Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Die Zusammenarbeit mit digitalen Influencern wird für die Marketing- und PR-Abteilungen großer Unternehmen immer interessanter. Neben klassischer Werbung, Media Relations und Content Marketing gehört auch das Influencer Marketing mittlerweile zum Handwerkszeug der Unternehmenskommunikation. Aber was sind eigentlich Influencer? Influencer sind die Meinungsführer und Meinungsmacher des digitalen Zeitalters. Typischerweise haben sie sich über verschiedene digitale Kanäle (wie Blogs und Social Media) ein Netzwerk aufbauen können, in dem sie dank einer gewissen Themenkompetenz als Anlaufquelle für bestimmte Informationen gelten.
Influencer sind in der Regel also weder Journalisten noch klassischen Testimonials oder Prominente, die seit jeher in der Werbung als Botschafter eingesetzt werden, sondern viel mehr ganz normale Menschen, die sich in der digitalen Öffentlichkeit den Ruf eines Experten für bestimmte Themen erarbeiten konnten. In Unternehmen gilt daher die Pflege der Influencer Relations als Weiterentwicklung des Empfehlungsmarketings. Denn auch wenn die Theorie die Wirksamkeit des Influencer Marketings noch oft kritisch diskutiert, sind Unternehmen, die mittlerweile - ausschließlich oder verstärkt - auf diese Form der Kommunikation setzen, sehr erfolgreich damit.
Dieses Grundlagenwerk bietet erstmals eine fundierte Aufbereitung der Felder Influencer Relations und Influencer Marketing. Neben einer umfassenden Definition und Abgrenzung der wichtigen Begrifflichkeiten stellt es vor allem die Aspekte der strategischen Planung und praktischen Umsetzung vor und erläutert die Themen Evaluation/Key Performance Indicators sowie rechtliche und medienethische Grundlagen. Führende Experten aus der Praxis geben anhand aktueller Best-Cases einen Einblick in den aktuellen Status quo der jungen Disziplin, der vor allem für Vertreter aus Unternehmen und Agenturen interessant ist. Insgesamt ein lohnendes Buch für Kommunikations- und Marketingexperten wie auch Studierende der Kommunikationswissenschaften sowie der Public Relations und des Marketings.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Grundlagen und Einordnung

Frontmatter

Kapitel 1. Von Two-Step-Flow bis Influencer Relations: Die Entwicklung der Kommunikation mit Meinungsführern

Die Entwicklung der Teildisziplin Influencer Relations basiert auf der Kommunikation mit und über digitale Meinungsführer. Durch eine rasante Entwicklung der digitalen Kommunikationsmöglichkeiten und der Rahmenbedingungen in den sozialen Netzwerken ist dieses neue Arbeitsfeld entstanden. Die Beschäftigung mit Meinungsführern ist jedoch nicht neu und wurde durch die sogenannten Columbia-Studien von Lazarsfeld und Katz in den 1940er-Jahren begründet. Zudem befasst sich die Medienwirkungsforschung mit der Beziehung von Menschen zu medialen Personen. Der Beitrag zeigt die Ansatzpunkte der theoretischen und empirischen Meinungsführer- und Medienwirkungsforschung auf, um daraus Erkenntnisse für den Umgang mit der Disziplin und eine zielführende Kommunikationsarbeit abzuleiten. Es werden Hinweise gegeben, wie die Merkmale eines Influencers und die Beziehung zu seinen Followern begutachtet und untersucht werden können.
Annika Schach

Kapitel 2. Begriffsklärung: Influencer Marketing vs. Influencer Relations

Wenn neue Kommunikationsformen professionell erschlossen werden, ist es wichtig, sich bewusst zu sein, dass Begrifflichkeiten meist noch nicht allgemeingültig definiert sind. So verbergen sich derzeit hinter den Begriffen „Influencer Relations“ und „Influencer Marketing“ äußerst unterschiedliche Erwartungen, was die Ergebnisse und die prozessuale Umsetzung der darunter subsumierten Kommunikationsmaßnahmen betrifft. Dieser Beitrag soll dabei helfen, für die unterschiedlichen Definitionen zu sensibilisieren und gleichzeitig begriffliche Orientierung geben.
Timo Lommatzsch

Kapitel 3. Botschafter, Blogger, Influencer: Eine definitorische Einordnung aus der Perspektive der Public Relations

Die Influencer Relations oder das Influencer Marketing ist ein in der Praxis viel diskutiertes neues Arbeitsfeld. Die Entwicklung vollzieht sich rasant, ist jedoch stark geprägt von der operativen Umsetzung. Eine allgemein akzeptierte Definition hat sich durch die Dynamik im Markt bisher nicht entwickeln können. Zudem existiert eine Vielzahl an Begriffen für den adressierten Personenkreis der Influencer. Der Beitrag liefert eine Einordnung der neuen Disziplin Influencer Relations im Kontext des Stakeholder Managements der Unternehmenskommunikation, entwirft eine definitorische Abgrenzung zu den Media Relations und stellt ein Modell für eine fundierte Schärfung des Begriffs des Influencers vor.
Annika Schach

Kapitel 4. You influence me and I influence them: Meinungsbeeinflussung durch Multiplikatoren am Beispiel der Pyramid of Influence

Der Beitrag zieht einen Vergleich zwischen den traditionellen Medien und dem Influencer Marketing anhand der Pyramid of Influence. Die Pyramide zeigt unterschiedliche Level, auf denen sich Konsumenten einordnen und kategorisieren lassen. Von oben nach unten nimmt das Interesse, die Leidenschaft und die Begeisterung für ein bestimmtes Themengebiet (Vertical) ab und die Zielgruppe vergrößert sich gleichermaßen. Aus den Erkenntnissen des Modells leiten sich zwei unterschiedliche Strategien für die Zusammenarbeit mit Influencern ab: das Push- und Pull-Marketing.
Laura Pier, Katharina Faber

Studien und Empirie

Frontmatter

Kapitel 5. Jenseits von Bibi & Co.: Influencer-Kommunikation für B2B- und mittelständische Unternehmen

Influencer können neben dem B2C- auch im B2B-Umfeld eine sinnvolle Rolle spielen. Allerdings sind werbeartige Präsentationen wie sie beispielsweise durch den Einsatz von YouTubern in der B2C-Kommunikation bekannt sind, hier wenig bedeutsam. Stattdessen zählen längerfristige Beziehungen zu Influencern – und vor allem sind in der B2B-Kommunikation andere Influencer-Gruppen relevant, allen voran Kunden und Mitarbeiter. Dies zeigt eine Befragung von Kommunikations- und Marketingvertretern von B2B-Unternehmen.
Thomas Pleil, Pia Sue Helferich, Michael Grupe

Kapitel 6. Inspiration oder Störung? Ein Experiment zur Wirkung von Influencer-Werbung auf Instagram

Nutzerinnen und Nutzer sozialer Medien mit besonders hoher Reichweite und Expertise auf ihrem Gebiet, sogenannte Influencerinnen oder Influencer, gelten auf der Foto- und Video-Plattform Instagram als vertrauenswürdige Ratgeber. Entsprechend gefragt sind sie bei Werbetreibenden. Immer mehr Unternehmen entlohnen sie dafür, Produkte in ihren Beiträgen zu promoten, um von ihrem Einfluss zu profitieren. Nicht immer wird dabei die werbliche Intention offengelegt. Die experimentelle Studie (N = 476) untersucht, ob das Werben mit einer Instagram-Influencerin (in Form von direkter bzw. indirekter Influencer-Werbung im Kontrast zu einer Werbeanzeige) positiv auf die Einstellung zu Marke und Empfehlungsbereitschaft von Nutzerinnen wirkt und von welchen Faktoren die Effekte abhängen. Die kommunikationswissenschaftliche Grundlage dazu bilden Erkenntnisse zu Testimonial- und hybrider Werbung.
Lisette Scheunert, Daniela Schlütz, Elena Link, Katharina Emde-Lachmund

Kapitel 7. Produktplatzierungen auf YouTube: Eine Untersuchung zu werberechtlichen Rahmenbedingungen und der Wahrnehmung von Produktplatzierungen

Junge Heranwachsende stellen für Werbetreibende eine äußerst attraktive Zielgruppe dar – als direkte und indirekte Käuferschaft, aber auch hinsichtlich der frühen Bildung von Markenpräferenzen. Diese in Zeiten von Adblockern, Second Screen & Co. zielgruppengerecht und ohne hohe Streuverluste zu erreichen, gestaltet sich allerdings mitunter herausfordernd. Produktplatzierungen/Product Placements in Sozialen Medien als Disziplin des Influencer Marketings setzen genau an dieser Stelle an. Der nachfolgende Beitrag beleuchtet diesen Umstand anhand von Produktplatzierungen auf der Videoplattform YouTube, die laut aktuellen Ergebnissen zum Mediennutzungsverhalten junger Menschen eine sehr hohe Relevanz für diese Zielgruppe besitzt. Die Untersuchung erfolgt dabei aus zwei Perspektiven: Zum einen werden die rechtlichen Rahmenbedingungen zu Produktplatzierungen in Deutschland beleuchtet. Bußgelder und vor allem das jüngste Gerichtsurteil des Oberlandesgerichts Celle gegen Rossmann bezüglich Schleichwerbung auf der Social-Media-Plattform Instagram sorgten in der Branche zuletzt für Verunsicherungen. Ob dies seitens der Medienanstalten auch zu einer Verschärfung der implementierten Richtlinien für YouTube führte und wie diese generell ausgestaltet sind, wird in diesem Beitrag erläutert. Zum anderen gibt eine empirische Untersuchung zu Produktplatzierungen auf YouTube Einblicke, wie eine junge Zielgruppe diese Form der nativen Werbung wahrnimmt.
Carina Bogus

Kapitel 8. Own the Follower: Wie lassen sich Influencer erfolgreich in den eigenen Unternehmenskanal einbinden? Eine Untersuchung anhand der YouTube-Kanäle deutscher Beauty-Unternehmen

Bei der Konzeption ihrer Owned-Media-Kanäle in sozialen Netzwerken wie YouTube und Instagram stehen Unternehmen vor dem grundlegenden Problem, das Interesse ihrer Zielgruppen zu wecken und sich eine Reichweite für die eigenen Distributionskanäle aufzubauen. Eine Lösung: Unternehmen machen sich vermehrt die Bekanntheit von Social-Media-Stars zunutze und binden umfassende Influencer-Inhalte in ihre eigenen Kanäle ein. Dieses Vorgehen bietet Unternehmen den Vorteil, ihre Abhängigkeit von den Influencern als Vermittler zwischen Unternehmen und Zielgruppe zu verringern. In diesem Beitrag untersuchen wir, wie es anhand der Integration von Influencern in unternehmenseigene YouTube-Kanäle gelingen kann, die eigene Kanalreichweite zu steigern und eigene, unvermittelte Beziehungen zur Zielgruppe aufzubauen. Am Beispiel deutscher Kosmetikunternehmen geben wir zunächst einen allgemeinen Überblick über die Formen von Influencer-Kooperationen auf der Videoplattform und stellen dann die erfolgreichsten Kanalkonzepte der Beauty-Branche vor. Auf dieser Grundlage präsentieren wir schließlich praxisorientierte Handlungsempfehlungen für die Einbindung von Influencern in unternehmenseigene YouTube-Kanäle.
Lisa Krömer, Nils S. Borchers, Nadja Enke

Kapitel 9. Blogger vs. Journalisten – Influencer Relations vs. Media Relations: Befunde einer vergleichenden empirischen Untersuchung

Blogger bzw. Influencer werden für Unternehmen neben Journalisten zu einer zunehmend wichtigeren Zwischenzielgruppe. Das hat bereits dazu geführt, dass Unternehmen analog zu ihren Media Relations auch die Blogger bzw. Influencer Relations auf- und ausbauen. Damit rückt die Frage in den Mittelpunkt: Was verbindet Blogger mit oder trennt sie von professionellen Journalisten? Wie bewerten etablierte Journalisten und die zumeist weniger etablierten Blogger die Bemühungen von Unternehmen und anderen Organisationen? Zum Vergleich zwischen beiden Gruppen liegen bislang kaum Befunde vor. Diese vergleichende Perspektive steht im Mittelpunkt dieses Beitrages. Dazu werden ausgewählte Befunde aus einer größeren, von der Otto Brenner Stiftung geförderten Studie vorgestellt.
Olaf Hoffjann, Oliver Haidukiewicz

Strategie und Umsetzung

Frontmatter

Kapitel 10. Influencer Relations: Der neue King of Content

Dieser Beitrag erklärt, wie Unternehmen Influencer als Markenbotschafter gewinnen können und welche Grundsätze bei der Zusammenarbeit mit Influencern zu berücksichtigen sind. Nach einer Begriffsbestimmung von Influencern als Meinungsführer im digitalen Kommunikationsraum des Social Web erfolgt eine Kategorisierung in verschiedene Influencer-Typen. Hierbei werden die für Influencer charakteristischen Merkmale expliziert und ihr meinungsbildender Einfluss auf Kaufentscheidungen und Markenpräferenzen von Konsumenten erklärt. Anschließend werden sechs Konzeptionsschritte vorgelegt, die Kommunikationsverantwortliche als praxisorientierten Leitfaden für eine systematisch und langfristig angelegte Influencer Relations-Strategie dienen können. Anhand typischer Content-Formate aus den Branchen Beauty, Fashion und Food wird die Bandbreite an möglichen Influencer-Kooperationen aufgezeigt, um glaubwürdige Produktempfehlungen und Markennennungen zur Verbesserung der Unternehmensreputation zu erzielen.
Lan Anh Nguyen

Kapitel 11. Influencer Relations: Es kommt nicht auf die Größe an

Die Zusammenarbeit von Unternehmen und Influencern zeichnet sich vor allem durch einen großen Vorteil aus: Influencer als Teil der Zielgruppe kommunizieren auf Augenhöhe mit der Zielgruppe und verfügen damit über eine enorme Glaubwürdigkeit. Für Unternehmen können Influencer verschiedene Rolle einnehmen: sie regen Diskussionen an, unterstützen bei der Positionierung, erstellen nachhaltig präsente Inhalte und agieren im besten Fall als digitale Markenbotschafter. Im Optimalfall schreiben sie nicht nur über, sondern leben ihre Themen. Doch wie lässt sich das Potenzial von Influencern nutzen und diese zum „Partner in Crime“ für Unternehmen werden? Welche Kriterien sind für eine professionelle und langfristige Zusammenarbeit relevant? Und welchen Stellenwert spielt die Reichweite? Kommt es wirklich auf die Größe an? Der Beitrag rückt die Arbeit hinter erfolgreichen Influencer Relations in den Fokus, gibt Empfehlungen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und zeigt das Potenzial auf, das strategisch geplante Influencer Relations bergen.
Tomma Rabach

Kapitel 12. Von den Zielen zur Umsetzung: Planung, Organisation und Evaluation von Influencer-Kommunikation

Immer mehr Organisationen setzen auf die Zusammenarbeit mit sogenannten Social-Media-Influencern. Diese neuen Akteure im Social Web zeichnen sich dadurch aus, dass sie erfolgreich Content produzieren und über diese Fähigkeit mittels eigener – zum Teil reichweitenstarker – Kanäle eine enge Beziehung zu ihren Followern aufbauen. Aufgrund dieser Eigenschaften versuchen Organisationen, Influencer als Kommunikatoren zu nutzen bzw. in ihre Kommunikationsaktivitäten einzubinden. Dieser Beitrag bietet Kommunikationspraktikern eine systematische Übersicht über die einzelnen Prozessschritte im Management von Influencer-Kommunikation und zeigt dabei alternative Handlungsmöglichkeiten für die jeweiligen Schritte auf. Der Überblick fußt auf einer explorativen Studie zum Management strategischer Social-Media-Influencer-Kommunikation. Sie liefert umfangreiche Erkenntnisse zur Planung, Organisation und Kontrolle der Influencer-Kommunikation. Auf dieser Grundlage präsentieren wir erstens konkrete Hilfestellungen für die Kommunikationspraxis und stellen zweitens die zentralen Herausforderungen vor, die Organisationen für eine erfolgreiche Implementierung meistern müssen.
Nadja Enke, Nils S. Borchers

Kapitel 13. The Perfect Fit: Wie jedes Unternehmen passgenaue und hochwertige Influencer identifiziert

Influencer, Meinungsführer, Multiplikatoren: In den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche Begriffe etabliert für ein Phänomen, das gar nicht mehr so neu ist. Der Einfluss individueller Persönlichkeiten wird genutzt, um Marken und Unternehmen aus der Masse positiv hervorzuheben. Was sich noch vor wenigen Jahren hauptsächlich mit Millionenbudgets und großen Stars im Rahmen von Fernseh- oder Bannerwerbung umsetzen ließ, ist heute durch Social Media und Influencer auch mit deutlich geringeren Budgets möglich – erfolgreicher und deutlich authentischer. Inzwischen ist Influencer Marketing eine 1-Millarde-Dollar-Industrie und wächst Jahr für Jahr stetig. Um eine Kampagne mit den beliebten Multiplikatoren zum Erfolg zu führen, ist jedoch schon die Wahl des richtigen Influencers ein entscheidender Schritt. Bei einer Auswahl von über zweihunderttausend Influencer-Kanälen in Deutschland stellt die Identifikation von Kooperationspartnern für viele Unternehmen eine enorme Herausforderung dar. In diesem Kapitel gehen wir den Fragen nach: Wie finde ich den passenden Influencer für meine Marke? Auf welche Kriterien kommt es an? Welche Tools helfen mir? Und wie stelle ich sicher, dass mein ausgewählter Meinungsführer kein Fake ist?
Mona Hellenkemper

Kapitel 14. Corporate Influencer: Warum der Geschäftsführer nicht immer die Hauptrolle spielen muss

Warum nach externen Markenbotschaftern suchen, wenn doch die eigene Belegschaft unbekannte Schätze birgt? Interne Multiplikatoren, sogenannte Corporate Influencer, können sowohl für die interne, als auch für die externe Kommunikation extreme Strahlkraft entwickeln. Unternehmen, die Change-Prozesse bewältigen müssen, die in der Informationsflut kaum noch zu ihren Zielgruppen durchdringen und die um neue Mitarbeiter konkurrieren, brauchen vor allem eines: glaubwürdige Fürsprecher aus den eigenen Reihen. Doch wie lassen sich Corporate Influencer identifizieren, befähigen, strategisch lenken und bestmöglich unterstützen? So viel vorweg: Die eigene Unternehmensleitung taugt längst nicht immer zum wirksamen Influencer.
Annett Bergk, Paula Slomian

Kapitel 15. Das Geschäftsmodell Influencer: Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Bloggern, Instagrammern und Co

Um erfolgreiche Influencer Relations bzw. Marketing zu betreiben, sind fundierte Kenntnisse der Einnahmequellen von Bloggern und weiteren Online-Influencern essenziell. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über Möglichkeiten der Zusammenarbeit über die klassische PR-Arbeit hinaus. Die Ziele der (redaktionellen) Zusammenarbeit mit Influencern mögen bisweilen ähnliche Formate und Inhalte sein, wie bei der Kooperation mit Onlineablegern von Printmedien oder anderen Onlinemagazinen mit Verlag im Hintergrund. Der Weg zur gezielten Veröffentlichung ist nicht vergleichbar. Die redaktionelle Entscheidung, ein Thema zu bearbeiten und Produkte, Marken oder Unternehmen zu nennen, hängt noch stärker von der Möglichkeit der Monetarisierung der produzierten Inhalte ab.
Julia-Maria Blesin

Kapitel 16. Influencer Relations: Ein Leitfaden für gelungene Markenkommunikation in sozialen Netzwerken

Unternehmen platzieren ihre Produkte immer häufiger über Influencer in sozialen Netzwerken. Marken versprechen sich aufgrund hoher Reichweiten Aufmerksamkeit für das eigene Produkt. Für ein erfolgsversprechendes Empfehlungsmarketing über digitale Meinungsführer werden teils immense Summen gezahlt. Hohe Followerzahlen sind jedoch kein Garant für positive Reaktionen der Dialoggruppen. In diesem Beitrag wird begründet, warum Reichweiten allein nichts über die Qualität eines Influencers aussagen. Es werden Kriterien genannt, die Influencer als Kommunikationsexperten und Multiplikatoren erfüllen sollten. Schließlich bieten die empirisch und theoretisch gewonnenen Erkenntnisse einen Leitfaden für Unternehmen.
Darleen Owsianski

Kapitel 17. Kennzeichnung und Transparenz in der Zusammenarbeit mit Influencern

Kennzeichnung und Transparenz sind nicht nur die meistdiskutierten Themen rund um Influencer Relations, sie sind gleichermaßen die Basis für eine professionelle Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Influencern. Ein transparenter Umgang mit Kooperationsgeschäften und eine rechtssichere Kennzeichnung zahlen auf die Glaubwürdigkeit von Influencern und Unternehmen ein. Dabei ist eine Kennzeichnung nicht nur bei einer entgeltlichen Zuwendung geboten. Der Beitrag stellt die aktuelle Rechtslage und Empfehlungen der Medienanstalten vor. Es werden detaillierte Hinweise und Empfehlungen für gezielte und rechtssichere Kennzeichnungsformen gegeben. Abschließende Praxistipps liefern einen umfassenden Überblick darüber, was Unternehmen bei der Zusammenarbeit mit Influencern beachten sollten.
Djure Meinen, Martin Gerecke

Praxis und Perspektiven

Frontmatter

Kapitel 18. Mit Leidenschaft anstecken und für den E-Commerce begeistern – Corporate Influencer bei OTTO

Die stärksten und authentischsten Botschafter für ein Unternehmen sind die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Als eine der ersten Marken in Deutschland setzt OTTO auf die Aus- und Weiterbildung der eigenen Experten zu Botschaftern und hebt damit das Recruiting von Fachkräften und das Employer Branding auf ein neues Level. Nach dem Startschuss des Jobbotschafterprogramms im Oktober 2017 haben sich innerhalb kürzester Zeit 100 OTTO-Mitarbeitende für das freiwillige Seminarangebot angemeldet und werden seitdem für Einsätze für den Onlinehändler auf Konferenzen, in Social Media oder im Bewerbungsgespräch trainiert.
Nick Marten, Eugenia Kirchmeer

Kapitel 19. Ärzte als Markenbotschafter? Eine prämierte Kommunikationsidee des Klinikums Dortmund

Ein Krankenhaus steigt in die Influencer-Szene ein: Das Klinikum Dortmund hat im Frühjahr 2017 als erstes Krankenhaus in Europa auf Facebook und Instagram eine „Sprechstunde 2.0“ eingeführt. Ärzte und andere Spezialisten aus dem Klinikum treten in Live-Experten-Chats auf, die durch die Unternehmenskommunikation des Klinikums auf den sozialen Kanälen initiiert und moderiert werden. Inzwischen hat das Krankenhaus mit den Videos fast zwei Millionen Aufrufe erzielt, zahlreiche Auszeichnungen für das Format „klinikumlive@socialmedia“ erhalten und gilt national wie international als Vorreiter aus dem Gebiet dieser innovativen Form des Content-Marketings und der Live-Kommunikation.
Marc Raschke

Kapitel 20. Positionierung, Kompetenz-Aufbau und Akquise: die bloggende Agentur mit Influencer-Status

Mit ihrem Blog „Ich bin dein Vater“ (www.​ichbindeinvater.​de) hat sich die Kölner Kommunikationsagentur Dr. Guntermann GmbH einen öffentlichen und erfolgreichen digitalen Showcase geschaffen und sich über das Metathema „aktive Vaterschaft“ positioniert. Der Agenturblog fungiert als öffentlich gelebte digitale Themenwelt mit Mehrwerten nach innen und außen. Die so erworbene digitale Kompetenz und damit verbundene Reputation bringen die Agentur immer wieder in Kontakt zu Unternehmen. Es gehört zur Agentur-Policy, dass jeder Berater als (Mikro-)Influencer aktiv ist, um die Spielregeln der digitalen Kommunikation als Dienstleitung professionell beherrschen zu können: Der Prozess erweist sich als Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Die Agentur hat durch den Blog ihre digitale Flanke geschlossen, die eigene Positionierung geschärft, sowie gemeinsam mit anderen BloggerInnen die größte Elternblogger-Konferenz Deutschlands auf die Beine gestellt.
Thomas Guntermann, Thomas Lemken, Janni Orfanidis

Kapitel 21. Bloggen und Kooperationen: Aus der Perspektive von Mikro-Influencern

Immer mehr Unternehmen arbeiten mittlerweile mit Mikro-Influencern zusammen – Influencern mit einer verhältnismäßig kleineren Reichweite. Diese betreiben ihre Social-Media-Aktivitäten meist nicht als Hauptberuf, spezialisieren sich oft auf ein bestimmtes Thema und haben eine Community mit ähnlichen Interessen. Sie punkten zudem mit einer sehr authentischen und glaubwürdigen Darstellung und oft sehr hohen Engagement-Raten. Ihnen sind bei Kooperationen mit Unternehmen vor allem der kreative Freiraum und eine persönliche Ansprache wichtig. Der Beitrag fasst die Ergebnisse einer Befragung von drei erfolgreichen Mikro-Influencerinnen zusammen und gibt Hinweise für eine erfolgreiche Kooperationsanbahnung durch Unternehmen.
Regina Kirchmeier
Weitere Informationen

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Best Practices für Web-Exzellenz im Online-Handel

Erfolgsbeispiele für erfolgreiche Online-Unternehmen gibt es viele. Best Practices für Web-Exzellenz ergeben sich aus der bestmöglichen Umsetzung der Erfolgsfaktoren, die sie auf der anderen Seite aber auch maßgeblich mit bestimmt haben. Lesen Sie hier, was Sie von den Unternehmen lernen können, die zu Recht als "exzellent" bezeichnet werden können.
Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise