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2019 | OriginalPaper | Buchkapitel

6. Projektlebenszyklus von Roboteranlagen

verfasst von: Andreas Pott, Thomas Dietz

Erschienen in: Industrielle Robotersysteme

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

Die Realisierung von Roboteranlagen erfordert das Zusammenspiel verschiedener Akteure in einem technisch komplexen und vielschichtigen Projekt. Wichtig hierbei ist, dass eine klare Projektorganisation und gute Kommunikationswege existieren, um technische und organisatorische Probleme schnell lösen zu können und um sicherzustellen, dass alle Akteure über den gleichen Informationsstand verfügen. Dabei ist die schriftliche Dokumentation aller Festlegungen sehr wichtig. Durch die technische Komplexität von Roboteranlagen kommt es während der Entwicklung meist zu Änderungen an Konzept und technischer Ausgestaltung. Die Auswirkungen dieser Änderungen auf den Projektabschluss und die Abnahme der Anlage sollten dabei immer schriftlich fixiert werden, um Missverständnisse zu vermeiden. Im Projektlebenszyklus der Anlage geht die Verantwortung kontinuierlich vom Systemintegrator auf den Endnutzer über. Während der Projektanbahnung ist insbesondere darauf zu achten, klar und offen über erreichbare technische Leistungseigenschaften der Anlage zu sprechen. Dies erfordert neben dem Vertrieb des Systemintegrators und der Komponentenhersteller die Einbindung technischer Fachleute. Die Entwicklung und der Hauptanteil der Integration der Anlage findet durch den Systemintegrator auf dessen Betriebsgelände statt. Diese Phase endet mit der Vorabnahme (Factory Acceptance Test, FAT). Fehler sollten so weit wie möglich in dieser Phase beseitigt werden, bevor die Anlage zum Endnutzer ausgeliefert wird. Bei der Inbetriebnahme beim Endnutzer sind zahlreiche Tätigkeiten zur Integration der Roboteranlage mit bestehenden Maschinen und der Infrastruktur des Endnutzers notwendig und der Zugang zur Anlage ist erschwert. Daher sollten konzeptionelle Probleme auf jeden Fall noch beim Systemintegrator vor der Auslieferung behoben werden. Der Endnutzer muss seine Produktion entsprechend für die Installation der Anlage vorbereiten und die notwendige Infrastruktur zur Integration bereitstellen. Gerade in der Anfangsphase ist dabei mit Produktionsunterbrechungen zu rechnen. Im Betrieb ist der Endnutzerfür die wirtschaftliche Nutzung der Anlage verantwortlich. Er sollte den Anlageneinsatz kontinuierlich überprüfen, um die Einplanung der Anlage in der Produktion optimieren zu können. Zur Behebung von Störungen sind eine schnelle Reaktionsfähigkeit des Systemintegrators und eine entsprechende Schulung des Personals des Endnutzers wichtig.
Metadaten
Titel
Projektlebenszyklus von Roboteranlagen
verfasst von
Andreas Pott
Thomas Dietz
Copyright-Jahr
2019
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-25345-5_6

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