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26.07.2021 | Nachhaltige Geldanlagen | Infografik | Online-Artikel

Kunden wollen für Green Banking nicht mehr zahlen

verfasst von: Angelika Breinich-Schilly

1:30 Min. Lesedauer
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Die Notwendigkeit für umweltfreundliches und faires Wirtschaften und Produzieren ist den meisten Deutschen wichtig. Viele sind bereit, für entsprechende Waren mehr Geld zu zahlen. Doch das gilt nicht für nachhaltige Produkte der Finanzbranche.

Weniger Rendite oder höhere Kosten für eine nachhaltige Geldanlage zu aktzeptieren, dazu sind viele, vor allem ältere Bankkunden nicht bereit. Insgesamt würden in Deutschland nur 32 Prozent der Bürger für ein entsprechendes Finanzangebot mehr Geld ausgeben. Zu diesem Ergebnis kommt die bevölkerungsrepräsentative Studie "Liquidität 50Plus", für die im Auftrag der Teambank mehr als 3.000 Verbraucher befragt wurden.

Interessant ist, dass 83 Prozent der Deutschen fordern, dass sich alle Unternehmen unabhängig von ihrer Branche mit dem Klimawandel auseinandersetzen. Unter den Befragten ab 50 Jahren sind es sogar 87 Prozent. Und die Hälfte der Deutschen erwartet, dass eine Bank ihre ökologisch-sozialen Anstrengungen darlegt. So achten 41 Prozent der Befragten darauf, dass bei Bank- und Versicherungsprodukten ökologisch-soziale Standards eingehalten werden. 

Jüngere sind eher bereit, für Green Banking mehr zu zahlen

Warum für Green Banking mit 45 Prozent vor allem die jüngeren Bundesbürger unter 30 Jahren höhere Kosten oder eine geringere Rendite in Kauf nehmen würden, liegt laut Studie am unterschiedlichen Bewusstsein für eine ökologisch-soziale Ausrichtung von Finanzdienstleistungen. "Vertrauen ist auch von der für Kunden tatsächlich erlebbaren öko-sozialen Verantwortung abhängig. Banken müssen es sich erarbeiten und täglich unter Beweis stellen, dass sie es auch verdienen. Deshalb ist transparente Kommunikation in diesem Bereich besonders wichtig", betont Teambank-Vorstandschef Frank Mühlbauer. 

Gerade bei den Bank- und Versicherungsleistungen müssen die Institute offenbar bei allen Altersgruppen mehr Überzeugungsarbeit leisten: Denn geht es um umweltfreundlich und fair produzierte Kleidung oder andere Waren, sind sogar 64 Prozent der jungen Deutschen unter 30 Jahren bereit, mehr Geld auf die Ladentheke zu legen. Aus der Generation 50 Plus greifen immerhin 48 Prozent tiefer für nachhaltige Produkte in die Tasche. Aber der Finanzbereich werde nachziehen, glaubt Mühlbauer. "Daher ist es umso wichtiger, den Nachhaltigkeitsaspekt bei allen Produkten und Services mitzudenken."


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