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Erschienen in: WASSERWIRTSCHAFT 5/2021

01.05.2021 | Forschung

Stauraumverlandung von Hochgebirgstauseen: Experimentelle Modellversuche mit Mischungen aus Kunststoffgranulat und Sand

verfasst von: Prof. Dr.-Ing. Oscar Link, Dipl.-Ing. Andrés Araneda, Dipl.-Ing. Jordan Flores, Dr. Alicia Rivas-Medina, Dr.-Ing. Frank Tinapp, Prof. Dr.-Ing. Bernd Ettmer

Erschienen in: WASSERWIRTSCHAFT | Ausgabe 5/2021

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Zusammenfassung

In Hochgebirgsstauseen erfolgt der Sedimenteintrag aus Einzugsgebieten, die durch Vegetationsmangel geprägt sind und dadurch bei Extremereignissen stark erodiert werden. Das eingetragene Sediment ist oftmals eine Mischung aus Kies und Sand sowie kleineren Anteilen aus Schluffen und Tonen. Der Kies wird als Geschiebe transportiert und bildet am oberen Teil des Stausees einen deltaförmigen Transportkörper, der im Stausee langsam zur Talsperre wandert. Der Sand wird überwiegend in Suspension transportiert und bei den vornehmlich kleineren Stauräumen bis hin zum Absperrbauwerk abgelagert. Der Sedimenteintrag verringert den Stauraum z. T. deutlich. Da Kies im Wesentlichen als Geschiebe und Sand primär als Suspension in den Stauraum eingetragen werden, müssen diese morphodynamischen Prozesse im physikalischen Modell unterschiedlich betrachtet werden. Im Rahmen von zwei Consulting-Projekten an Talsperren in Chile wurden morphodynamische Experimente für Stauräume durchgeführt mit dem Ziel, die Stauraumverlandung durch eingetragenes Sediment aus Kies und Sand zu reduzieren. Als Modellsediment wurde eine Mischung aus Sand und Kunststoffgranulat verwendet. Die Ergebnisse zeigten, dass mit den getesteten innovativen Verfahren im physikalischen Modell die Baggerungen im Stausee deutlich reduziert werden konnten.
Literatur
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[8]
Zurück zum Zitat Zanke, U.: Grundlagen der Sedimentbewegung. Heidelberg: Springer Verlag, 2013. Zanke, U.: Grundlagen der Sedimentbewegung. Heidelberg: Springer Verlag, 2013.
Metadaten
Titel
Stauraumverlandung von Hochgebirgstauseen: Experimentelle Modellversuche mit Mischungen aus Kunststoffgranulat und Sand
verfasst von
Prof. Dr.-Ing. Oscar Link
Dipl.-Ing. Andrés Araneda
Dipl.-Ing. Jordan Flores
Dr. Alicia Rivas-Medina
Dr.-Ing. Frank Tinapp
Prof. Dr.-Ing. Bernd Ettmer
Publikationsdatum
01.05.2021
Verlag
Springer Fachmedien Wiesbaden
Erschienen in
WASSERWIRTSCHAFT / Ausgabe 5/2021
Print ISSN: 0043-0978
Elektronische ISSN: 2192-8762
DOI
https://doi.org/10.1007/s35147-021-0826-3

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