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15.02.2017 | Automatisiertes Fahren | Nachricht | Onlineartikel

Schwarmdaten sollen den Weg zum automatisierten Fahren ebnen

Autor:
Benjamin Auerbach

Volkswagen rüstet seine künftigen Modelle mit einer neuen Navigationstechnologie von Mobileye aus. Die erhobenen Daten sollen in die Cloud fließen und perspektivisch auch um die Daten anderer Hersteller ergänzt werden.

Volkswagen und Mobileye planen, ab 2018 einen neuen Navigationsstandard für das automatische Fahren zu realisieren. Künftige Volkswagen-Modelle werden dafür die kamerabasierte Karten- und Lokalisierungstechnologie Road Experience Management (REM) von Mobileye nutzen. Damit wollen Mobileye und Volkswagen den nächsten Schritt hin zum automatischen Fahren machen, für das präzises Kartenmaterial als eine Grundvoraussetzung gilt.

REM erstellt via Crowdsourcing Echtzeitdaten zur präzisen Lokalisierung und zum Erfassen von High-Definition-Spurdaten. Die mit Frontkameras ausgestatteten Volkswagen erfassen durch optische Sensorsysteme von Mobileye Fahrbahnmarkierungen und Straßeninformationen, die komprimiert in die Cloud fließen. Diese Daten sollen zur kontinuierlichen Verbesserung von HD-Navigationskarten mit hochpräziser Lokalisierungsfähigkeit eingesetzt werden.

Branchenweiter Standard ist möglich

"Die Zukunft des automatischen Fahrens hängt von der Fähigkeit ab, präzise HD-Karten zu erstellen, diese aktuell zu halten und mit minimalen Kosten zu skalieren", skizziert Professor Amnon Shashua, Technologievorstand von Mobileye. Noch wichtiger sei es aus seiner Sicht, dass die Vereinbarung einen Rahmen für eine branchenweite Zusammenarbeit zwischen Automobilherstellern biete. Die Vereinbarung ermögliche das weltweite Zusammenführen von Daten verschiedener Automobilhersteller zu einer HD-Weltkarte und einen branchenweiten Standard.

Dr. Frank Welsch, Volkswagen Markenvorstand für den Geschäftsbereich Entwicklung: "Tagtäglich fahren weltweit Millionen von Volkswagen durch unsere Straßen. Viele davon sind bereits mit Umfeldsensorik ausgestattet. Diesen Schwarm können wir nun nutzen, um unterschiedliche Umfelddaten, etwa über Verkehrsfluss, Straßenzustand und freie Parkplätze anonymisiert zu erfassen und in übergeordneten Systemen verfügbar zu machen." 

 

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