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16.04.2018 | Personalmanagement | Im Fokus | Onlineartikel

Digitalisierung in betrieblicher Altersvorsorge angekommen

Autor:
Anne Steinbach

​​​​​​​Mittlerweile ist die Digitalisierung auch in der betrieblichen Altersvorsorge angekommen. Eine aktuelle Studie erklärt, wieso sich zwei Drittel der befragten Unternehmen eine digitale Informationsplattform für Mitarbeiter und Personalabteilung wünschen.

100 Verantwortliche der bAV in Unternehmen in Deutschland wurden für die aktuelle Studie der international tätigen Unternehmensberatung Mercer und dem Marktforschungsinstitut forsa zum Thema Digitalisierung in der betrieblichen Altersvorsorge befragt. Knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen erwarten durch die Digitalisierung eine Reduzierung des Verwaltungsaufwands. Etwa die Hälfte plant, zukünftig verstärkt in die Digitalisierung und Automatisierung der bAV-Verwaltung zu investieren. 

Mehr Interesse an Onlineplattform


Für 65 Prozent der Befragten wäre dabei eine Plattform attraktiv, die den Versorgungsstand der Mitarbeiter sowie alle Nebenleistungen übersichtlich darstellt. Vor allem für Betriebe, welche die Altersversorgung selbst organisieren, ist solch eine Plattform interessant (74 Prozent). 

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60 Prozent der Befragten halten ein Online-Portal, das nicht nur stichtagsbezogene, sondern stets aktuelle Leistungsnachweise zur Verfügung stellt, für sinnvoll. "Digitale Lösungen reduzieren nicht nur den Verwaltungsaufwand und entlasten dadurch die Personalabteilung, sondern tragen auch dem gestiegenen Informationsbedarf in der betrieblichen Altersversorgung Rechnung", erklärt Mercer-Experte Ralf Laumann.

Steigender Verwaltungsaufwand der betrieblichen Altersvorsorge


Eine der zahlreichen Möglichkeiten privat vorzusorgen ist die betriebliche Altersvorsorge. Sie ist eine der ältesten Formen privater Altersvorsorge in Deutschland und gehört heute zur geförderten Zusatzversorgung der zweiten Schicht im so genannten Drei-Schichten-Modell. Durch die Finanzierung aus dem Bruttoeinkommen und die damit verbundene steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Förderung stellt sie eine der attraktivsten Formen für die private Altersvorsorge überhaupt dar. Wegen der Vielzahl gültiger Rechtsnormen und die sich ständig ändernde Rechtsprechung, ist sie allerdings in der Praxis auch recht komplex", schreibt Springer-Autor Robert Schwarz in seinem "Praxisleitfaden betriebliche Altersvorsorge" (Seite V). 

Bisher nutzt der Großteil der Befragten Versicherungslösungen eines externen Anbieters. Dazu kommt, dass, laut der Studie, der Verwaltungsaufwand der bAV in vier von zehn Betrieben in den letzten fünf Jahren zugenommen hat. Als Hauptgrund dafür nennen knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen den gestiegenen Informationsbedarf der Mitarbeiter. Komplexere Prozesse oder strengere gesetzliche Auflagen sind für etwa jedes zweite befragte Unternehmen ursächlich für den erhöhten Aufwand. Mittlerweile ist die betriebliche Altersversorgung in fast allen deutschen Unternehmen mit 500 bis 5.000 Mitarbeitern etabliert.

Externe Anbieter sollten über Zertifizierung und digitale Lösung verfügen


Knapp jedes zweite Unternehmen hat die Verwaltung der betrieblichen Altersversorgung bereits ganz oder zumindest teilweise ausgelagert. 83 Prozent der Betriebe sind der Meinung, dass die Zusammenarbeit mit einem Full-Service-Anbieter einfacher ist als mit mehreren Partnern.

"Der externe Dienstleister sollte neben der Versicherungsadministration sowohl die Anwartschafts- als auch die Rentenverwaltung beherrschen. Wer hier durch eine entsprechende Zertifizierung der Prozesse seine Kompetenzen und eine hohe Qualität nachweisen kann, erhöht das Vertrauen", so Ralf Laumann. 

Außerdem sollte ein lückenloser Datenaustausch zwischen dem Arbeitgeber, dem bAV-Dienstleister und weiteren involvierten Parteien wie beispielsweise Versicherern sichergestellt sein. Darauf legen fast alle Befragten Wert (98 Prozent). "Durch einen reibungslosen Ablauf digitaler Prozesse werden die Personalabteilungen massiv entlastet", stellt Ralf Laumann fest. 83 Prozent der Unternehmen messen der Kompetenz externer Dienstleister im rechtlichen Bereich eine hohe Bedeutung bei. Für drei Viertel der Befragten ist das Anbieten einer digitalen Lösung ein wichtiger Aspekt bei der Zusammenarbeit.

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