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19.11.2014 | Public Relations | Im Fokus | Onlineartikel

Ich bin die Summe meiner Apps

Autor:
Michaela Paefgen-Laß

Für 34 Millionen Deutsche ist das Smartphone treuester Begleiter. Apps machen mobile Geräte zum Unterhaltungsmedium und Ausdruck der Persönlichkeit. Der Markt boomt. Doch was macht eine App erfolgreich?

Zeige mir dein Smartphone und ich sage dir wer du bist. Apps sind Spiegel der Bedürfnisse und Ansprüche ihrer Nutzer. "Die unglaubliche Vielfalt und die stürmische Innovation im App-Markt sind eine Folge der Anbieter-Strategien, möglichst spezifische Lösungen für jedem einzelnen Menschen zu produzieren", schreibt Springer-Autor Thilo Büsching in "Apps verstehen und Gestalten" (Seite 221). Individualität ist im digitalen Zeitalter Trumpf. Der Markt richtet sich nicht mehr an Zielgruppen, sondern am Einzelnen aus. Uniform ist lediglich das Bedürfnis nach der Wetterprognose.

Apps sind Trumpf

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Mit rund 3,24 Millionen Unique Nutzern pro Monat (9,5 Prozent) gehören die Apps von Wetter.com zu den Top-Favoriten der Smartphonenutzer, plattformübergreifend. Die jüngste von der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) herausgegebene Studie "mobile facts II 2014" verzeichnet für das zweite Quartal des Jahres einen weiteren sprunghaften Anstieg des mobilen Internets. Über 34 Millionen Deutsche und damit 28 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum sind mit dem Handy rund um die Uhr mobil unterwegs.

Sie wollen informiert werden oder sich unterhalten. Zwar telefonieren immerhin noch 80,9 Prozent mit ihrem Gerät und 77,9 Prozent nutzen das Handy als mobile Internetsuchmaschine. Dicht danach folgen auf der Beliebtheitsskala Inhalte über das Wetter (75,5 Prozent), zum Weltgeschehen (52,2 Prozent), regionale News (50,2 Prozent) und Sport (38,2 Prozent). Apps werden mobil fast doppelt so häufig eingekauft (40,1 Prozent) wie Bücher (21 Prozent) und Schuhe (19,2 Prozent).

Vermittler zwischen Realität und virtueller Welt

Die bunten Apps faszinieren nicht nur, weil sie unterhaltsam und von unmittelbarem Nutzwert sind. Sie orientieren sich am aktuellen nutzerspezifischen Bedürfnis und wirken deshalb gegenwartsbezogen und authentisch. Nach Meinung von Springer-Autorin Sina Hegny in "Marken auf dem Smartphone - Wie Marken-Apps junge Nutzer begeistern können" begründet sich ihr Potential darin, dass "die Funktionen mit der Realität verknüpft sind und die Menschen in Zeiten der Digitalisierung wieder auf der suche nach dem "Echten" sind" (Seite 406). Apps sind Erlebnis und Erleben für den Nutzer. Eine einzigartige App auf dem unüberschaubaren hochdynamischen Markt erfolgreich zu gestalten und platzieren eine Herausforderung für jeden Entwickler. Wie also vorgehen?

Erfolgreiche Apps ticken anders

"Finde ein Vakuum" und "Denke unlogisch, kreativ, spinne - konzipiere Produkte abseits von klassischer Bedürfnisanalyse", diese beiden Grundsätze erfolgreicher Programmierer gibt Thilo Büsching künftigen App-Machern mit auf den Weg (Seite 227). Bis zum App-Store und von da aus zum Nutzer empfiehlt der Autor einen strategischen Plan mit vier Stationen (ab Seite 225):

  1. Strategischer Ansatz: Eine Botschaft finden, die zum Produkt passt und die zu größter Aufmerksamkeit und Sympathie führt. Festlegen, was die App können soll.
  2. Aufbau des Netzwerkes: Face-to-Face-Vertrauen aufbauen.
  3. Der Marketing-Mix: Über Social-Media-Kanäle und Testnutzer erste Kontakte zur späteren Fangemeinde herstellen.
  4. Die Turbo-PR: PR-Rückenwind generieren durch die Blogger-, App-, oder PR-Szene. Funktioniert laut Büsching dann, "wenn die App-Strategie, die Qualität der Programmierung, die vielfältige Interaktivität und die innovativen Funktionen konsequent durchdacht, an den Zielgruppen ausgerichtet und nach mehrfachem Testen sorgfältig umgesetzt werden" (Seite 226)

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

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