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09.11.2018 | Innovationsmanagement | Infografik | Onlineartikel

Deutsche Autoindustrie ist bei Patenten Spitze

Autor:
Andrea Amerland

Der Ruf der hiesigen Autobauer hat durch den Abgasskandal stark gelitten. Doch das Negativimage, technische Trends zu verschlafen, ist falsch. Das zeigt eine Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft.

Die deutschen Automobilhersteller haben zu spät auf richtungsweisende neue Technologien wie Elektromobilität, autonomes Fahren oder gar die Digitalisierung gesetzt, ist immer wieder zu hören. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Denn kein anderer Industriezweig in Deutschland ist derart innovativ wie die Autoindustrie und deren Zulieferer. Das zeigt eine Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln.  

Demnach stammen allein 40 Prozent aller deutschen Patentanmeldungen aus der Autoindustrie. Fast 29 Prozent der Patentanmeldungen der Kfz-Branche betrafen Verbrennungsmotor, Getriebe und Abgasstrang. Mehr als 20 Prozent der neuen Patente entfallen auf Bereiche wie Digitalisierung, Elektronik und Sensoren. 

Investitionen in Forschung und Entwicklung

Rund 30 Prozent aller Unternehmensinvestionen in Forschung und Entwicklung (F&E) wendet die Kfz-Branche auf. Laut IW-Forscher erbringt kein anderer Wirtschaftszweig einen derart hohen Beitrag. Auf die Umsätze bezogen, liegt der Anteil von F&E-Investitionen in der Branche bei zehn Prozent und ist damit der dritthöchste Wert aller Branchen. Auch beim Umsatz durch Produktinnovationen rangiert die Kfz-Branche an der Spitze. 48 Prozent der Umsätze werden mit Produkten erzielt, die in den letzten drei Jahren auf den Markt kamen.

Das Kölner Wirtschaftsinstitut hat für seine Analyse mehr als 40.000 Patente ausgewertet, die 2015 angemeldet wurden. Nach Angaben der Forscher, handelt es sich dabei um den aktuellsten Stand, der ermittelbar ist, da erst 18 Monate nach Anmeldung alle Informationen zugänglich sind.

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