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10.09.2018 | Finanzbranche | Im Fokus | Onlineartikel

Mit schnellen Reaktionen finden Banken IT-Fachkräfte

Autoren: Amra Ljaic, Bereichsleiterin Contracting, und Simon Alborz Director Permanent (beide Hays)

Vielen Branchen fehlen Fachkräfte, vor allem im IT-Bereich. Banken suchen zudem noch nach Experten mit einer zusätzlichen Finanz-Expertise. In ihrem Beitrag zeigen die Gastautoren Strategien für die Suche nach den passenden Kandidaten. 

Die Bankenwelt befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch, der sich sukzessive auf veränderte Anforderungs- und Tätigkeitsprofile der Mitarbeiter niederschlägt. Dafür sorgen neben der digitalen Transformation und dem damit einhergehenden Bedarf an IT-Expertise auch die geänderten regulatorischen Anforderungen wie die Eigenkapitalvorschriften gemäß Basel I bis III. Fachkräfte mit IT-Fokus müssen sich daher nicht mehr nur mit dem Management von IT-Systemen auskennen, sondern auch flankierende Sicherheitsfragen in diesem Bereich beantworten können.

IT-Expertise und Branchenkenntnisse  gefragt

Diesen Trend bestätigt auch der Fachkräfte-Index von Hays für den Bankenbereich. Danach hat die Suche nach Anwendungs- und Software-Entwicklern sowie IT-Security-Experten im zweiten Quartal 2018 einen neuen Höchststand erreicht. Doch außer der speziellen Fachexpertise muss ein Kandiat zusätzlich auch die nötige Branchenerfahrung mitbringen. Im Vorteil ist derjenige, der ein ähnliches Problem bereits für ein anderes Geldinstitut gelöst hat.

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01.09.2018 | Titel | Ausgabe 9/2018

Flexible Zeiten brechen an

Der Büroalltag in Banken und Sparkassen verändert sich zunehmend. Viele Tätigkeiten werden künftig zeitlich und auch örtlich flexibler. Damit alle Mitarbeiter die neuen digitalen Prozesse mittragen, sollten Arbeitgeber für eine umfassende Weiterbildung ihrer Beschäftigten sorgen.


Ein Beispiel ist der digitale Kundenservice: Wer hier als IT-Experte nicht nur weiß, wie man einen technischen Roll-out des Systems managt, sondern zudem die Perspektive des Kunden oder Mitarbeiters dabei berücksichtigt, hat die Nase vorn. Zudem hängt der Bedarf auch davon ab, wo ein Experte eingesetzt werden soll. Betreffen die Aufgaben hauptsächlich das Kerngeschäft, kommen die Banken nicht ohne das Know-How ihrer langjährigen Mitarbeiter aus, die das Haus kennen und das Miteinander im Team gut einschätzen können. Geht es aber um Geschäftsbereiche oder Projekte, die neu geschaffen werden, sind die Institute meist auf externe Fachkräfte angewiesen.

Selbstständige Experten beeinflussen die Personalstruktur

In der Praxis sind die internen Mitarbeiter allerdings häufig stark mit Projekten  ausgelastet und die Suche nach einem neuen Mitarbeiter für eine Festanstellung ist langwieriger als angenommen. Bei einer hohen Dringlichkeit greifen Banken daher vermehrt auch auf selbstständige Experten zurück, die sie für die Dauer eines Projektes einkaufen. Das beeinflusst auf lange Sicht die Personalstruktur. Denn es wird immer mehr in so genannten Mixed Teams projektbezogen gearbeitet und immer weniger in fachlich eingegrenzten Abteilungen. Viele Kreditinstitute versuchen allerdings auch schon langfristig zu denken, und gehen beim Aufbau von digitalem Know-How verstärkt dazu über, mit Hochschulen zu kooperieren. Sie möchten den Absolventen einen adäquaten Einstieg bieten und sie dadurch möglichst gleich ans Unternehmen binden.

Wenn es darum geht, Fachkräfte mit den entsprechenden Kompetenzen für das eigene Unternehmen zu begeistern, können die Banken durchaus noch etwas von anderen Branchen lernen. Ähnlich wie es eingefleischte IT-Größen tun, könnten sie ihre Marke noch stärker mit einem technologischen Fokus aufladen. Hochqualifizierte IT-Experten würden dann die Geldhäuser möglicherweise noch deutlicher als Alternative zu den klassischen IT-Unternehmen wahrnehmen. Darüberhinaus ist es ratsam, Inhouse-Positionen mit reduziertem Reiseaufwand aufzuführen. Erfahrungsgemäß ist das für gestandene IT-Experten, die einige Jahre Consulting-Praxis haben und deshalb viel gereist sind, sehr attraktiv.

Schnell und pragmatisch auf Bewerbungen reagieren

Und noch ein ganz pragmatischer Tipp zum Schluss: kleine Start-ups und agile IT-Unternehmen machen es vor. Banken, die auf Bewerbungen sehr schnell reagieren, Gespräche kurzfristig und unkompliziert arrangieren, präsentieren sich insgesamt als entscheidungsstark und haben so die besten Chancen für ihren Wunschkandidaten.

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