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01.02.2018 | Innovationsmanagement | Im Fokus | Onlineartikel

Kreatives Chaos führt zu höheren Kosten

Autor:
Marion Mink

Bisher glaubten Unternehmen, dass unstrukturierte Entwicklungsprozesse der Weg zu neuen, umsatzstarken Produkten sind. Das Gegenteil ist der Fall, zeigt eine Studie. Das kreative Chaos hat klar Nachteile.

Auf dem Schreibtisch stapeln sich lose Blattsammlungen, gebrauchte Kaffeetassen umringen die Computertastatur, Brötchenkrümel bedecken Tischplatte und Boden. So manch einem kreativen Kopf entspringen die Ideen ausschließlich in einer von Chaos geprägten Umgebung. Das mag von Fall zu Fall berechtigt sein, wie die Springer- Autoren Christian Düncker und Lisa Schütte im Buchkapitel "Innovationsmanagement für Markenleistungen" (Seite 22) betonen: "Die frühe und kreative Phase ist unstrukturiert. Hier werden neue Technologien und Ideen entwickelt, und unter Einfluss der Strategie, die als Filter dient, bewertet. Die frühe Phase dient der Kreativität und ist der Generierung von Ideen gewidmet, während die späte Phase klarer strukturiert und systematischer abläuft."

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Laut der Studie "Erfolg im Wandel - Change Readiness Index 2017" (PDF), welche die Unternehmensberatung Staufen 2017 durchführte, ist eine strukturierte Herangehensweise an kreative Prozesse allerdings kostensparender. 658 Unternehmen aus ganz Deutschland nahmen an der Studie teil. Mehr als 60 Prozent der Befragten kommen aus den Bereichen Maschinen- und Anlagebau, Elektro- und Automobilindustrie. 

Ordnung führt zu erfolgversprechenden Produkten

Um Entwicklungen voranzutreiben, sind innovative Ideen notwendig. Obwohl in vielen Firmen, vor allem in Bereichen wie Produktion und Logistik, klar definierte Prozesse den Arbeitsalltag effizient gestalten, herrscht in den Abteilungen Forschung und Entwicklung eine zerstreute Wissenschaftlermentalität. Dabei zeigen Marktanalysen, dass während eines geordneten Entwicklungsprozesses mehr neue Produkte in kürzere Zeit für den Markt entstehen. 61 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie Innovationen systematisch auf die Sprünge helfen. 46 Prozent davon lenken den kreativen Prozess von Anfang an in geordnete Bahnen, da eine strukturierte Vorgehensweise niedrigere Kosten beschert. 


Fehler gehen im Innovationschaos unter

Fehler, die während der Entwicklung entstehen, verstecken sich häufig im Schutz des kreativen Chaos. Kommen diese Mängel dann in weiterentwickelten Prozessphasen ans Licht, führen sie zu erheblichen Mehrkosten, da personeller und materieller Aufwand nötig ist, um diese Fehler zu beheben. Mitarbeiter, die für Innovationen zuständig sind, misstrauen jedoch einem geregelten Erfindergeist. Dabei bleibt dem kreativen Kopf genügend Freiraum. Es gilt die Routineabläufe in diesen Abteilungen zu optimieren, damit Zeit und Ressourcen für wichtige Aufgaben bleiben.

"Die Unternehmen müssen sich wieder und wieder anpassen, Innovation und Veränderung werden zum Tagesgeschäft. Dabei wird das größte Augenmerk auf den Menschen liegen, denn nur sie sind kreativ genug, um Innovationen zu gestalten, und nur sie sind wirklich flexibel. Allein die Menschen im Unternehmen sind in der Lage, die Herausforderungen des globalen Kundenmarkts zu bewältigen – wenn sie denn wollen, können und dürfen“, beschreibt Springer-Autor Axel Korgel im Buch "Neue Entwicklung in der Unternehmensorganisation" die wichtige Rolle der Mitarbeiter in kreativen Prozessen (Seite 510). 

Die tägliche Routine findet ihren Anfang auf dem Schreibtisch. Es kostet nur wenig Zeit den unordentlichen Arbeitsplatz wieder in den Griff zu bekommen. Leere Kaffeetassen wandern abends in die Spüle, Brötchenkrümel in den Mülleimer, Papiere landen in den Ablagekörben. Ein aufgeräumter Schreibtisch schafft Freiräume für kreative Ideen. Manchmal jedenfalls.

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