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12.04.2018 | Mobilitätskonzepte | Nachricht | Onlineartikel

Schaeffler Mover integriert Antrieb und Fahrwerk in einem Modul

Autor:
Patrick Schäfer

Schaeffler stellt mit dem Konzept Mover eine technische Basis für ein hochautomatisiertes Fahrzeug für den urbanen Einsatz vor. Antrieb und Fahrwerk werden platzsparend in einem Modul integriert. 

Das Technologieunternehmen präsentiert auf dem 11. Schaeffler-Kolloquium mit dem Mover ein Fahrzeugkonzept für den automatisierten Stadtverkehr. Mit Radnabenantrieb und 90-Grad-Lenkung kann die Plattform für unterschiedliche Fahrzeugkonzepte wie Robo-Taxis oder autonome Transportfahrzeuge genutzt werden. Die Antriebs- und Fahrwerkskomponenten werden dabei platzsparend im "Schaeffler Intelligent Corner Module" zusammengefasst.

Dieses umfasst den Radnabenmotor, die Radaufhängung inklusive Federung und den Aktor für die elektromechanische Lenkung, die als elektromechanisches Steer-by-Wire-System ausgeführt ist. Mithilfe der 90-Grad-Lenkung soll der Wendekreis weniger als fünf Meter betragen, auch Wenden auf der Stelle soll möglich sein. 

Vollelektrische, hochautomatisierte Plattform

Die vier integrierten Elektromotoren erreichen bei 300 Volt Betriebsspannung eine Dauerleistung von 13 Kilowatt und eine zeitlich begrenzte Spitzenleistung von 25 Kilowatt. Das Nenndrehmoment von 250 Newtonmeter pro Motor kann laut Schaeffler kurzzeitig verdoppelt werden. Mit einer speziellen Fahrdynamikregelung soll es möglich sein, jedes der vier am Fahrzeug befindlichen Module individuell anzusteuern und die Funktionen von Fahrdynamikregelung (ESP), Drehmomentverteilung zwischen den angetriebenen Rädern (Torque Vectoring) und Allradlenkung zusammenzuführen.

Das Konzept ist modular aufgebaut. Durch die vier Module bietet die Plattform mehr Platz für Passagiere und Stauraum. Dieser wird unter anderem auch für die Batterie sowie die Nebenaggregate genutzt.  Daraus resultieren kompakte Fahrzeugabmessungen, die allerdings variieren können, ohne Veränderungen an Antrieb und Fahrwerk vornehmen zu müssen. "Das konsequent auf vernetzten Betrieb ausgelegte Fahrzeug füllt eine wesentliche Lücke im aktuellen Portfolio der Automobilindustrie", ist sich Schaeffler-Technologievorstand Professor Peter Gutzmer sicher.

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