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09.10.2018 | Cash Management | Nachricht | Onlineartikel

Noch mehr Konkurrenz für Geldautomat

Autor:
Angelika Breinich-Schilly

Kunden bekommen ab sofort noch einfacher Geld beim Einkaufen. Die Rewe Handelsgruppe hat jüngst den Mindesteinkaufswert auf zehn Euro verringert, um Bargeldabhebungen attraktiver zu machen.

Mit ihrem Schritt, den Mindesteinkaufswert, ab dem das kostenlose Bargeldabheben mit einer Giro-Karte möglich ist, von 20 auf zehn Euro abzusenken, machen die Supermärkte Rewe und Penny sowie die Baumarkt-Kette Toom den klassischen Geldautomaten noch stärkere Konkurrenz. 

Bis zu 200 Euro können Kunden beim Bezahlen von Lebensmitteln oder Wandfarbe mittels PIN-Verfahren von ihrem Konto abheben. Wie die Rewe Handelsgruppe mitteilt, bietet sie diesen Service in rund 6.000 Märkten in Deutschland seit 2010 an. Auf diesen Zug sind mittlerweile unter anderem die Discounter Aldi Süd sowie Netto und die Drogeriemarktkette DM gesprungen. Die Rewe-Gruppe will mit ihrer aktuellen Entscheidung das gebührenfreie Geldabheben beim Einkauf noch attraktiver machen. Sie beruft sich unter anderem auf eine Umfrage der Ing Diba, nach der sich rund 16 Prozent der Bankkunden über mögliche Gebühren an den Geldautomaten ärgerten. 

Gebührenspanne ist groß

Nicht alle Geldhäuser berechnen Fremdkunden Gebühren am Geldautomat. Privatbanken hatten sich ursprünglich auf eine Obergrenze von 1,95 Euro geeinigt. Vielfach gilt dieser Gebührensatz noch. Allerdings haben sich einige der Institute von dieser Einigung wieder verabschiedet. So verlangen Deutsche Bank und Postbank derzeit 3,95 Euro von fremden Kunden. Bei der Commerzbank sind es 3,90 Euro. Aber auch bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken müssen Fremdkunden mitunter 3,95 Euro und mehr berappen. 

Die meisten Geldautomaten zählt derzeit das Netz der Sparkassengruppe mit über 25.000 Stück. Das Bankcard-Servicenetz der Volks- und Raifeisenbanken umfasst mehr als 18.000 Geldautomaten. Der Anbieter Cash-Group stellt rund 9.000 Geräte vor allem für die Deutsche Bank, die Commerzbank, die Postbank und die Unicredit sowie deren Töchter zur Verfügung. Die meisten Privatbanken werden mit mehr als 3.000 Geldautomaten von Cashpool betreut. 

Bankkunden bevorzugen den Geldautomaten

Dennoch scheint der Bankkunde beim Thema Bargeld noch immer konservativ. Für 90 Prozent ist nach wie vor der Geldautomat erste Wahl, wenn es ums Abheben geht. Das fand der Bundesverband Deutscher Banken in einer Online-Umfrage unter rund 1.000 Nutzern im Mai heraus. Danach nutzen den Bargeld-Service von Supermärkten nur vier Prozent der Befragten.

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