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06.07.2016 | Fintechs | Kommentar | Online-Artikel

"Robo Advice bietet Chancen für Kunden und Banken"

verfasst von: Oliver Vins

2 Min. Lesedauer

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Robo Advice – also „automatisiertes Investmentmanagement“, das ausschließlich oder ergänzend zur Beratung über Online- und Mobile-Kanäle angeboten wird – könnte in den kommenden Jahren die klassische Wertpapierberatung der Banken komplett verändern oder sie ablösen. Daher sind die Robo-Berater umstritten. Springer Professional hat Oliver Vins von Vaamo gefragt, was pro Robo Advice spricht.

Pro:

Was auf den ersten Blick wie eine große Bedrohung aussieht und es für viele Bereiche des klassischen Wertpapiergeschäfts auch tatsächlich ist, könnte sich für die innovativeren Banken und Finanzdienstleister als Riesenchance entpuppen. Die Technologie vereint vormals widersprüchliche Aspekte zum Vorteil von Kunde und Bank, nämlich Einfachheit, Fairness, Wirtschaftlichkeit:


  1.   Die Einfachheit und Verständlichkeit machen das Thema Vermögensaufbau am Kapitalmarkt erstmals für eine breite Masse an Retailkunden zugänglich, die dem Bankberater nicht vertrauen und sich die Komplexität eines Direktbrokers nicht zutrauen. Das Potenzial ist vorhanden: bis zu 40 Prozent der Kunden können sich Kapitalmarktanlagen vorstellen, handeln aber nicht!
  2.   Kunden, die sich heute dem Kundenberater bei ihrem Geldinstitut anvertrauen, werden durch hohe und teilweise versteckte Gebühren oft ausgenommen wie eine Weihnachtsgans: Die Rendite bleibt bei der Bank und die Kunden sind nachhaltig enttäuscht.

​​​Neue Robo-Advice-Angebote zeigen, dass es anders geht: eine transparente niedrige Service-Gebühr und kostengünstige passive Produkte belassen die Rendite beim Kunden und stärken das Vertrauen.

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Die oben genannten Entwicklungen sind die Leitplanken für die zukunftsgerichtete (Um-) Gestaltung der Geschäftsmodelle der Banken. Eine seriöse Analyse der Konsequenzen kann nur institutsspezifisch erfolgen.



3.  Hohe Wirtschaftlichkeit eines heute unprofitablen Segments für das Kreditinstitut spricht für Robo Advice: Denn während sich viele Geldhäuser mit Hinblick auf die steigenden regulatorischen Kosten aus dem Wertpapiergeschäft mit Anlagevolumen unter 50.000 Euro zurückziehen, ist ein Robo-Advice-Kunde mit ein- bis zweitausend Euro Anlagevolumen bereits profitabel.

Gute Partner suchen statt selbst machen

Um die vollen Vorteile schnell und sicher zu heben, sollten sich Banken gut überlegen, ob sie dieses Geschäftsfeld selbst aufbauen oder mit einem der neuen Fintech-Anbieter kooperieren. Erste Versuche etablierter Banken, einen Robo Advisor selbst zu bauen, sind eher enttäuschend verlaufen. Fintech-Partner können sicherlich wesentlich innovativere Modelle anbieten, in einer viel kürzeren Zeit zu einem Bruchteil der Kosten."

Weitere Statements zu Robo Advice: Welche kritischen Aspekte es bei Robo-Beratern gibt, lesen Sie im Contra-Statement von Sviatoslav Rosov, Analyst des CFA Institute.

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