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18.09.2013 | Journalismus | Im Fokus | Onlineartikel

Mit Big Data passgenaue Kommunikation entwickeln

Autor:
Sabine Eyert-Kobler

Laut einer McKinsey-Erhebung nimmt das weltweite Datenvolumen jährlich um 40 Prozent zu. Im B2B-Bereich liegen die Pre-Purchase-Aktivitäten nach einem Report von Tom Davenport und Jill Dyché bei 35 Prozent. Big Data = Big PR?

Weitere Studien gehen davon aus, dass die Datenmenge im Jahr 2020 auf 40 Zetabyte anwachsen wird. Das ist eine Zahl mit 21 Nullen. Nachzulesen ist dies im Zeitschriftenartikel "Erstellung von Technologie- und Wettbewerbsanalysen mithilfe von Big Data" der Springer-Autoren Uwe Kuehn, Matthias Plaue, Kai C. Rose und Peter Walde. Wer zukünftig als Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben will, muss sich daher in Marketing und Kommunikation rasch auf verändernde Kundenbedürfnisse und deren Verhaltensweisen einstellen und zugleich die enormen, stetig wachsenden Datenmengen verarbeiten können. Denn: Niemand kann alles lesen.

Daten gezielt analysieren

Der Vorteil: Unternehmen, die Big Data (das "Erdöl" der Zukunft) einsetzen, arbeiten rentabler und produktiver und können eine fünf bis sechs Prozent höhere Rendite im Vergleich zu ihren Mitbewerbern erzielen. Hierbei helfen ihnen Technologien wie Big Data-Analyse und Visual Analytics, welche die qualitativ vielfältigen, komplexen und unterschiedlich strukturierten Informationen sinnvoll gewichten. Die innovativen Ansätze und Architekturen beschreiben, wie man sehr große Volumina effizient erfasst, speichert, durchsucht, verteilt, analysiert und visualisiert.

Big Data macht zielgruppengenaue Strategien möglich

Diese "Veredelung der Daten" (S.16) bietet zudem den Vorteil, komplexe Zusammenhänge in einer globalen und dynamischen Welt besser, schneller zu identifizieren und für die Unternehmensbereiche (Vorstand, Forschung und Entwicklung, Produktmanagement und strategisches Marketing, Beschaffung, Personal) unterschiedlich aufzubereiten. So kann beispielsweise das Top-Management kurzfristig mit umfassenden Technologie- und Wettbewerbsanalysen bedient werden. Aus diesen Juwelen an entscheidungsrelevanten Faktoren lassen sich schließlich zielgruppenbezogene Strategien ableiten - auch für die Kommunikation.

Fazit: Die Analyse großer Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen in hoher Geschwindigkeit – idealerweise in Echtzeit – ist für Unternehmen mit hohen Kommunikationsaufkommen eine wichtige Aufgabe. Der Kunde, der auch ein Journalist, Blogger oder Follower sein kann, bekommt somit Kommunikations-Angebote, die besser auf ihn zugeschnitten sind – etwa in der Mobile-PR.

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