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30.08.2017 | Mentoring | Im Fokus | Onlineartikel

Cross Mentoring fördert Nachwuchskräfte

Autoren:
Prof. Dr. Michel E. Domsch, Prof. Dr. Désirée H. Ladwig, Florian C. Weber (M.A.)

Unbestritten gehört es zu den größten Herausforderungen der Personalarbeit, den Bedarf an hochqualifizierten und motivierten Fach- und Führungskräften zu decken. Wie Mentoring dabei helfen kann.

Mentoring ist als Personalentwicklungsinstrument schon seit über 20 Jahren auch im europäischen Raum bekannt und wird in der Praxis vielfältig eingesetzt. Generell wird darunter eine vertrauliche Lern- und Entwicklungsbeziehung verstanden, die auf einem konsequenten Dialog zwischen einer erfahrenen Person (Mentor/Mentorin) und einer weniger erfahrenen Person (Mentee) innerhalb eines definierten Zeitraums von etwa ein bis zwei Jahren basiert. Wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte deutsch- und englischsprachige Buchveröffentlichungen unterstreichen die Bedeutung von Mentoring für Forschung, Lehre und Praxis. 

Empfehlung der Redaktion

2017 | OriginalPaper | Buchkapitel

Cross Mentoring im Spannungsfeld von Personalentwicklung und Organisationsentwicklung

Voneinander lernen, in einem geschützten Kontext intensiv miteinander in einen Dialog einsteigen, gezielt das Spannungsfeld unterschiedlicher Sichtweisen, Erfahrungen, Einstellungen und Werte für die Erweiterung des eigenen Horizontes nutzen: seit …


Mit großem Engagement setzen sich der European Mentoring und Coaching Council (EMCC/gegründet 2002 in Großbritannien), der Forum Mentoring e.V. (gegründet 2006 in Deutschland) sowie der Deutsche Gesellschaft für Mentoring e.V. (DGM/gegründet 2013) für einen erfolgreichen Einsatz von Mentoring in der Praxis ein.

Organisationsübergreifende Personalentwicklung 

Als besonders erfolgreich hat sich in den letzten Jahren eine spezielle Form des Mentorings, das  Cross Mentoring, in der betrieblichen Praxis etabliert. Darunter versteht man Mentoring-Beziehungen, die über die Grenzen (across bounderies) von Organisationen gehen. Die vertrauliche Lern- und Entwicklungsbeziehungen werden also von Personen gelebt, die nicht bei der gleichen Organisation (Unternehmen, Hochschule, Krankenhäuser, NGOs) beschäftigt sind. Hauptziele sind dabei, junge Talente zu entdecken, sie auch durch Cross Mentoring zu fördern und sie zu motivieren, sich erfolgreich den Herausforderungen des weiteren Einsatzes und Aufstiegs im Arbeitsleben selbstbewusst und zielgerichtet zu stellen. 

Der besondere Vorteil der cross border - Beziehungen liegt darin, dass in der Regel dadurch eher vertrauliche Themen offener angesprochen sowie auch andere Unternehmenskulturen kennengelernt und einbezogen werden können. Gewinner sind Mentoren/Mentorinnen und Mentees in gleichem Masse. Denn der erfolgreiche Austausch an neuen Erkenntnissen, oft auch generationenübergreifend ist offensichtlich. So kann es ebenso vorkommen, dass jüngere Personen als Mentoren/Mentorinnen für ältere Mentees auftreten, um zum Beispiel das Führen in der Welt der IT oder in Vorbereitung auf die Arbeitswelt 4.0, auf die zunehmende Digitalisierung, auf die Generation Z erfolgreich zu bewältigen. In diesem Fall spricht man von reverse mentoring. 

Aktuell wird Cross Mentoring beispielsweise auch zur Unterstützung von qualifizierten Zuwanderern bei der Integration in die Arbeitswelt eingesetzt. Die Diversität bei seiner Nutzung ist offensichtlich, denn längst wird das Instrument in der gesamten Arbeitswelt und nicht nur in Unternehmen für eine erfolgreiche Personalentwicklung genutzt.

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