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15.05.2019 | Ladeinfrastruktur | Nachricht | Onlineartikel

Tesla bringt CCS-Standard und 250-Kilowatt-Ladesäulen

Autor:
Sven Eisenkrämer

Tesla erweitert seine Ladetechnik. Der Elektroautobauer hat die dritte Version seiner Supercharger-Ladestation mit bis zu 250 Kilowatt Ladeleistung vorgestellt und öffnet seine Fahrzeuge in Europa für den CCS-Standard.

Alle Tesla-Fahrzeuge können künftig per Adapter mit einer CCS-Combo-2-Kupplung am europäischen Schnellladestandard Combined-Charging-System geladen werden. Bis zur Einführung des jüngsten Fahrzeugtyps, dem Model 3, hatte der kalifornische Elektroautobauer Tesla beim Schnelladen seiner Fahrzeuge noch ausschließlich auf das eigene Netz von Supercharger-Ladestationen mit eigens konfigurierten Gleichstrom-Typ-2-Anschlüssen gesetzt. Die Europa-Version des Model 3 war die erste, die mit dem Combo-2-Stecker des CCS kompatibel war. Per Adapter können künftig auch Model S und Model X auf den verbreiteten Schnellladeanschluss zugreifen. Dazu benötigen Fahrzeuge, die vor dem 1. Mai 2019 produziert wurden, allerdings eine Nachrüstung der Bordelektrik. 500 Euro (inklusive Adapter) ruft Tesla dafür von den Besitzern ab. Die maximale Ladeleistung der Fahrzeuge ist mit Combo-2-Adapter am CCS nicht geringer als über den direkten Anschluss am Supercharger, beträgt aktuell also 120 Kilowatt, heißt es von Tesla auf Nachfrage unserer Redaktion. 

1.600 Kilometer Reichweite pro Stunde nachladen

Über seine eigenen Supercharger-Ladestationen will das Unternehmen von Elon Musk künftig eine maximale Ladeleistung von 250 Kilowatt erreichen. Dazu haben die Entwickler die dritte Generation der Supercharger-Ladesäulen vorgestellt. "V3" habe eine völlig neue Architektur, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Ein 1 MW starkes Modul liefere die Leistung, um pro Supercharger und Auto bis zu 250 Kilowatt Ladeleistung zu realisieren. Die Supercharger-Stationen seien mit neuer Leistungselektronik versehen und ermöglichten auch bei parallelem Laden mehrerer Fahrzeuge an benachbarten Säulen den Abruf der vollen Leistung ohne Aufteilung der Leistung. Tesla gehe davon aus, dass die Ladezeiten mit V3 um durchschnittlich 50 Prozent reduziert werden können. Als Beispiel nennt Tesla ein Model 3 Long Range, bei dem bis zu 120 Kilometer Reichweite in fünf Minuten nachgeladen werden können. Die Laderate soll bis zu rund 1.600 Kilometer Reichweite pro Stunde betragen.

Die V3-Supercharger werden bereits in Nordamerika realisiert, ab dem vierten Quartal 2019 sollen sie dann auch in Europa errichtet werden. Bislang leisten die V2-Supercharger 120 Kilowatt maximale Ladeleistung. Tesla startete allerdings bereits die Erweiterung der 12.000 V2-Säulen auf bis zu 145 Kilowatt.

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