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Über dieses Buch

Dieses Buch greift aktuelle Fragestellungen rund um die wichtigsten Themen der Gegenwart, wie bspw. den demografischen Wandel, die Globalisierung & Umwelt sowie die Digitalisierung, auf und diskutiert und erklärt sie volkswirtschaftlich fundiert. Führt der demografische Wandel zu weniger Wirtschaftswachstum? Befinden wir uns nach wie vor im Zeitalter der Globalisierung oder ist bereits eine Deglobalisierung zu beobachten – und falls ja, was bedeutet das? Werden Kryptowährungen unser heutiges Geldsystem ablösen? Die Beitragsautorinnen und -autoren geben somit einen Einblick in ganz unterschiedliche Herausforderungen unserer Zeit. Dabei wird in jedem Beitrag anhand kurzer, prägnanter Hintergrundinformationen auch auf die zugrunde liegenden relevanten volkswirtschaftlichen Begrifflichkeiten, Modelle und Theorien verwiesen.
Das Buch richtet sich an Akteure aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, die sich einen besseren Einblick in die Welt der ökonomischen Argumentation sowie bekannter volkswirtschaftlicher Theorien wünschen. Gleichermaßen adressiert es Studierende wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge, die die Inhalte ihres Studiums in einem aktuellen Kontext anwenden und reflektieren möchten.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Demografischer Wandel

Frontmatter

Kapitel 1. Demografischer Wandel in Deutschland – Hintergründe, Zukunftsszenarien und Arbeitsmarktpotenziale

Zusammenfassung
Der demografische Wandel, also die Veränderung im Umfang und der Altersstruktur der Bevölkerung, wird Deutschland in den kommenden Jahrzehnten vor neue Herausforderungen stellen: Deutschland wird altern, voraussichtlich insgesamt an Bevölkerung verlieren und einen wachsenden Anteil an Bürgern mit Migrationshintergrund verzeichnen. Diese Veränderungen werden auch unsere Arbeitswelt maßgeblich beeinflussen. Der Beitrag gibt einen Überblick über die aktuelle demografische Entwicklung in Deutschland und ordnet diese in die langfristig zu beobachtenden und erwarteten Trends ein. Im Anschluss werden die damit einhergehenden Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt betrachtet. Der Beitrag schließt mit einem kurzen Fazit und Ausblick.
Christina Benita Wilke

Kapitel 2. Der demografische Wandel und die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland – Kapitaldeckungsverfahren, Erhöhung des Bundeszuschusses oder die Anhebung des Renteneintrittsalters als Lösung?

Zusammenfassung
Die demografische Entwicklung in Deutschland wird dazu führen, dass sich der sogenannte Altenquotient, der als Maß für die Bevölkerungsstruktur herangezogen werden kann, deutlich erhöhen wird; dies hat maßgebliche Auswirkungen auf den sogenannten Generationenvertrag. Hierbei handelt es sich um einen (fiktiven) Solidar-Vertrag, der die Grundlage der umlagefinanzierten gesetzlichen Rentenversicherung darstellt. Erhöht sich der Altenquotient, hat dies zwei Folgen: Erstens steigt der Anteil der Personen in der Ruhestandsphase, und zweitens sinkt der Anteil der Personen in der Erwerbsphase. Der daraus resultierende Verteilungskonflikt wird als Generationenkonflikt bezeichnet. Dieser beschreibt, dass sich zukünftig entweder die Situation der Bevölkerung in der Erwerbsphase aufgrund steigender Beitragssätze verschlechtern wird oder die Situation der Bevölkerung in der Nacherwerbsphase, weil die Rentenhöhe sinken wird. Zur Lösung resp. Abschwächung dieses Konflikts werden hauptsächlich drei Vorschläge diskutiert: der Wechsel der Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung vom Umlage- zum Kapitaldeckungsverfahren, die Erhöhung des Bundeszuschusses sowie die Anhebung des Renteneintrittsalters. Dabei kann gezeigt werden, dass keiner der drei Vorschläge in der Lage ist, den Konflikt zu lösen.
Cirsten Roppel

Kapitel 3. Demografischer Wandel und Wirtschaftswachstum

Zusammenfassung
Der demografische Wandel hat bedeutende Implikationen für das langfristige Wirtschaftswachstum. In diesem Kapitel wird untersucht, welche Voraussagen die moderne Wachstumstheorie für die wirtschaftliche Entwicklung in einem Land mit schrumpfender und alternder Bevölkerung impliziert. Dabei wird auf Ansätze der Theorie des semi-endogenen Wachstums Bezug genommen. Die theoretische Voraussage in Bezug auf das Wirtschaftswachstum ist dabei pessimistisch. Abschließend werden mögliche Auswirkungen der Automatisierung von Produktionsprozessen betrachtet. Bei passender wirtschaftspolitischer Flankierung kann die Automatisierung einen Ausweg weisen.
Thomas Christiaans, Karsten Lübke

Kapitel 4. Was kauft Opa? – Die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den privaten Konsum in Deutschland

Zusammenfassung
Deutschland wird, wie viele andere westliche Länder, von spürbaren Auswirkungen des demografischen Wandels betroffen sein, da langfristig immer mehr ältere, ökonomisch inaktive Menschen von einer schrumpfenden arbeitenden Bevölkerung getragen werden müssen. Während einige ausgewählte Aspekte dieser Entwicklung (insbesondere die Tragfähigkeit der deutschen Sozialversicherung) breiten Raum in der politischen und wissenschaftlichen Debatte einnehmen, beleuchtet dieser Beitrag eine bislang eher vernachlässigte Folge des demografischen Wandels: die Veränderung in der Struktur der privaten Nachfrage. Mithilfe eines aufwendigen mikroökonomischen Modells werden die Verschiebungen der Konsumstruktur bis ins Jahr 2060 geschätzt.
Luca Rebeggiani

Globalisierung & Umwelt

Kapitel 5. Globalisierung und Deglobalisierung

Zusammenfassung
Der Prozess der Globalisierung kann als Folge politischer Grundsatzentscheidungen für ökonomische Integration betrachtet werden. Idealtypisch findet dabei ökonomische Integration sowohl im globalen wie auch im regionalen Rahmen statt und basiert auf völkerrechtlichen Verträgen und auf Institutionen, die Faktormobilität und Investitionen ermöglichen. Dies lässt sich theoriefundiert erklären und belegen. Globalisierung ist jedoch keine wirtschaftspolitische „Einbahnstraße“: Genauso wie Globalisierung auf ökonomischer Integration beruht, beruht Deglobalisierung auf ökonomischer Desintegration. Desintegration ist als wirtschaftspolitisches Phänomen erkennbar und erklärbar. Erklärbar in dem Sinne, dass Desintegration vorliegt, wenn Länder aus Integrationsverbünden wie gemeinsamen Märkten oder Freihandelszonen austreten oder dass entsprechenden Integrationsprojekte aufgrund außerökonomischer Faktoren dysfunktional werden. Jüngere deglobalisierende Entwicklungen lassen sich zudem geoökonomisch erklären.
Guido Pöllmann

Kapitel 6. Legitimierung der europäischen Integration als Bedingung für politische Nachhaltigkeit

Zusammenfassung
Entgegen dem von verschiedenen Medien unterstützten Eindruck – verstärkt durch die Eurokrise 2011 und das Brexit-Votum 2016 –, dass sich die Europäische Union in einer Dauerkrise befindet, hat die Union im letzten Jahrzehnt bemerkenswerte institutionelle Fortschritte erzielt. Dies betrifft sowohl die wirtschaftspolitische Koordination als auch weitere staatstragende Funktionen wie Außenpolitik, Migration und Umweltpolitik, die Errichtung neuer Institutionen wie des Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM und die Ausweitung der Kompetenzen von EU-Kommission und Europäischem Parlament. Gerade im Europäischen Parlament zeigt sich eine Verbreiterung und Verlagerung des politischen Diskurses von den Mitgliedstaaten hin zu staatsübergreifenden Parteiengruppierungen. Die Herausforderung für die neuen politischen Entscheidungsträger der Europäischen Union wird es sein, diesen Diskurs verstärkt in den Bevölkerungen zu führen, um den Kompetenzzuwachs der Union durch einen entsprechenden Legitimitätszuwachs zu untermauern.
Michael Clauss

Kapitel 7. Internationale Wirtschaftspolitik und Klimawandel

Zusammenfassung
Die Möglichkeiten der Menschheit, in die Geosphäre einzugreifen und diese umzugestalten, haben im Verlauf der letzten etwa 200 Jahre massiv zugenommen. Die Intensität der Eingriffe zeigt bezogen auf den genannten Zeitraum ein exponentielles Wachstum. Vor diesem Hintergrund existiert seit einigen Jahren ein interdisziplinärer wissenschaftlicher Diskurs über die Frage, ob die Menschheit in ihrer Gesamtheit als „geologische“ oder (besser) „geosphärische Kraft“ einzustufen ist. Damit verknüpft ist auch die Frage, ob man bereits von einem „Anthropozän“ sprechen kann. Wenn man sich auf den Standpunkt stellt, dass der im globalen Maßstab wirtschaftende Mensch tatsächlich über die postulierten geosphärischen Gestaltungskräfte verfügt, drängen sich zwei gleichrangige ökonomische Fragestellungen auf: 1) Inwieweit haben historische wirtschaftspolitische Anstrengungen den Klimawandel beeinflusst? 2) Inwieweit hat der Klimawandel die internationale Wirtschaftspolitik bisher zum Gegensteurern motiviert? Von Interesse sind die längerfristigen Wechselwirkungen zwischen Wirtschaftspolitik und Klimawandel. Im ersten Schritt wird untersucht, inwieweit global agierende Staaten über ihre wirtschaftspolitischen Entscheidungen Einfluss auf den Klimawandel hatten. Im zweiten Schritt werden die Auswirkungen des Klimawandels auf den wirtschaftspolitischen Erkenntnis- und Umsetzungsprozess untersucht. Hier werden schlaglichtartig Reaktionen von globalen Großorganisationen wie z. B. UNO, WTO, OECD oder G20 beleuchtet. Die im vorliegenden Beitrag aufgeworfenen Fragen können nicht erschöpfend beantwortet werden. Es werden jedoch im möglichen Rahmen Denkanstöße gegeben, die als Anregung für weitere Forschungsaktivitäten dienen sollen.
Franz Benker

Kapitel 8. Die Förderung erneuerbarer Energieträger aus ordnungspolitischer Sicht

Zusammenfassung
Das Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) ist der zentrale Fördermechanismus für die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energieträgern und somit wesentlicher Bestandteil der Energiewende. Die verbreitete Kritik, dass dieses Instrument klimapolitisch wirkungslos ist, wird in diesem Beitrag durch das Argument ergänzt, dass aufgrund der Verletzung ordnungspolitischer Grundsätze mit dem EEG eine teure wirtschaftspolitische Interventionsspirale ausgelöst wurde, die mit erheblichen volkswirtschaftlichen Kosten verbunden ist. Für eine volkswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Analyse bedeutet dies, dass effektivere, effizientere und ordnungskonformere Mittel für die Erreichung klima- und umweltpolitischer Ziele anzustreben sind.
Michael Drewes

Kapitel 9. Rohstoffreichtum – Des einen Segen ist des anderen Fluch

Zusammenfassung
Die wirtschaftlichen Entwicklungen rohstoffreicher Länder fallen bisweilen sehr unterschiedlich aus. Folgt man der wissenschaftlichen Literatur, steht den segensreichen Rohstofferträgen eine Reihe unerwünschter Nebenwirkungen gegenüber. So kann es im Zuge von Rohstoffexporten zu einer Währungsaufwertung kommen, unter der die Wettbewerbsfähigkeit bedeutender Exportsektoren leidet. Ist überdies das institutionelle Umfeld durch schwache Gerichte, undemokratische Regierungen und ein hohes Maß an Korruption gekennzeichnet, besteht eine erhöhte Gefahr, dass es zu aufreibenden Verteilungskämpfen bis hin zu gewaltsamen Konflikten um die Rohstofferträge kommt. Von der Regierung beansprucht, werden diese Erträge zudem nicht selten verschwendet oder für den Machterhalt missbraucht. Im vorliegenden Beitrag werden die bekanntesten Erklärungsmuster von Rohstoffflüchen gegenübergestellt und mit Beispielen aus rohstoffreichen Ländern unterfüttert.
Philipp an de Meulen

Kapitel 10. Tourismus contra Übernutzung – Das UNESCO-Welterbe Kotor in Montenegro

Eine ökonomische Analyse
Zusammenfassung
Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige weltweit. Demgegenüber stehen globale öffentliche Güter, die durch Ernennung zum Welterbe durch die UNESCO einen besonderen Schutzstatus erhalten. Die UNESCO als Institution der Vereinten Nationen repräsentiert dabei nahezu alle Länder der Welt in der Anerkennung und Pflege ihres kulturellen und natürlichen Erbes. Auch der Tourismus rund um Kultur- und Naturgüter wie das UNESCO-Welterbe nimmt immer weiter zu. Durch das Gütesiegel UNESCO-Welterbe werden diese Stätten zur touristischen Attraktion, was neben vielen (ökonomischen) Vorteilen auch Nachteile mit sich bringt. Dieser tourismusökonomische Diskurs wird am Beispiel von Kotor in Montenegro geführt und die verschiedenen Vor- und Nachteile werden diskutiert.
Ann-Katrin Voit

Digitalisierung

Frontmatter

Kapitel 11. Beendet die Digitalisierung das deutsche Jobwunder?

Zusammenfassung
Der deutsche Arbeitsmarkt zeichnet sich durch hohe Beschäftigung und niedrige Arbeitslosigkeit aus. Doch in den nächsten Jahren werden sowohl die Demografie als auch die Digitalisierung zwei wesentliche strukturelle Herausforderungen sein, die es zu bewältigen gilt. In diesem Beitrag werden nach einer wirtschaftshistorischen Einordnung der Digitalisierung die Ergebnisse der wichtigsten Studien zu den Wirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt zusammengefasst. Daraus wird eine Vielzahl an Politikvorschlägen im Bereich der Wachstums-, Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik abgeleitet. Ohne entsprechende Anpassungen der bestehenden ökonomischen Institutionen wird die Digitalisierung das deutsche Jobwunder beenden.
Alexander Spermann

Kapitel 12. Verhaltens- und evolutionsökonomische Betrachtung von Finanzmarktprozessen

Zusammenfassung
Die klassische Finanztheorie betrachtet Finanzmärkte und deren Teilnehmer als rational, wonach neue Informationen von den Teilnehmern sofort adaptiert und korrekt in die Preisbildung miteinbezogen werden. Der verhaltensökonomische Behavioral-Finance-Ansatz verneint dagegen die Rationalitätsannahme stringent und versucht, die Funktionsweise von Finanzmärkten und deren Teilnehmern über psychologische Faktoren (Heuristiken) zu erklären. Die klassische Finanztheorie und der Behavioral-Finance-Ansatz haben somit eine Gemeinsamkeit: Sie unterstellen einen repräsentativen Marktteilnehmer, auch wenn dieser entweder vollkommen rational oder ausschließlich heuristisch entscheidet. Evolutionary Finance versucht, Marktverhalten und Preisdynamiken über die Heterogenität von Teilnehmern, Veränderungen und Lernverhalten zu erklären. Aufbauend auf darwinistischen Begriffen, wie Selektion, Mutation und Anpassung, lässt sich der Begriff der dynamischen Rationalität ableiten, welcher zu einem neuen Verständnis von Finanzmärkten führen kann.
Thomas Holtfort

Kapitel 13. Internet-Ökonomik – Musik-Streaming, Apps und soziale Netzwerke aus mikroökonomischer Sicht

Zusammenfassung
In diesem Beitrag werden Entwicklungen des digitalen Zeitalters wie Musik-Streaming, Betriebssysteme und Apps sowie soziale Netzwerke mit ökonomischen Modellen erklärt. Die teilweise sehr mathematischen Modelle aus der Industrie- und der Netzwerkökonomik werden aber nicht formal dargestellt. Stattdessen werden die Zusammenhänge intuitiv erklärt und mit aktuellen Beispielen illustriert.
Sascha Frohwerk

Kapitel 14. Crowdfunding – Eine institutionenökonomische Betrachtung

Zusammenfassung
Die internetgestützten sozialen Medien ermöglichen eine neue Art der direkten Interaktion zwischen Kapitalgebern und Kapitelnehmern, wie bspw. beim Crowdfunding. Grundsätzliche Problemfelder zwischen den Transaktionspartnern, wie Informationsasymmetrien und Transaktionskosten, treten auch bei solchen internetbasierten Finanzierungsformen auf. Mithilfe der neuen Institutionenökonomik können die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen solcher Finanzierungsalternativen untersucht werden. Ein Vergleich mit herkömmlichen Finanzintermediären zeigt, dass die institutionellen Arrangements der Crowdfunding-Plattformen einen deutlich geringeren Schutz für Kapitalgeber, aber auch -nehmer bieten. Hinzu kommt die bislang noch geringere staatliche Regulierung der Crowdfunding-Anbieter. Aus diesem Grund kann Crowdfunding bislang noch nicht als vollwertige Finanzierungs- bzw. Investitionsalternative für Kapitalsuchende bzw. Kapitalanleger betrachtet werden.
Thomas Ostendorf

Kapitel 15. Die Blockchain-Technologie und ihre Anwendungspotenziale

Zusammenfassung
Technologische Entwicklungen haben im vergangenen halben Jahrhundert gerade den Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie von Grund auf revolutioniert. Blockchain, die Technologie hinter der Kryptowährung Bitcoin, wurde 2008 der Welt vorgestellt und gilt als potenzieller Innovationsmotor der kommenden Jahre. In diesem Artikel geht es darum, die Grundlagen und Funktionsweise von Blockchain zu verstehen. Ferner wird ein Zusammenhang zwischen der Blockchain-Technologie und der Spieltheorie hergestellt. Blockchain wurde als strategisches Netzwerk entwickelt, in dem die Spieler im eigenen Interesse handeln und trotzdem das Netzwerk als Ganzes stabil bleibt und insgesamt gedeiht. Es wird beschrieben, wie die Blockchain-Technologie eingesetzt werden könnte, um Effizienzsteigerungen zu erzielen. Ein Anwendungsbeispiel ist der Bankensektor: Banken als Vermittler bieten Kunden kostenintensive Vermittlungsdienste. Im Vergleich beseitigt die sich selbst regulierende Blockchain die Vermittlungsfunktion von Banken und senkt dadurch die Kosten. Durch die Blockchain-Protokolle können Smart Contracts die traditionellen Regulierungsfunktionen von Banken und Dienstleistern ersetzen und zu transparenten und effizienten Ergebnissen führen.
Charmaine Fritsche

Kapitel 16. Kryptowährungen – Top oder Flop?

Zusammenfassung
Schon der Bitcoin mit seinen starken Kurssprüngen zog die Menschen in seinen Bann. Aber spätestens seit Facebook mit Libra eine eigene Kryptowährung einführen möchte, sind Kryptowährungen in aller Munde. Gleichzeitig können sich die Wenigsten tatsächlich etwas darunter vorstellen, und die Nennung von Kryptowährung in einem Zug mit Mobile Payments, also einer Zahlungsmethode, verwirrt. Der Beitrag gibt einen Einblick in die Welt der Kryptowährungen, indem er das Wesen einer Kryptowährung und ihre Funktionsweise in einfacher Form erklärt. Anschließend werden die Eigenschaften von Kryptowährungen wie Effizienz, Sicherheit und Autonomie beleuchtet sowie unterschiedliche Ausprägungen von Kryptowährungen, wie z. B. der Stablecoin oder digitales Zentralbankgeld, diskutiert. Der Beitrag schließt mit einer Einschätzung zur zukünftigen Bedeutung von Kryptowährungen.
Monika Wohlmann
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