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Bosch geht Partnerschaft mit Krypto-Währung IOTA ein

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Das Internet der Dinge hält längst Einzug ins Automobil. Bosch will einen sicheren Zahlungsverkehr zwischen IoT-Geräten mit der Weiterentwicklung der Digitalwährung IOTA vorantreiben.


Mit Hilfe von Krypto-Währungen will Autozulieferer Bosch die Wertschöpfungskette im Automobil- und Internet-der-Dinge-Sektor beeinflussen. Bosch investiert in die Währung IOTA, mit der beispielsweise autonome E-Fahrzeuge direkt mit einer Ladesäule abrechnen könnten.

Die Robert Bosch Venture Capital GmbH (RBVC) investiert in die digitale, verschlüsselte Währung IOTA. Nach einer Mitteilung des Unternehmens habe RBVC eine "beträchtliche Anzahl" sogenannter IOTA-Token erworben, also Anteile der Kryptowährung, die als Alternative zu Bitcoin und anderen Digitalwährungen besonders für den automatisierten Handel von vernetzten Geräten im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) aufgestellt ist. Wie viel die Corporate-Venture-Kapitalgesellschaft aus der Bosch-Gruppe investiert hat, teilt das Unternehmen nicht mit.  

Automatischer Handel im Internet der Dinge

IOTA geht als erste Distributed Ledger Technologie (DLT, zu Deutsch etwa "verteilte Buchfühung") über die Verwendung einer dezentralen Blockchain, wie sie Bitcoin verwendet, hinaus und ermöglicht es, Maschinen untereinander mit Daten und Geld direkt zu handeln. So könnten beispielsweise autonome, batterieelektrische Fahrzeuge bei einem Ladevorgang direkt über eine sichere, drahtlose IoT-Verbindung mit der Ladesäule die Batterieladung via IOTA abrechnen. 

Intensive Kooperation mit deutscher IOTA-Stiftung

Bosch plant mit der Investition in die Kryptowährung vor allem auch eine intensivere Kooperation mit der dahinterstehenden IOTA Foundation, einer Open-Source- und Non-Profit-Stiftung aus Deutschland. Darüber will das Unternehmen die Technologie nach eigenen Angaben so weiterentwickeln, dass sie näher an das Ökosystem von Bosch rückt. Ebenso sollen strategische Partner für die Entwicklung gefunden werden. 

Die Stuttgarter erwarten dadurch eine Erweiterung des Potenzials für neue Geschäftsmodelle im Internet der Dinge und wollen sich und IOTA in verschiedenen Branchen entsprechend positionieren. 

Kontakt besteht seit 2015

Bosch arbeite bereits seit mehr als einem Jahr mit dem IOTA-Team zusammen und stünde bereits seit 2015 mit den Gründern der Digitalwährung in Kontakt, heißt es. "Ich bin sehr gespannt auf die innovative Tangle-Technologie von IOTA, die möglicherweise zum Standard für vertrauenswürdige Kommunikation, Sicherheit und Bezahlung im IoT-Bereich werden könnte", sagte Hongquan Jiang, Partner bei RBVC, der auch dem Stiftungsbeirat der IOTA Foundation beitreten wird. "Der Kauf von IOTA-Token durch RBVC ist ein starker Vertrauensbeweis für die Technologie und das Ökosystem, das wir im Laufe der Jahre aufgebaut haben", sagte Dominik Schiener, Mitbegründer von IOTA. "Wir werden unsere Zusammenarbeit mit führenden IoT-Unternehmen weiter intensivieren und hoffen, dass wir bis Ende 2018 die ersten Go-to-Market-Lösungen bereitstellen können."

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