland in letzter Zeit wirklich sehr interessant – und auch in nächster Zeit kann wohl mit weiteren spannenden Entwicklungen gerechnet werden. So erwartet jeder Dritte Bankentscheider in Deutschland, dass diese Assetklasse an Bedeutung gewinnt und 29 Prozent planen, Blockchain-Anwendungen einzuführen. Das Bankwesen gibt also seine Zurückhaltung auf und beschäftigt sich immer mehr mit der Anwendung dezentraler Technologien. Deutschland hat, auch im unternehmerischen Bereich, damit wirklich große Sprünge gemacht, was die Adaption von Kryptowährungen betrifft. Tatsächlich werden Non-Fungible Token (NFT)- beziehungsweise Blockchain-bezogene Themen für ein breiteres Publikum immer interessanter. 

Warum sind NFTs und die Blockchain so wichtig oder interessant für viele Anwender oder Investoren? 

Einer der wichtigsten Gründe, warum NFT so beliebt geworden sind, ist ihre Zuverlässigkeit und die Sicherheit, die sie Ihren Eigentümern bieten. Bei NFTs muss man sich keine Sorgen machen, dass eine dritte Partei in Transaktionen involviert ist. NFTs können alle Arten von Vermögenswerten darstellen, einschließlich digitaler Vermögenswerte, Immobilien und sogar geistiges Eigentum. Der Einsatz der Blockchain-Technologie sorgt für Sicherheit und Transparenz bei allen Transaktionen - das ist ein großer Trumpf. 

Wie kann die Blockchain-Analytik auf NFTs angewendet werden? 

Das Kernprinzip der Blockchain-Analytik besteht darin, Blockchain-Adressen mit realen Identitäten zu verknüpfen und gleichzeitig Werkzeuge zur Analyse der Transaktionsaktivitäten bereitzustellen. Die Blockchain-Analytik ermöglicht die Überwachung von Transaktionen, die Risikobewertung und die Durchführung von Untersuchungen. Durch die Untersuchung von NFTs erhalten die Anleger das Wissen und die Werkzeuge, die sie benötigen, um die Branchentrends zu verstehen und zu prognostizieren. 

Wie sicher sind NFTs? Wo liegen die Risiken und wie können künstliche Intelligenz und Blockchain-Analysen helfen, diese Bedrohungen zu minimieren? 

Die Entwickler programmieren den Inhalt der NFT in Blockchains. Eine NFT hat ihre eigene Blockchain-Adresse, unter der die Daten aufgezeichnet werden. Ein Datensatz enthält Informationen wie die Identität des Eigentümers, die Anzahl der gesammelten NFTs und Metadaten, die einige Merkmale der Daten beschreiben. Diese Transparenz macht NFTs so sicher wie nur möglich. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz und Blockchain-Analysen können NFTs korrekt bewertet und vor Betrügern geschützt werden.

Wer ist mehr gefordert, wenn es darum geht, Betrug auf NFT-Marktplätzen zu verhindern, der private Sektor oder staatliche Institutionen? 

Während NFTs im Trend liegen, boomen leider parallel dazu auch die Betrügereien. Das ist allerdings bei jeder neuen Technologie so. Im Moment sind es die privaten Einrichtungen, die im Zusammenhang mit den NFTs große Probleme haben. Die staatlichen Einrichtungen müssen sich erst noch an die NFTs anpassen, so wie es die privaten bereits stärker tun. Auftrag unserer Branche ist es also, dass sich Käufer und Anwender in der gesamten Blockchain-Welt umfassend sicher fühlen. Ihre Transaktionen, ihre digitalen Assets müssen geschützt sein. Das vorhandene Betrugspotential muss massiv eingedämmt werden. Zuverlässige Schutzmöglichkeiten, die das NFT-Ökosystem zuverlässiger machen, müssen entstehen oder ihre Dienste ausbauen. In meinen Augen ist hier die Regulierung hinter dem zurückgeblieben, was die KI und was innovative Techniken bereits können. Die Branche muss also selbst handeln, denn ein moderner Markt braucht in Hinblick auf die akuten und kommenden Herausforderungen datengestützte, zuverlässige Analysemodelle. 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Zeitschrift "Digitale Welt" (Ausgabe 3 | 2022).

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