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03.03.2021 | Betriebsstoffe | Infografik | Onlineartikel

CO2-Steuer könnte Pkw-Emissionen reduzieren

Autor:
Christiane Köllner
2 Min. Lesedauer

Einer RWI-Studie zufolge wirkt die CO2-Steuer: Die gefahrenen Kilometer und der Gesamtkraftstoffverbrauch sinken, wenn Kraftstoff teurer wird. Dies gilt allerdings nur für Benzinautos. 

Durch die zum 1. Januar 2021 eingeführte CO2-Steuer von 25 Euro pro Tonne soll sich der CO2-Ausstoß von Pkw in Deutschland um mindestens 740.000 Tonnen reduzieren. Das prognostiziert eine Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Das entspreche etwa 0,8 Prozent der CO2-Emissionen von Pkw in Deutschland. Die gleiche CO2-Reduzierung würde durch die Stilllegung von etwa 360.000 Fahrzeugen erreicht. Durch eine CO2-Steuer von 55 Euro, wie für das Jahr 2025 geplant, dürften sich die Emissionen um mindestens 1,62 Millionen Tonnen CO2 reduzieren, so die Studie. Dies entspreche rund 1,7 Prozent der CO2-Emissionen von Pkw oder einer Stilllegung von rund 790.000 Fahrzeugen.

Die RWI-Studie basiert auf Daten des deutschen Mobilitätspanels für die Jahre 2004 bis 2019. Dabei fanden die RWI-Forscher heraus, dass die gefahrenen Kilometer und der Gesamtverbrauch sinken, wenn Kraftstoff teurer wird. Dies gelte allerdings nur für Benzinautos. Bei Dieselfahrzeugen verändere sich der Verbrauch infolge von Preisschwankungen nicht. Die Prognose der Wirkung der CO2-Steuer basiert auf der Annahme, dass Menschen auf eine CO2-Steuer genauso reagieren wie auf sonstige Benzinpreisänderungen. 

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Dieselfahrzeuge: Preisschwankungen beeinflussen Verbrauch nicht

Bei einer Erhöhung des Benzinpreises um zehn Prozent gehen die gefahrenen Kilometer von Benzinautos im Schnitt um 2,5 Prozent zurück, so die Forscher. Infolge der eingeführten CO2-Steuer, die Benzin um rund fünf Prozent verteuert, könnten Benziner demnach pro Jahr rund 1,25 Prozent weniger Kilometer zurücklegen.

Zugleich erhöhe sich der Kraftstoffverbrauch pro Kilometer, wenn der Benzinpreis steigt. Dazu könnte ein geändertes Fahrverhalten beitragen – etwa der Verzicht auf lange Fahrten, bei denen pro Kilometer durchschnittlich weniger Benzin verbraucht wird als bei Fahrten in der Stadt. Insgesamt sinke der Kraftstoffverbrauch bei einer zehnprozentigen Preiserhöhung um rund 2,3 Prozent.

Bei Dieselfahrzeugen verändern sich infolge von Preisänderungen dagegen weder die Fahrleistung noch der Kraftstoffverbrauch signifikant, so die Forscher. Ein Grund könnte sein, dass Dieselautos häufig von Menschen genutzt werden, die aus beruflichen oder familiären Gründen viel fahren müssen und deshalb nicht auf höhere Kraftstoffpreise reagieren.

Höhere CO2-Steuer könnte Fahrverhalten ändern

"Unsere Studie zeigt, dass die CO2-Steuer im Verkehrssektor die Emissionen reduzieren dürfte", sagt RWI-Umweltökonom Colin Vance. "Allerdings wird die Wirkung vermutlich zunächst nur moderat sein, unter anderem, weil Dieselfahrer kaum auf Preisänderungen reagieren. Langfristig dürften höhere CO2-Steuern aber dazu führen, dass Menschen ihr Fahrverhalten anpassen oder auf andere Verkehrsmittel umsteigen."

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