Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

01.12.2011 | Originalbeitrag | Ausgabe 4/2011

Gesunde Pflanzen 4/2011

Biotechnische Regulierung der Kohlmottenschildlaus in Kohlgemüse – Sachstand und Perspektiven

Zeitschrift:
Gesunde Pflanzen > Ausgabe 4/2011
Autoren:
Helmut Saucke, Britta Schultz, Rainer Wedemeyer, Nadine Liebig, Olaf Zimmermann, Peter Katz

Zusammenfassung

Ziel der Studie war die Erarbeitung einer kombinierten Regulierungsstrategie für die KohlmottenschildlausAleyrodes proletella in Ökologischem Kohlgemüse, mit den zwei Ansatzpunkten a) Kulturschutznetz und b) dem natürlichen GegenspielerEncarsia tricolor. Allein die durchgehende Abdeckung von Rosenkohl mit feinmaschigem Kulturschutznetz (0,8 × 0,8 mm) vom Verpflanzen bis Ende Oktober erzielte in der Hauptbefallsphase im September >70 % Befallsreduktion. Das zeitweise Abnehmen der Netze für die mechanische Unkrautregulierung kann als Hauptursache für Initialbefall unter Netz angesehen werden. Die von der Katz Biotech AG bezogene Schlupfwespe sollte deshalb sowohl zur Befallsregulierung unter Netz in Parzellenversuchen, als auch im offenen Feld ohne engmaschige Netzabdeckung auf Praxisschlägen getestet werden.
Im Parzellenversuch stimmten verschiedeneE. tricolor Dosierungsstufen mit den Wiederfundparametern im Feld und dem jeweiligen Parasitierungsgraden gut überein. Die anfänglich schwachen Parasitierungswerte 2007/2008 ließen sich in 2009 auf bis zu 33 % steigern. Letzteres Parasitierungsergebnis unter Netz war deutlich befallssenkend und erbrachte 16 % Mehrertrag gegenüber der Netz-Vergleichsvariante ohneE. tricolor-Einbringung. Auch auf Praxisflächen mitE. tricolor-Punktsetzungen im offenen Feld 2008 und 2009 lag die Parasitierung höher als in der Referenz ohne Freilassung. In 2009 wurde zur kritischen Hauptbefallsphase im September eine signifikant höhere Parasitierung und 43%ige Befallreduktion erzielt.
Bezüglich des Einsatzes vonE. tricolor ließen sich als drei wesentliche Meilensteine a) die Etablierungsfähigkeit unter Feldbedingungen mit und ohne Netz, b) über erhöhte Parasitierung eine Befallsreduktion und c) die Ertragswirksamkeit der Nützlingsanwendung erreichen. Für eine perspektivische Kommerzialisierung vonE. tricolor wird die frühe Synchronisation in der Initialbefallsphase eine Schlüsselrolle spielen, weshalb weiter Untersuchungsbedarf hinsichtlich der Feinabstimmung von Freilassungsbeginn, -intervall und -menge besteht.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Sie möchten Zugang zu diesem Inhalt erhalten? Dann informieren Sie sich jetzt über unsere Produkte:

Springer Professional "Wirtschaft+Technik"

Online-Abonnement

Mit Springer Professional "Wirtschaft+Technik" erhalten Sie Zugriff auf:

  • über 69.000 Bücher
  • über 500 Zeitschriften

aus folgenden Fachgebieten:

  • Automobil + Motoren
  • Bauwesen + Immobilien
  • Business IT + Informatik
  • Elektrotechnik + Elektronik
  • Energie + Umwelt
  • Finance + Banking
  • Management + Führung
  • Marketing + Vertrieb
  • Maschinenbau + Werkstoffe
  • Versicherung + Risiko

Testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.

Springer Professional "Technik"

Online-Abonnement

Mit Springer Professional "Technik" erhalten Sie Zugriff auf:

  • über 50.000 Bücher
  • über 380 Zeitschriften

aus folgenden Fachgebieten:

  • Automobil + Motoren
  • Bauwesen + Immobilien
  • Business IT + Informatik
  • Elektrotechnik + Elektronik
  • Energie + Umwelt
  • Maschinenbau + Werkstoffe




Testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.

Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 4/2011

Gesunde Pflanzen 4/2011 Zur Ausgabe