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25.11.2020 | Nutzfahrzeuge | Infografik | Online-Artikel

Ausbau von E-Ladesäulen-Netz für schwere Lkw nötig

verfasst von: Christiane Köllner

2 Min. Lesedauer

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Um die CO2-Ziele der EU für Nutzfahrzeuge zu erfüllen, sind laut aktueller Studie elektrifizierte Lkw nötig – und ein Netz von 1.200 Lademöglichkeiten an 260 Standorten bis 2030. 

Eine Verminderung des CO2-Ausstoßes von schweren Lkw bis 2030 gemäß den Vorgaben der Europäischen Union (EU) ist nur durch die Elektrifizierung eines Teils der Fahrzeugflotte und dem schnellen Aufbau einer entsprechenden Ladeinfrastruktur zu erreichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) im Auftrag des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Demnach müsse bundesweit ein flächendeckendes Netz von Lademöglichkeiten für schwere Nutzfahrzeuge errichtet werden. An den Fernverkehrsachsen seien mindestens 260 Ladestationen mit 1.200 Ladepunkten notwendig. 

Zu einer ausreichenden Stromversorgung schwerer Nutzfahrzeuge sind laut Studie Schnellladestandorte im Abstand von circa 50 Kilometern erforderlich. Daraus ergeben sich 260 Stationen, die wiederum jeweils mit mehreren Ladepunkten ausgestattet werden. Um den Anteil der E-Lkw an der Gesamtflotte schwerer Nutzfahrzeuge auf circa fünf Prozent zu steigern, brauche das Straßennetz 630 einzelne Ladepunkte, um eine ausreichende Versorgung der Fahrzeuge sicherzustellen. Für einen Anteil von 15 Prozent elektrifizierter Nutzfahrzeuge seien etwa 1.200 Ladepunkte entlang der Autobahnen notwendig. Weitere Lademöglichkeiten entlang der Fernstraßen müssten hinzukommen.

200 bis 500 Millionen Euro für öffentliche Lkw-Ladesäulen

Die Experten gehen bei ihren Szenarien davon aus, dass etwa die Hälfte des Strombedarfs für E-Lkw an den Autobahnen, also öffentlichen Standorten, geladen werden könnte und eine mittlere Wartezeit von maximal fünf Minuten bis zum Freiwerden eines Ladepunktes zugrunde gelegt werden sollte. Ziel müsse es sein, die Fahrzeuge innerhalb der gesetzlichen Pausenzeiten von 45 Minuten zwischen zwei Fahreinsätzen ausreichend zu laden. Dafür sei der schnelle Aufbau eines Hochleistungs-Ladesystems mit 350 Kilowatt nötig.

Die Gesamtkosten für den Ausbau eines Systems öffentlicher Lkw-Ladesäulen entlang der Autobahnen schätzen das Fraunhofer ISI auf 200 bis 500 Millionen Euro, je nach Dichte des Ladenetzes, der Marktdurchdringung der Elektro-Lkw und den Kostensenkungen bei der Infrastruktur. 

Die Flottengrenzwerte der EU für schwere Nutzfahrzeuge erfordern eine Reduzierung der mittleren CO2-Emissionen bei den Hersteller-Flotten bis 2030 um 30 Prozent gegenüber 2019.

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