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Ablenkung ist gefährlicher als Alkohol

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Moderne Technik überfordert den Autofahrer. Handys und Navigationssysteme sind laut einer aktuellen Studie sogar häufiger Auslöser für Unfälle als Alkohol.

Galt bislang die verminderte Verkehrstüchtigkeit durch Alkohol als wichtigste Unfallursache, muss heute die Ablenkung durch Smartphone und Navi als gefährlicher angesehen werden. Die aktuelle Allianz-Verkehrssicherheitsstudie zeigt, dass sich die Gefahr eines Unfalls deutlich erhöht, wenn Fahrer ihre Aufmerksamkeit vom Straßenverkehr auf technische Geräte lenken. So seien etwa drei Viertel der Autofahrer regelmäßig durch die Benutzung verbauter Technik im Fahrzeug abgelenkt. Für viele der heutigen Informations-, Kommunikations- und Unterhaltungsfunktionen im Auto belege die Untersuchung erstmals den statistischen Zusammenhang mit höheren Unfallraten. So berichteten 60 Prozent der Fahrer, die in den zurückliegenden drei Jahren Unfälle hatten, dass sie ihr Mobiltelefon beim Fahren händisch genutzt hatten. Bei Fahrern ohne Unfallerlebnis seien es nur 37 Prozent gewesen.

Nach Expertenmeinung ist jeder zehnte Unfall mit Getöteten im Straßenverkehr auf Ablenkung zurückzuführen. Im vergangenen Jahr starben fast 3500 Verkehrsteilnehmer auf deutschen Straßen, 256 davon, weil einer der Unfallbeteiligten alkoholisiert war. Deutlich mehr Personen – etwa 350 – kamen durch Ablenkungsunfälle ums Leben. Um Unfälle zu vermeiden, empfehlen die Allianz-Unfallexperten die Deaktivierung von sicherheitskritischen fahrfremden Funktionalitäten für den Fahrer während der Fahrt, die Vereinfachung der Bedienergonomie von Anwendungen und den Einbau von Notbrems-Assistenzsystemen in allen neuen Autos.

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