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06.03.2018 | Privatkunden | Infografik | Onlineartikel

Trendwende bei den Provisionserträgen

Autor:
Barbara Bocks

Die Provisionserträge der deutschen Kreditinstitute sind von 2016 auf 2017 am meisten angestiegen, und zwar am höchsten seit 13 Jahren.

Das geht aus einer Untersuchung der Beratungsgesellschaft Barkow Consulting hervor, die analysiert hat, wie sich die Provisionserträge von Banken mit Fokus auf dem Privatkundengeschäft von 2016 auf 2017 entwickelt haben. Als Basis hierfür dienten laut dem Beratungshaus vorläufige Ergebnisse von mehr als 500 Sparkassen und Genossenschaftsbanken in Deutschland, die zusammen 43 Prozent des relevanten Marktes aus 2016 repräsentieren. 2017 verzeichneten die Institute ein Plus von 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr bei den Provisionserträgen. Einzelne Häuser konnten dieses Ergebnis in der Untersuchung sogar um über 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöhen. Ob die erhöhten Erträge allerdings aus dem Wertpapier- oder Zahlungsverkehrsgeschäft kommen, hat das Beratungshaus nicht genauer untersucht. Spitzenreiter bei der Auswertung ist laut "Finanz-Szene.de" die Mittelbrandenburgische Sparkasse, die ihr Ergebnis um 31 Prozent steigern konnte. Seit Herbst 2016 hat das Institut seine Gebühren für die Kontoführung erhöht. Onlinekunden zahlen 2,50 Euro im Monat. Auch der Preis für das Premium-Konto stieg laut Angaben von "Finanz-Szene.de" von 6,50 auf 8,50 Euro.

2018 werden die Erträge wohl weiter steigen

Andere Banken haben bereits früher an der Kostenschraube gedreht. So hat die Postbank beispielsweise im November 2016 die Gebühren für ihre Girokonten erhöht. Ab diesem Zeitpunkt mussten Kunden anstelle des kostenlosen Girokontos das so genannte Postbank "Konto Giro direkt" für 1,90 Euro pro Monat wählen. Auch für das Jahr 2018 geht Barkow Consulting davon aus, dass die Provisionserträge weiter ansteigen, da "Gebührenerhöhungen aus 2017 noch nicht die kompletten zwölf Monate wirksam sind". Mit den steigenden Provisionserträgen können die Institute dann ihre Filialen subventionieren. Gerade beim Vergleich von Direkt- zu Universalbanken gehen die kostenbedingten Unterschiede weit auseinander, heißt es in dem Artikel der aktuellen Juli-August-Ausgabe von Bankmagazin "Viele Ansätze haben ihre Berechtigung" (Seite 27). Tobias Keser, Bankenexperte von Sopra Steria Consulting, schätzt in dem Artikel, "dass die Kosten für Miete, IT, Geschäfts‡-Ausstattung und Personal in der Regel bei Universalbanken vier- bis fünfmal so hoch wie bei Direktbanken sind, insbesondere, wenn sie Flag-Ship-Stores in prestigeträchtigen Lagen betreiben".

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