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2018 | OriginalPaper | Buchkapitel

Die soziale Mischung im Quartier – ein Garant für soziale Inklusion und für die Schaffung sozialer Stabilität benachteiligter Bevölkerungsgruppen?

verfasst von: Verena Texier-Ast

Erschienen in: Die kompakte Stadt der Zukunft

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

Der Beitrag von Verena Texier-Ast stellt Ergebnisse einer Fallstudie (Datenerhebung 2015) zu Maßnahmen zur Umsetzung „sozialer Mischung“ am Beispiel des Münchener Neubaugebiets Ackermannbogen, ein ehemaliges Kasernengelände, dar. Im Anschluss an eine Rekapitulation der zugrunde liegenden theoretischen Diskussionen zu sozialer Mischung, werden unterschiedliche Wege zur Wohnungsbauförderung unter eben diesem Aspekt präsentiert und entlang des Münchener Modells veranschaulicht. Der Beitrag präsentiert schließlich Ergebnisse einer sozialen Netzwerkanalyse der Bewohner*innen im Ackermannbogen aus sozial geförderten Wohnungen (N = 45 Haushalte) und zusätzlich 16 damit verknüpfte Leitfadeninterviews. Dabei werden Netzwerke bzw. Kontakte unterschieden, die eine sozial stabilisierende Wirkung haben, weil sie einen größeren sozial-räumlichen Wirkradius entfalten, und solche, die sozial weniger stabilisierend wirken, weil sie lediglich klein-räumlich wirken und sozial relativ homogen sind. Im Ergebnis der Studie stehen die ergriffenen Versuche in München im untersuchten Quartier, soziale Mischung mittels Wohnungsbauförderung zu erreichen, in einem kritischeren Licht – nicht zuletzt da das Quartier nicht primär als dicht-gemischtes angelegt worden ist. Stattdessen werden lebensweltlich bedeutsame Einrichtungen wie Kindertagesstätten als sozial mischende Kontaktpools von der Autorin heraus gearbeitet, die es sich lohne, weiter in dieser Hinsicht zu erforschen.

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Fußnoten
1
Die Begriffe „soziale Netzwerke“ und „soziale Netze“ werden in diesem Beitrag synonym zueinander verwendet.
 
2
Zur besonderen Bedeutung von Wohnungsunternehmen bei der Umsetzung integrativer Quartiersentwicklung im Zuge des Städtebauprogrammes „Soziale Stadt“ vgl. Grzesiok et al. (2014).
 
3
Die Begriffe der sozialen und sozio-ökonomischen Mischung werden im wissenschaftlichen Diskurs vermehrt analog zueinander verwendet; so auch in diesem Beitrag.
 
4
Dass im Bereich der sozialen Mischung ebenso von einer demografischen bzw. ethnischen Mischung ausgegangen werden kann, erscheint evident. Dieser Aspekt wird an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt. Zu dieser Thematik vgl. Spiegel (2001).
 
5
Aufgrund des zu großen sozio-ökonomischen Gefälles kann von keinem Einfluss der Oberschicht auf die Unterschicht ausgegangen werden. Ebenso verhindert dieses Gefälle die soziale Inklusion in jene Schicht (Geißel 2008, S. 2).
 
6
Es ist davon auszugehen, dass sich soziale Beziehungen nicht zwingendermaßen seit dem Zuzug zum Quartier ergeben, sondern zeitlich verzögert.
 
7
Dabei sei in diesem Kontext angemerkt, dass der Verwandtschaftsgrad nicht zwingenderweise zu einer starken Beziehung zwischen Personen führen muss und eine Beziehung auf Grundlage einer Arbeitsbeziehung nicht per se als schwach einzustufen ist (Panther 1997, S. 78). Ferner sind neben den hier dargestellten „strong [und] weak ties […] Übergangsphänomene [in beide] Richtungen“ anzutreffen, auf welche jedoch an dieser Stelle nicht weiter eingegangen wird (ebd. 1997, S. 78).
 
8
Von dieser Quote abweichend stellt sich der 2. Bauabschnitt Süd-Ost dar, wie Tab. 1 zeigt. So liegt hier die Förderquote bei insgesamt 30 %. Dies ist damit zu begründen, dass „der Bereich Süd-Ost […] Eigentum der Post AG und des Freistaates [war]. Beide wurden über die SoBoN [sozial gerechte Bodennutzung] an der Maßnahme beteiligt. Daher [sind] hier nur 30 % geförderter Wohnungsbau [anzutreffen]“ (Expertin des Referates für Stadtplanung und Wohnungsbau 2016).
 
9
Zu den geltenden Höchstsätzen zur Berechtigung einer geförderten Wohnung vgl. Bayern Portal (2016).
 
10
Dabei umfasst Tab. 1 im Bereich der EOF-Förderung auch Wohnungen, die durch die Baugenossenschaft Wagnis eG errichtet worden sind. Jene Wohnungen werden aufgrund des partizipativen Charakters der Wagnis eG aus der Analyse dieser Studie ausgeschlossen, wodurch sich die Anzahl der zu untersuchenden Haushalte auf 126 reduziert (vgl. Wagnis.org 2015).
 
11
Da die Person nicht namentlich genannt werden wollte, erscheint jene im Quellenverzeichnis unter Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München. (2015) bzw. (2016).
 
12
Dabei sei an dieser Stelle angemerkt, dass es aufgrund von Rundungen zu Abweichungen bei der Summenbildung kommen kann.
 
Literatur
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Metadaten
Titel
Die soziale Mischung im Quartier – ein Garant für soziale Inklusion und für die Schaffung sozialer Stabilität benachteiligter Bevölkerungsgruppen?
verfasst von
Verena Texier-Ast
Copyright-Jahr
2018
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-18734-7_13