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Über dieses Buch

Die Vereinigten Staaten sind für die deutsche (und europäische) Forschung in vielen Aspekten ein Referenzmodell: von ihrer Innovationsfähigkeit bis hin zur Dynamik des sozialen Wandels, der gesellschaftlichen Modernisierung, der Mediatisierung von Staat und Gesellschaft, der Formierung sozial-kommunikativer Handlungsmuster und speziell der Implementierung von „neuen“ Medien in den politischen Prozess. Neben grundlegenden Beiträgen zu aktuellen Entwicklungen des Wahlsystems und der Wahlkampffinanzierung stehen insbesondere Fragen zu Wählerverhalten und Wahlsoziologie, Kampagnenstrategien, prominenten Medienereignissen im Wahlkampf sowie die Phase der Amtseinführung und Aspekte modernen Regierens im Vordergrund.​

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Divided Country – Divided Politics?

Zusammenfassung
Der Beitrag führt in den politikwissenschaftlich geprägten Abschnitt des Bandes ein und beschreibt zentrale Kontextbedingungen der Präsidentschaftswahl 2012. Aus der Perspektive der Regierungsforschung werden zunächst aktuelle Befunde der US-amerikanischen presidential studies sowie Beiträge der politischen Kampagnenforschung diskutiert. Einen zweiten Schwerpunkt bildet die „Monetarisierung des politischen Systems“: die Rechtsprechung des Supreme Court im Citizen United-Urteil von 2010 hat für eine weitere De-Regulierung der die Politik- und Wahlkampffinanzierung gesorgt, die auch für die kommenden Wahlen von zentraler Bedeutung sind. Schließlich werden die jüngeren Entwicklungen der Digitalisierung von politischer Kommunikation und Organisation als weitere Triebfedern für die Modernisierung des politischen Systems beschrieben. Der abschließende Ausblick thematisiert mögliche Auswirkungen der NSA-Affäre auf die Gestaltung politischer Prozesse, die sich mit neuen Transparenzforderungen konfrontiert sehen werden.
Christoph Bieber

‚Red‘ and ‚Blue‘. Oder ‚Purple‘? Das Wahlverhalten in den Präsidentschaftswahlen 2012

Zusammenfassung
Der Beitrag analysiert das Ergebnis der Präsidentschaftswahl 2012 und diskutiert dabei die Rolle von Kandidaten und Themen. Zudem wird das aktuelle Wahlverhalten einzelner gesellschaftliche Gruppierungen untersucht, das sich noch immer anhand klassischer „Cleavages“ wie Ethnizität, Einkommen und Bildung, Religion, Alter und Geschlecht sowie regionalspezifischen Konstellationen erklären lässt. Die Ergebnisse werden im Zusammenhang des tradierten Wahlverhaltens spezifischer Gruppen diskutiert. Auf dieser Basis werden dann die strategischen Optionen für die demokratische und republikanische Partei skizziert.
Winand Gellner

“It’s no Longer Just the Economy, Stupid!”

Das Wahlverhalten der Amerikaner zwischen Wirtschaftsfixierung und (neuen) gesellschaftlichen Werten
Zusammenfassung
Ausgehend von der politischen Kultur als Prägefaktor untersucht der Beitrag das Wahlverhalten im Präsidentschaftswahlkampf 2012. Er geht der Frage nach, ob in Zeiten großer ökonomischer Unsicherheit neue Werte die amerikanischen Wähler in ihrer Entscheidungsfindung beeinflussen und welche Rolle politische und gesellschaftliche Wertpositionen, „policy issues“ oder die Kandidaten selbst bei der Wahlentscheidung spielen. Ausgehend von der Annahme, die US-Demokratie als solche würde von den US-Bürgern nicht in Zweifel gezogen, werden Einflüsse der gesellschaftlichen Werte und der politischen Kultur auf das Wahlverhalten untersucht. Dabei zeigt die differenzierte Analyse, dass zwar Sachfragen nach wie vor beim Wahlverhalten entscheidend sind, die amerikanischen Wähler hinsichtlich ihrer politischen Orientierung jedoch ausgesprochen gespalten sind. Diese Lagerbildung erscheint auf der Grundlage der Daten als persistent.
Susanne Pickel

Divided We Fall? Polarization in the 2012 U.S. Presidential Election

Abstract
The chapter emphasizes the “supply side polarization” of politics by comparing party policy positions. To develop their analysis, the authors use data from the Comparative Manifesto Project (CMP/MARPOR). While in public perception there are huge differences between both parties (and even more, between the candidates), reviewed data do not separate Democrats and Republicans sharply. While the Republicans stayed relatively stable in their conservative ideological supply, Democrats moved back onto the liberal side for the first time after 2000. Hence, this election was indeed more polarized than the elections before. But, in a more long-term perspective, the 2012 election does not stand out as particularly polarized because the polarization of 2012 is smaller than the peak elections of 1964 and the 1980s. In general, cultural (morality, abortion) and social issues (welfare, healthcare) played a strong role in the 2012 election, revealing areas of distinction between the two parties. Additionally, the chapter discusses the influence of the Tea Party and the Occupy movement on the positions of Democrats and Republicans.
Onawa Promise Lacewell, Annika Werner

Zwischen Plutokratie und Rassismus: Der sehr amerikanische Populismus der Tea Party-Bewegung

Zusammenfassung
Die Untersuchung skizziert die wichtigsten Stationen der Entstehungsgeschichte des Tea Party-Phänomens, insbesondere anhand der Rolle bei den Wahlen 2010 und 2012. Dabei wird geprüft, ob es sich überhaupt um eine soziale Bewegung handelt oder ob die Organisation eine Marionette einer von konservativen Geschäftsleuten und marktlibertären Stiftungen dominierten Plutokratie ist. Darauf folgt eine Analyse der politischen Positionen und der Selbstwahrnehmung der Tea Party-Bewegung, bevor abschließend die Bedeutung und mögliche Gefahren des spezifischen Populismus der Tea Party-Bewegung für die amerikanische Demokratie und Gesellschaft thematisiert werden.
Thomas Greven

Religion Matters in the USA: Das God Gap und die Abhängigkeit des Wahlerfolgs in den amerikanischen Präsidentschaftswahlen von Religion und religiöser Identität

Zusammenfassung
Der Beitrag skizziert zunächst allgemein den Stellenwert von Religion und Religiösität im politisch-kulturellen Kontext der USA. Dabei wird die besondere Wichtigkeit religiöser Prägungen im Wahlkampf deutlich, die für die Kandidaten jeweils von großer Bedeutung für ihre Kampagnenführung sind. Anders als in Europa, wo die Bedeutung der sozialstrukturellen Cleavages und von Religion tatsächlich zu bröckeln scheint, hat der Faktor Religion in den USA aber den empirischen Befunden nach eine wesentliche Bedeutung für die Wahlentscheidung behalten. Dabei zeigt sich auch die mit Blick auf andere Unterscheidungsmerkmale häufig bemühte Perspektive auf die Polarisierung der US-amerikanischen Gesellschaft. Insbesondere die Kombination aus Ethnizität und religiöser Orientierung spielt für die kommenden Wahlperioden eine wichtige Rolle und wird die strategische Ausrichtung von republikanischer und demokratischer Partei gleichermaßen beeinflussen.
Gert Pickel

Der Vizepräsident im Wahlkampf

Zusammenfassung
Der Artikel beschreibt die historische Entwicklung der Vizepräsidentschaft in den USA und analysiert die Rolle der Running Mates im Wahlkampf Präsidentschaftswahlkampf 2012. Insbesondere wird diese Rolle theoretisch gefasst und funktional geordnet. Im Vergleich der beiden Kandidaten wird deutlich, dass sie eher klassische Rollen ausgefüllt haben – wenn auch auf unterschiedliche Art und mit unterschiedlichem Erfolg. So ist jeweils eine Ausgleichsfunktion zu beobachten, während bei der wichtigen do no harm-Funktion Differenzen deutlich werden. Weitere Funktionen werden diskutiert.
Michael Dreyer, Matthias Enders

“When your husband is speaking, watch him proudly”: Michelle Obama und Ann Romney im Präsidentschaftswahlkampf 2012

Zusammenfassung
Der Artikel beschreibt und erklärt die Inszenierung und Instrumentalisierung der Ehefrauen von Barack Obama und Mitt Romney, Michelle Obama und Ann Romney, im Wahlkampf. Weshalb durften 2012 Michelle Obama und Ann Romney und mit ihnen die Home Stories, die Geschichten aus dem Familienleben, auf der Wahlkampfbühne nicht fehlen? Auf soziologische, historische, politik- und kommunikationswissenschaftliche Ansätze gestützt werden Erklärungen auf vier Analyseebenen angeboten. Im Anschluss zeigt eine Analyse des Wahlkampfengagements der beiden Ehefrauen eine Ähnlichkeit der Funktionen und Aussagen, die angesichts der Unterschiedlichkeit der Persönlichkeiten und der Lebensentwürfe überrascht.
Christine Heinke

Aktuelle Entwicklungen und Reformansätze bei US-Präsidentschaftswahlen

Zusammenfassung
Der vorliegende Beitrag diskutiert das US-amerikanische Wahlsystem, fokussiert auf jüngere Entwicklungen und benennt Kritikpunkte, die eine Notwendigkeit zur Reform und Modernisierung verdeutlichen. Besonders gesellschaftlicher Wandel legt die Adaption an aktuelle Bedingungen nahe: Derzeit steht die Diskussion um das Electoral College sowie die damit einhergehende Debatte um mögliche Direktwahlen im Vordergrund. Diskutiert werden vor allem eine Reform der Vorwahlen und die Einführung neuer Wahltechnologien. Zudem ist die Wahlkampffinanzierung wiederkehrend vehementer Kritik ausgesetzt. Der Beitrag stellt Ansätze zur formalen Modernisierung der Wahlsystematik vor und skizziert deren Akzeptanz und Durchsetzungschancen.
Nina E. Steindl, Caroline Walser

Divided Country – Divided Media? Das US-amerikanische Mediensystem im Präsidentschaftswahlkampf 2012

Zusammenfassung
Der Beitrag führt in den kommunikationswissenschaftlich geprägten Abschnitt des Bandes ein und beschreibt die Berichterstattung der Medien im US-Präsidentschaftswahlkampf 2012. Es werden zum einen Grundzüge des Mediensystems der USA vorgestellt sowie systemische Bedingungen politischer Kommunikation und Kampagnenführung; zum anderen wird erörtert, inwieweit sich eine Polarisierung der amerikanischen Gesellschaft und Politik in der medialen Begleitung der Kampagnen niederschlugen. Auf der Grundlage von Daten des Pew Research Center wird referiert auf eine differenzierte Medienlandschaft, die sich überwiegend nicht parteipolitisch präsentierte, wenngleich in einzelnen Sendern – Fox News und MSNBC – ein deutlicher Trend erkennbar ist hin zu einer stärker parteiisch orientierten Berichterstattung.
Klaus Kamps

Press Coverage of the 2012 U.S. Presidential Election: A Multinational, Cross-Language Comparison

Abstract
Presidential elections in the United States present a unique media research opportunity because their outcomes produce a range of impacts for different countries around the world. Unsurprisingly, these elections generate a substantial amount of media interest; nearly 1,500 reporters covered both party conventions in 2012 and continued reporting to Election Day. This chapter takes a novel approach to assessing international press coverage by combining in-country comparisons of two newspapers, one English language and one local language, with cross-national comparisons of 2012 U.S. presidential election coverage in seven countries: China, France, Iran, Mexico, Russia, Great Britain, and the United States. A mixed-methods content and textual analysis of 663 newspaper articles from 14 newspapers highlights similarities as well as differences among news coverage across the globe, offering insights into a variety of nations’ interests and concerns vis-à -vis the United States and its presidential race. By combining quantitative and qualitative approaches this study both provides a broad picture of the coverage (e.g., prevalence, prominence, types, sources) and captures many nuances of the coverage (e.g., use of localizing angles, cross-language differences within individual countries). Moreover, authors of this study represent a range of national origins, demonstrating the advantages of using culturally diverse research teams to conduct cross-national analyses of news coverage.
Liz Gardner, Kenton T. Wilkinson, Patrick F. Merle, Boni Cui, Yunjuan Luo, Mehrnaz Rahimi, Svetlana Rybalko, Matthew VanDyke

Beating Bush, Loving Obama – Die US-Präsidentschaftswahlen in der deutschen Tagespresse

Zusammenfassung
Der Präsidentschaftswahlkampf in den USA wird auch vom deutschen Journalismus ausführlich reflektiert. Der Beitrag versucht zu klären, sich bestimmte Kontextfaktoren wie die Kandidatenkonstellation, die Gewinnchancen der Kandidaten, aber auch die ideologische Ausrichtung der Bundesregierung, auf die Berichterstattung der Präsidentschaftskandidaten auswirken. Der Untersuchung zugrunde liegen insgesamt vier quantitative Inhaltsanalysen über die amerikanischen Präsidentschaftskandidaten (2000, 2004, 2008, 2012) in überregionalen deutschen Qualitätszeitungen. Sie diskutiert Entwicklungen und Muster der Berichterstattung auch im Vergleich zur Berichterstattung über Bundestagswahlen. Der Wahlkampf selbst findet dabei entgegen den Vermutungen der Amerikanisierungsthese eher wenig Beachtung; so tauchen vermeintlich innovative Kampagneninstrumente wie Twitter oder Facebook in den analysierten Artikeln selten auf. Damit scheint es den untersuchten Printmedien wichtiger, wer in das Weiße Haus einzieht und nicht, welche Form der Kampagnenführung der Kandidat dabei konkret realisierte.
Reimar Zeh, Christina Holtz-Bacha

A Functional Analysis of 2012 United States General Election Presidential and Vice Presidential Debates

Abstract
This study used Functional Theory to content analyze three presidential debates between Democratic nominee Barack Obama and Republican nominee Mitt Romney as well as the sole debate between vice presidential candidates Joe Biden and Paul Ryan in the 2012 election. The three presidential debates were mostly positive (63 % acclaims) with many attacks (33 %) and some defenses (5 %). Obama, the campaign’s incumbent, was relatively more positive than Romney, the challenger. The vice presidential candidates also used attacks (48 %) more than acclaims (39 %) and defenses (14 %). However, there was no significant difference between the vice presidential candidates’ use of attacks and acclaims. The presidential candidates stressed policy (76 %) more than character (24 %). The vice presidential candidates also stressed policy (65 %) more than character (35 %).
William L. Benoit, Mark Glantz

Memes, Big Data und Storytelling. Rückblick auf den digitalen US-Wahlkampf 2012

Zusammenfassung
Der US-Präsidentschaftswahlkampf 2012 zwischen Barack Obama und Mitt Romney wurde auch mit digitalen Mitteln geschlagen und gewonnen. Vor allem die Obama-Kampagne setzte wie schon 2008 auf eine dezidierte digitale Wahlkampfstrategie. Die Wahlkampfstäbe waren mit IT- und Daten-Spezialisten sowie Social-Media-Strategen bestückt, um visuelles „Storytelling“ oder die Ansprache und Mobilisierung von Wählern mithilfe von Big Data und sozialer Netzwerke zu perfektionieren. Über die Organisationsplattform „Dashboard“ gelang es der Obama-Kampagne zudem, ein effektives Freiwilligenmanagement aufzubauen, das die Grenzen zwischen Online-Aktivismus und Offline-Engagement verschwimmen ließ und es den Unterstützern ermöglichte, sich dezentral und autonom zu organisieren. Die postmodernen Merkmale des digitalen Wahlkampfes vor allem der Obama-Kampagne wurden im Jahr 2012 zweifelsohne noch einmal verstärkt. Entwicklungen und Innovationen auf inhaltlicher, organisatorischer und technologischer Ebene prägen auch im digitalen Zeitalter die weiter fortschreitende Modernisierung der Wahlkampfführung maßgeblich.
Nina Keim, Adrian Rosenthal

Multimodal Campaign Strategies in the US Presidential Election 2012: A Content Analysis of the Campaign Websites of Barack Obama and Mitt Romney

Abstract
Media hybridization, convergence, and fragmentation are growing constantly in light of technological innovation, increased audience demand, and the mass availability of media production tools to the general consumer. In this environment, new media and their home, the Internet, become increasingly multi- and hypermodal. The research tools for analyzing them, however, do not catch on to these new developments as quickly. This chapter presents a segment of a larger research project dedicated to conducting a thorough visual-verbal content analysis of different genres of political communication on the World Wide Web. It focuses on the campaign websites of the two major US presidential candidates, Barack Obama (D) and Mitt Romney (R). It introduces a novel multimodal content analytical tool and applies it to these cases. The analyses focus on the visual and add to it the accompanying verbal elements, which work together in order to create meaningful messages. The results point towards distinct multimodal campaigning styles and demonstrate the values of a multimodal approach towards researching semiosis in an online setting.
Ognyan Seizov, Marion G. Müller

Strukturbedingungen im Online-Wahlkampf: USA und Deutschland im Vergleich

Zusammenfassung
Die Online-Kommunikation hat sich beiderseits des Atlantiks als fester Bestandteil politischer Kampagnen etabliert. Besonders in den innovationsfreundlichen US-Wahlkämpfen nimmt das E-Campaigning eine integrale Funktionslogik ein. Ursächlich hierfür sind günstige strukturelle Kontextbedingungen, die im komparativen Untersuchungsdesign mit Deutschland herausgearbeitet werden. Das politische Nutzerverhalten im Web, die Struktur des politischen Systems, das Mediensystem und nicht zuletzt die liberale Wahlkampfregulierung sind Ursachen dafür, dass dem Internet in US-Präsidentschaftswahlen eine wahlentscheidende Bedeutung zukommt. Dies sollte in der deutschen Debatte berücksichtigt werden, die zu undifferenzierten Vergleichen des deutschen Internetwahlkampfs mit den Obama-Kampagnen neigt.
Sebastian Stier

Campaigning on YouTube Output und Outcome im YouTube-Wahlkampf zur US-Präsidentschaftswahl 2012

Zusammenfassung
Bislang liegen nur wenige Vergleichsanalysen vor zum Erfolg von YouTube-Aktivitäten der Kandidaten, Parteien und Unterstützergruppen im US-Präsidentschaftswahlkampf. Einen konkreten Beleg für die These der Überlegenheit von Obama in den YouTube-Wahlkämpfen 2008 und 2012 gibt es nicht – die bisherigen Analysen konzentrieren sich auf Teilaspekte, wie den Output an YouTube-Videos oder deren Klickzahlen oder auf die Aktivitäten der Kandidaten und klammern die Parteien und die Unterstützergruppen aus. Diese Forschungslücke wird am Beispiel des Präsidentschaftswahlkampfs 2012 begegnet. Die Analyse ergibt sowohl hinsichtlich des Output als auch des Outcome differenzierte Hinweise und diskutiert sie im Detail.
Jan Kercher, Marko Bachl

May the Best Tweeter Win: The Twitter Strategies of Key Campaign Accounts in the 2012 US Election

Abstract
The analysis of the main Obama and Romney accounts provides new information into how the major candidates and their campaigns use social media, taking in their styles of tweeting, interactions or acknowledgement of their opposition, links to other sources and content, and the use of promotion tweets for campaign advertising. The analysis reveals markedly different tweeting strategies amongst the examined Twitter accounts. @BarackObama and @Obama2012 choose to engage almost solely with their own supporters, while the Accounts from the other side of the aisle are much more interested in taking the fight to the opponent. The specific use of Twitter as a campaign medium resonates with the different electoral positioning of the two campaigns. Taking into account the analysis of the communications strategies of the contestants, “Team Obama” was more successful in connecting to the Twitter userbase, adding a new facet to its overall campaign strategy. Additionally, Team Romney seems to be limited by its strategic disadvantage as challenger—their turning away from the personal account @MittRomney to @TeamRomney revealed a more “aggressive” tweeting pattern, in the light of the analysis it turned out to be not the right decision, as it failed to connect with a broader Twitter userbase. Overall, the Twitter strategies of the candidates resonate with the general character traits of the respective campaigns. Due to technological developments and the constantly changing digital ecosystem it remains to be seen, how specific Twitter strategies will be applied in upcoming campaigns.
Axel Bruns, Tim Highfield
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