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26.03.2024 | Vergütung | Infografik | Online-Artikel

Inflationsbonus ist keine Selbsverständlichkeit

verfasst von: Andrea Amerland

2 Min. Lesedauer

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Die Inflationsausgleichsprämie ist bis zu 3.000 Euro steuer- und abgabenfrei. Und doch zaudern Unternehmen, die gestiegenen Lebenshaltungskosten ihrer Beschäftigten damit abzufedern.

Soziale Leistungen spielen bei der Arbeitgeberwahl und der Mitarbeiterbindung ein große Rolle. Um so verwunderlicher ist es, dass Unternehmen bei der Inflationsausgleichsprämie offenbar eine lange Leitung haben. Denn 74 Prozent von rund 1.000 deutschen Beschäftigten geben in einer Umfrage von Kantar im Auftrag des Münchner Fintechs Givve an, in den Medien von dieser Sonderzahlung gehört zu haben. Lediglich 53 Prozent wurden durch ihren Arbeitgeber darüber informiert. 46 Prozent sind durch ihr persönliches Umfeld darauf gestoßen.

62 Prozent derjenigen, denen der Inflationsbonus ein Begriff war, haben diesen auch erhalten. Doch nur sieben Prozent der Empfänger wurde der Bonus in voller Höhe von 3.000 Euro gezahlt. Der Großteil (25 Prozent) musste sich mit weniger als 1.000 Euro begnügen.

Höhere Mitarbeiterbindung durch Benefits

45 Prozent fühlen sich durch die Extraleistung bei der Vergütung durch den Arbeitgeber, die auf Betreiben der Bundesregierung seit Oktober 2022 durch das Inflationsausgleichsgesetz steuer- und abgabenfrei gewährt werden kann, wertgeschätzt. Bei 39 Prozent hat der Bonus offenbar die Bindung an das Unternehmen verbessert.

"Eine transparente Kommunikation auf Augenhöhe ist für ein gutes Betriebsklima von unschätzbarem Wert. Darin liegt ein großes Potenzial für Unternehmen, das sie sich zunutze machen sollten und das auf jeden Fall vielerorts noch ausbaufähig ist", kommentiert Patrick Löffler, CEO und CO-Gründer von Givve die Umfrageergebnisse. 

Wenige profitieren vom steuerfreien Sachbezug

Doch offenbar haben Unternehmen dieses Employer-Branding-Instrument im Inflationsmanagement noch nicht für sich entdeckt. Denn auch bei den regelmäßigen Bezuschussungen wie dem steuerfreien Sachbezug, zeigen sie sich eher knauserig. So erhalten diesen bis zu einem Wert von 50 Euro pro Mitarbeiter und Monat steuer- und sozialversicherungsfreien Betrag aktuell gerade einmal elf Prozent der deutschen Angestellten.

"Wer sich eine zufriedene Belegschaft wünscht, die gleichzeitig seltener krank und produktiver ist, der sollte sich als Arbeitgeber überlegen, zusätzlich zum Gehalt weitere Leistungen anzubieten, von denen die Belegschaft profitiert. Davon haben letztlich alle Beteiligten etwas", rät Löffler. Mögliche Benefits können die betriebliche Altersvorsorge sein, die 16 Prozent der Befragten erhalten und die damit aktuell auf Platz eins der gewährten Sonderleistungen liegt oder auch das Jobticket, das zehn Prozent bereits erhalten.

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