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19.11.2019 | Editorial | Ausgabe 1-2/2019 Open Access

Berliner Journal für Soziologie 1-2/2019

Der Griff nach den Sternchen. Zum Umgang mit gegenderten Schreibweisen im Berliner Journal für Soziologie

Zeitschrift:
Berliner Journal für Soziologie > Ausgabe 1-2/2019
Die Soziologie ist eine heikle Wirklichkeitswissenschaft. Sie beschreibt und klassifiziert Akteure, die sich selbst klassifizieren und auf Klassifikationen durch andere reagieren, und sie bedient sich dabei sprachlicher Mittel, die voller sozialer und politischer Verweise stecken und Wertladungen aufweisen. Insofern ist die Soziologie in ihrer Bezeichnungspraxis zugleich machtvoll. Jede sozialwissenschaftliche Kategorisierung ist nicht einfach nur ein Abbild von Realität, sondern eine Auswahl unter Bezeichnungs- und Ordnungsmöglichkeiten, also problematisierbar, manchmal sogar problematisch. Die Soziologie macht Individuen zu Dividuen und ordnet sie Kollektiva zu, selbst wenn diese als sichtbare und aktive Gruppen womöglich gar nicht in Erscheinung treten. Das gilt auch für die Kategorisierung von Geschlechtern. ...

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Das Berliner Journal für Soziologie veröffentlicht Beiträge zu allgemeinen Themen und Forschungsbereichen der Soziologie sowie Schwerpunkthefte zu Klassikern der Soziologie und zu aktuellen Problemfeldern des soziologischen Diskurses.

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