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03.02.2016 | Leadership | Kolumne | Onlineartikel

Führung braucht Einladungen

Autor:
Boris Gloger

Führungskräfte stehen oft vor der Ungewissheit, wie sie mit ihren Mitarbeitern umgehen dürfen. Agile Führungsmodelle bieten Lösungen für dieses Problem, so Gastautor Boris Gloger in einer Kolumne.

Darf man heute Mitarbeitern noch sagen, was man von ihnen will? Ist Führen noch zeitgemäß? Viele Führungskräfte sind verunsichert. Was dürfen sie noch und wie sollten sie ihren Mitarbeitern helfen? Diese Unsicherheit schafft Unzufriedenheit und führt zu nicht optimalen Ergebnissen. Agile Führungsmodelle zeigen den Ausweg, in dem sie zum freiwilligen Mitmachen einladen.

Die Top-Manager der Großunternehmen erkennen, dass ihre Top-Down-Managementattitüden ihnen selbst und ihren Unternehmen schaden. Doch wie Managen, wenn das klassische Führen versagt – und dennoch mehr als jemals zuvor von ihnen erwartet wird? Eine zweite Herausforderung: wie führt man die Generation Y? Diese will: flexible Arbeitszeiten, flache Hierarchien, Home Office und Manager, die ihnen dabei helfen, ihren Job zu machen, anstatt in Statusmeetings Performance abzufragen. Der Manager als Einpeitscher und Controlletti hat ausgedient.

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Die Führungskraft als Gastgeber

Stellen Sie sich vor, Sie sind Gastgeber einer Party. Es gilt Ihre Hausordnung mit Ihren Regeln. Sie hoffen und verlassen sich darauf, dass die Menschen in Ihrem Raum sich an Ihre Vorgaben halten. Bei Ihrer Party ist Ihren Gästen intuitiv klar, welche Regeln gelten. Wir alle halten uns an die gesellschaftlichen Gepflogenheiten. Im Businesskontext ist oft nicht transparent, welche Regeln die Führungskraft aufgestellt hat. Geschickt wäre es, wenn die Spielregeln gemeinsam mit den Mitarbeitern aufgestellt werden. Führungskräfte, die Menschen zum Mitmachen einladen – zum Mitgestalten sowohl der Form als auch des Inhalts – werden mit Mitarbeitern Kollegen zusammenarbeiten, die mit Herz und Seele bei der Sache sind. Aber wie fängt man an? Beginnen Sie mit einer Einladung an Ihre Kollegen. Sagen Sie darin:

  1. ganz klar, worum es geht;
  2. deutlich, was erwartet wird;
  3. was mit dem Erarbeiteten geschieht und
  4. machen Sie es den Eingeladenen einfach, bei der Sache mitzumachen,
  5. stellen Sie das Mitmachen, also das Kommen zu Ihrem Meeting, Projekt oder ähnlichem frei.

Braucht Agilität überhaupt Führung?

Diese Einladung ist der Grundstein einer agilen Führung. Der zweite wesentliche Punkt: Legen Sie den Zweck des gemeinsamen Tuns immer nach außen, sprich: nah am Kunden bleiben. In manchen Unternehmen erhebt eine Abteilung die Anforderungen für das Produkt und eine andere darf nur liefern, was von der Anforderungsabteilung vorgeschrieben wird – so entsteht eine Entfremdung vom eigentlichen Zweck des Arbeitens. Für Wissensarbeit tödlich. Wenn Sie als Führungskraft Ihren Fokus noch aktiv darauf richten, dass Ihre Kollegen zusammenarbeiten und immer die Herausforderung des Kunden vor Augen haben, ist viel gewonnen.

In einem agilen Umfeld wird wieder geführt, nicht nur gemanaged. Gebraucht werden Sie – schaffen Sie Räume, in denen Ihre Kollegen autonom, selbstverantwortlich und mit Leidenschaft arbeiten können.

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