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Sanktionen gegen Russland treffen deutsche Wirtschaft

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Die EU-Sanktionen gegen Russland sind für viele deutsche Unternehmen ein Boomerang. Die exportorientierten Wirtschaftszweige sorgen sich um den wegbrechenden Absatzmarkt. Aber auch die Beschaffung von Rohstoffen und Materialien wird zur Hürde.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck will mit den EU-Sanktionen "die russische Wirtschaft scharf und die deutsche Wirtschaft möglichst gering treffen". Ob das gelingt?


Auch wenn die Umfrage nicht repräsentativ ist, zeichnet sie ein Stimmungsbild - und das ist eher düster: Denn die rund 235 branchenübergreifend von Kloepfel Consulting befragten Fach- und Führungskräfte bewerten die wirtschaftliche Aussichten für ihre Unternehmen im Zuge des Ukraine-Konflikts überwiegend trübe. 

So exportieren 62 Prozent der befragten deutschen Unternehmen Güter nach Russland. Drei Prozent von ihnen fürchten daher um ihre Existenz, acht Prozent sehen ihr Wachstum zumindest stark gefährdet. Etwa jeder dritte Befragte (31 Prozent) geht davon aus, das die Progression seiner Firma teilweise auf der Kippe stehe.

Wenig Wachstum bei steigende Rohstoffpreisen

64 Prozent sind nach eigener Einschätzung Leidtragende der EU-Sanktionen gegen die Russische Föderation. Jeder dritte davon (36 Prozent) fürchtet um die Expansion seines Unternehmens. Sieben Prozent sehen den wirtschaftlichen Erfolg stark bedroht, fünf Prozent bezeichnen die Sanktionen soagr als existenzgefährdend.

Jeweils 43 Prozent der Befragten rechnen zudem mit steigenden Rohstoff- und Energiepreisen sowie einem hohen Risiko für ihr Unternehmen. So sehen 26 Prozent die Versorgungssicherheit zumindest teilweise gefährdet. 

Bei den befragten Unternehmen tangiert der Ukraine-Konflikt bei 62 Prozent die Logistik. 47 Prozent gehen von Problemen aus, die teilweise ihr Geschäft berühren, 15 Prozent befürchten große Auswirkungen. Die gute Nachricht: Nur sechs Prozent der Firmen sind geschäftlich in der Ukraine aktiv. 

Sorge vor Stagflagtion wächst

Insgesamt macht unter Wirtschaftsexperten die Sorge vor einer Stagflation die Runde, also dem Zusammentreffen von hoher Inflation und Wachstumsschwäche. Waren es bis zu Putins Feldzug gegen die Ukraine geopolitische Risiken wie Corona, Lieferengpässe und Inflation, die die Erwartungen an das weltweite Wachstum dämpften, ist seit Kriegsbeginn insbesondere in Deutschland das Risiko einer massiven Energieknappheit hinzugekommen.

Noch ist offen, wie es mit der ökonomischen Entwicklung weitergehen wird. Denn derzeit ist unklar, wie lange der Krieg dauert und in welchem Ausmaß andere Länder davon betroffen sind. Dementsprechend groß ist die Spannbreite der möglichen Folgen: Sie reichen von einer konjunkturellen Delle bis hin zum großen Crash. 

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