Das BMWi hat offiziell den Start des Technologietransfer-Programm Leichtbau bekanntgegeben. Darin soll unter anderem der Transfer von Forschungsergebnissen in die industrielle Praxis gefördert werden.
Mit dem Technologietransfer-Programm Leichtbau werden neue Ansätze für digitale Zwillinge, intelligente Prozesssteuerung und für das Life Cycle Assessment im Leichtbau gefördert
Teufelberger | Composite Braiding
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) wird im kommenden Jahrzehnt rund 300 Millionen Euro in die Förderung von Leichtbautechnologien investieren. Die Förderbekanntmachung zum sogenannten Technologietransfer-Programm Leichtbau (TTP LB) hat das Ministerium Anfang April offiziell im Bundesanzeiger veröffentlicht. Jeweils zum 1. April und zum 1. Oktober, erstmalig jedoch am 1. Mai 2020 (Corona-bedingt auch noch etwas später) können Projektskizzen eingereicht werden. Der Projektträger Jülich (PtJ) wurde vom BMWi mit der Abwicklung der Fördermaßnahme beauftragt.
Für die inhaltliche Ausgestaltung des Programms hat sich das Ministerium maßgeblich auf eine Ex-ante Evaluierung der deutschen, europäischen und internationalen Leichtbau-Förderlandschaft gestützt. Für Deutschland legt die Evaluierung Nachholbedarf beim Transfer von Forschungsergebnissen in die industrielle Praxis offen. Zudem sei eine weitere Förderung von Technologien im Bereich Digitalisierung und Automatisierung, Nachhaltigkeit und Recycling sowie innovative Konstruktionsprinzipien nötig. Ferner soll der branchenübergreifende Transfer und die Übertragung von Forschungsergebnissen in die höheren Technologiereifegrade (TRL) 5 bis 8 gefördert werden. Diese Lücken sollen nun durch das neue Förderprogramm geschlossen werden.