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24.02.2021 | Bankstrategie | Nachricht | Onlineartikel

Deutsche Bank baut Payment-Geschäft aus

Autor:
Stefanie Hüthig
2 Min. Lesedauer

Unter dem Namen "Merchant Solutions" steigt Deutschlands größte Privatbank wieder ins Zahlungsakzeptanzgeschäft ein. Damit will das Institut eine Lücke in seiner Payment-Wertschöpfungskette schließen.

Die Deutsche Bank erweitert ihre Payment-Aktivitäten, die bisher aus den Divisionen Retail, Corporate & Treasury Solutions sowie Clearing & Settlement Services bestanden, um den Bereich "Merchant Solutions", das Zahlungsakzeptanzgeschäft. Ganz neu ist dieses Betätigungsfeld für das Institut nicht, denn wie andere Geldhäuser hatte die Deutsche Bank das Geschäft in der Vergangenheit schon einmal betrieben und, als es sich nicht mehr lohnte, aufgegeben. Dies gab Ole Matthiesen, Leiter globales Cash Management, am 24. Februar 2021 bei der Ankündigung vor Journalisten auch zu. Dank Digitalisierung sowie dem Trend zu Plattformen, der zunehmenden Regulierung auch von Fintechs und zur vertikalen Integration habe sich das Bild aber gewandelt.

Mit Merchant Solutions will die Deutsche Bank die letzte Meile zum Kunden überbrücken. Dieser Bereich soll aus dem Acquiring, also ihrer Tätigkeit als Händlerbank, in die es wieder einsteigt, und ihren Aktivitäten als Payment Service Provider (PSP) bestehen. Als PSP will das Institut seinen Unternehmenskunden neben Kartenzahlungen künftig als Plattform dienen und darüber alternative Paymentmethoden (APM) anbieten, etwa Paypal, Klarna, Amazon Pay, Alipay und We Chat Pay.

Altes neues Angebot setzt auf Bestandskunden auf

Bei dem Wiedereinstieg in das Geschäftsfeld setzt die Deutsche Bank ihre Hoffnung auf ihre 800.000 Business-Banking-Kunden, wenn auch das Angebot nicht für den kompletten Bestand relevant sei, wie Matthiesen einschränkte. Die Aktivitäten werden ausgehend von Deutschland und Europa aufgebaut, Ziel ist die globale Expansion. Noch 2021 sollen erste Meilensteine erreicht werden. Zu dem Markt- und Ertragspotenzial wollte sich das Geldhaus nur insofern äußern, als dass das Angebot für einen "signifikanten" Teil der Corporate Bank von Interesse sei.

Des Weiteren zeigte die Deutsche Bank eine Anwendung, mit der sich bestehende Geräte wie Smartphones oder Tablets zum Bezahlterminal für kontaktlose Zahlungen machen lassen. "Payment-Akzeptanz ist ein Software-Thema", ist Kilian Thalhammer, Leiter Merchant Solutions der Deutschen Bank, überzeugt. Mit dieser Meinung dürfte Thalhammer nicht allein dastehen: Jüngst hat die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) hat die Bezahlterminal-App "PhonePOS", entwickelt von CCV und Rubean, gemäß Digitalem Terminal-ohne-PIN-Pad (Digital TOPP) für die Verarbeitung der kontaktlosen Girocard freigegeben.

Eine Meldung zum Digitalen Terminal-ohne-PIN-Pad lesen Sie im Bankmagazin (Ausgabe 2-3 | 2021). Auf eine Titelgeschichte zum Thema Zahlungsverkehr dürfen Sie sich in Bankmagazin 4/2021 freuen.


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