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03.07.2018 | Unternehmenskredit | Infografik | Onlineartikel

Mittelstand tut sich mit Kreditfinanzierung schwer

Autor:
Angelika Breinich-Schilly

Fast 15 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) haben laut einer aktuellen Studie keine ausreichenden Mittel zur Finanzierung nötiger betrieblicher Investitionen. Ähnlich sieht das Bild in Großbritannien und noch schlechter in Frankreich aus.

Unter den Mittelständlern in Deutschland haben 13,1 Prozent und in Großbritannien 15,8 Prozent Probleme eine kreditbasierten Finanzierung zu erhalten. In Frankreich sind es sogar über 30 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung von Censuswide im Auftrag der Close Brothers Group und ihrer Asset-Finance-Tochter unter 1.400 Betrieben mit bis zu 250 Mitarbeitern in den drei Ländern.

Diesen Schwierigkeiten zum Trotz wollen mehr als 45 Prozent der KMU in Frankreich künftig dennoch am liebsten auf Unternehmenskredite setzen. Hierzulande sind es nur ein Drittel der Betriebe. Dafür sind fast 30 Prozent der deutschen Unternehmen offen für sogenannte Asset-Finance-Lösungen, zu denen auch das Leasing und der Mietkauf zählen. Mit diesen Modellen können Firmen ihre Räume zum Beispiel mit neuen Büromöbeln oder Computer ausstatten oder in Berufskleidung für ihre Mitarbeiter investieren. In Großbritannien ist diese Finanzierungsform für nur 16,3 Prozent der Mittelständler eine Option. Der Anteil französischer KMU liegt sogar unter zehn Prozent.

Neue Regelungen für einfacheren Börsengang

Im März hatte der "KfW-Mittelstandsatlas 2018" bereits herausgefunden, dass KMU ihre Gewinnzuwächse der vergangenen Jahre vielfach einbehalten und mit diesen Eigenmitteln notwendige Investitionen finanzieren. Nun hat aktuell der Bundestag die im Juli 2017 in Kraft getretene Europäische Prospektverordnung durch deutsche Regelungen ergänzt. Hierzu gehören unter anderem Lockerungen bei der Wertpapierprospektpflicht im Rahmen eines IPO. Der hierfür bislang nötige Aufwand und die Kosten haben Mittelständler in der Vergangenheit immer wieder abgeschreckt und ihnen somit dem Zugang zum Kapitalmarkt versperrt. Ziel ist es laut Bundesfinanzministerium, "in einem rechtssicheren Umfeld zu stabilen und transparenten Finanzmärkten beizutragen sowie Anlegern die wesentlichen Informationen verfügbar zu machen".

Danach soll der Emittent bei Wertpapieremissionen bis zu einem jährlichen Volumen von acht Millionen Euro pro Jahr keinen Wertpapierprospekt mehr erstellen müssen. Ausreichend sei die Veröffentlichung eines dreiseitigen Wertpapierinformationsblatts, das "in übersichtlicher und leicht verständlicher Weise den Anleger über das Wertpapier und die damit verbundenen wesentlichen Anlagerisiken informiert", heißt es aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Weitere Hintergrundinformationen wie zum Beispiel der Jahresabschluss des Unternehmens sind danach parallel dazu auf der Internetseite des Emittenten zu veröffentlichen. 

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