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28.11.2018 | Coaching | Checkliste | Onlineartikel

Berufliche Sinnkrisen frühzeitig erkennen

Autor:
Gustav Klötzl
3 Min. Lesedauer

Wer Sinnkrisen entgehen möchte, sollte sich Frühwarnsysteme schaffen, um schnell auf eine mögliche Karriere-Sackgasse zu reagieren. Eine Checkliste hilft, die Bedrohung rechtzeitig zu erkennen und den Handlungsbedarf zu ermitteln, so Gastautor Gustav Klötzl im zweiten Teil seiner Serie.


Checkliste als Frühwarnsystem gegen Sinnkrisen
  • Schauen Sie sich öfter im Internet oder an Stellenbörsen nach beruflichen Alternativen oder attraktiven Stellen um?
  • Wenn Sie von Externen auf einen Positionswechsel angesprochen werden, beschäftigt Sie das lange Zeit?
  • Tauchen in Ihren Gedanken hin und wieder Tätigkeiten und berufliche Herausforderungen auf, die Sie für sich als besonders reizvoll empfinden?
  • Haben Sie Ideen für Ihre berufliche Zukunft, sehen aber wenig Möglichkeiten, diese auch in der aktuellen Praxis umzusetzen?
  • Sehen Sie bei sich Potenziale, die in Ihrer derzeitigen beruflichen Situation nicht abgerufen oder genutzt werden?
  • Wenn Sie an die Entwicklungen der nächsten fünf Jahre in Ihrem Unternehmen denken: Haben Sie dabei Befürchtungen oder Ängste bezogen auf Ihre berufliche Position?
  • Spötteln Sie und Ihre Kollegen manchmal über die eigenen Perspektiven, und nehmen diese Gespräche dann einen eher peinlichen Verlauf?
  • Spüren Sie im beruflichen Umfeld Spannungen und Konflikte, die mit gesundheitlichen oder altersbedingten Ursachen in Verbindung stehen?
  • Sucht man in Ihrem Unternehmen das offene und direkte Gespräch mit Ihnen über Ihre berufliche Zukunft und Entwicklung?
  • Fühlen Sie sich von Zeit zu Zeit innerlich beunruhigt, weil Ihnen die weitere Orientierung oder die berufliche Perspektive fehlt?
  • Glauben Sie, dass in Ihrer Familie versteckte Ängste um die berufliche Zukunft des „Ernährers“ bestehen?

Je mehr Fragen von Führungskräften mit "Ja" beantwortet werden können, desto höher ist der Handlungsdruck – und desto tiefer stecken sie schon in der Krise. Aber auch wenige "Ja's" lassen Rückschlüsse darauf ziehen, wie wichtig für den betroffenen Manager eine Neuausrichtung ist. Wer sich diese Fragen regelmäßig stellt, wird schon nach einer Lösung suchen, bevor er in die Krise gerät und dann zu den "sechs Wichtigen" greifen. Oder sich eigene Unterstützung organisieren.

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Raus aus dem eigenen Saft

Individuelles Coaching hilft, wird aber zu selten in Anspruch genommen, da hier das nötige Vertrauen häufig in Zweifel gezogen wird. Besonders bei Coaches, die vom Unternehmen bezahlt werden. Ein intensiver Gedankenaustausch mit gleichrangigen und gleichaltrigen Führungskräften schafft mehr Abhilfe. Raus aus dem eigenen Unternehmen und dem eigenen Saft. Mit anderen Führungskräften in vergleichbarer Situation gemeinsam erfahren und erleben, wie die mit den Fragen umgehen. Die eigenen Stärken, Kompetenzen und Werte reflektieren und mit anderen prüfen und schärfen. Also nicht allein, sondern voneinander und von den Unterschieden lernen und so die eigene Exzellenz entdecken. Mit adäquaten Weggefährten, mit denen Manager ihre beruflichen und persönlichen Orientierungen vertrauensvoll besprechen können. Denn wer im Vergleich mit anderen besteht, muss den Vergleich im eigenen Haus nicht fürchten.

Fazit: Es geht um die persönliche Entwicklung

Führungskräfte um die 50, die nach den sechs Wichtigen handeln und sich selbst wieder entdecken, verstehen: Karriere bezieht sich nicht nur auf die bisher erlangten Positionen, sondern vor allem auf die bisherige, eigene Entwicklung und das persönliche Können. Auf die eigene Meisterschaft. Nach dieser Erkenntnis erwacht die Kraft neu, den anstehenden Entwicklungsschritt selbst zu gestalten, sich mehr um sich selbst zu kümmern und Positionen anzustreben, die das Arbeiten in dieser Meisterschaft ermöglichen. Dann spiegeln sich auch die Leidenschaften im Beruf wider, ohne kraftvollen Aufwand zu betreiben. Denn was Meister tun, wirkt stets leicht und erhaben.

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