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11.05.2022 | Car-to-X | Nachricht | Online-Artikel

5G-Testbed für Automotive-Anwendungen eröffnet

verfasst von: Christiane Köllner

1:30 Min. Lesedauer
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Das Fraunhofer IIS hat ein 5G-Testbed für Automotive-Anwendungen eröffnet. Technische Machbarkeit und Grenzen der 5G-Mobilfunktechnologie lassen sich so frühzeitig unter realen Bedingungen ausloten. 

Das 5G-Bavaria-Testbed "Automotive" des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS) ist offiziell in Betrieb gegangen. In einem 5 km langen Testgebiet südlich von Rosenheim haben Unternehmen der Automobilindustrie jetzt die Möglichkeit, 5G-Funktionalitäten für vernetztes Fahren in realer Verkehrsumgebung zu erproben. Die kontrollierte und reproduzierbare Testumgebung zeichne sich durch ein heterogenes Straßengebiet aus, so das Fraunhofer IIS. Es umfasse sowohl urbane Bereiche mit Brücken und Unterführungen als auch Abschnitte der Bundesstraße B15 und der Autobahn A8.

Echtzeit-Datenaustausch im Testfokus

"Das Testbed ›Automotive‹ ist speziell für Entwickler und Anwender ausgelegt, die neue Vernetzungslösungen in einem real existierenden Straßennetz testen möchten. Der Fokus liegt dabei auf dem Erproben der Übertragungstechnik sowie der Evaluierung spezifischer Sende- und Empfangskomponenten", sagt Martin Speitel, Gruppenleiter Automotive am Fraunhofer IIS. Die Ermittlung essenzieller Leistungsparameter wie Latenz, Zuverlässigkeit und Durchsatz sollen hierbei Rückschlüsse auf Servicequalität und User-Experience der jeweiligen Anwendung geben. 

Neben der Luftschnittstelle selbst können auch Sende- und Empfangskomponenten im Prototypenstatus getestet werden. Auch der Einfluss von (Massive)-MIMO-Technologien auf die Empfangsqualität und den Datendurchsatz sowie mögliche Fahrgeschwindigkeiten sind Teil potenzieller Messszenarien. Bei Bedarf bestehe zudem die Möglichkeit, bestimmte Testszenarien vorab mit der Simulationsplattform "C-V2XSim" zu simulieren, um sie dann auf der Straße zu testen.

Anwendungsszenarien real testen

Darüber hinaus sind weitere Anwendungsszenarien möglich. Connected-Car-Szenarien beispielsweise sollen vor allem in puncto Servicequalität von den Messungen der Paketverlustraten im direkten Anwendungskontext profitieren. Neue Funktionen, die das automatisierte Fahren mit sich bringt, ließen sich auf den Testrouten in Rosenheim genauso umfassend evaluieren wie die Qualität der Datenverbindung zwischen Fahrzeug und Funknetz sowie zwischen den Fahrzeugen. Untersuchungen von Machine-Learning-Ansätzen zur Vorhersage und Verbesserung der Empfangsqualität sollen ebenfalls zu den Messmöglichkeiten im Testbed gehören.

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