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02.10.2018 | Risikosteuerung | Im Fokus | Onlineartikel

Unternehmen müssen zukunftsgerichtet investieren

Autoren:
Karl Braun, Dr. Heiko van der Gracht

Die deutsche Wirtschaft boomt und steht vor vielfältigen Herausforderungen: Der technologische Wandel, vernetzte Wertschöpfungsketten sowie die sich wandelnde Arbeitswelt sind nur einige davon. Ein Gastbeitrag.

Unternehmen, die weiterhin optimistisch in die Zukunft blicken wollen, müssen künftige Investitionen anders priorisieren, indem sie auch Defizitbereiche stärken. Um herauszufinden, wie gut die deutschen Unternehmen vorbereitet sind, wo sie investieren und wo Handlungsbedarf besteht, hat KPMG mehr als 600 Branchenentscheider um ihre Einschätzung gebeten. Der KPMG Future Readiness Index misst ihre Stimmung (Optimismus), ihre Aufstellung in entscheidenden Bereichen (Reifegrad), ihre Aktivitäts- und Investitionsschwerpunkte (Investitionen) sowie ihre Wahrnehmung zukünftiger Herausforderungen (Trend-Sensitivität). Das Ergebnis zeigt Diskrepanzen zwischen Wollen und Können.

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Künftige Geschäftsmodelle stärker berücksichtigen

Die meisten Unternehmen investieren nach Wachstums- und Effizienzaspekten. Investitionen in das Produktportfoliosind für die meisten Studienteilnehmer am wichtigsten (70 Prozent), gefolgt von besseren Technologien (69 Prozent), optimierten Arbeitsabläufen (66 Prozent) sowie Innovationsfähigkeit (60 Prozent). Diese strategische Ausrichtung ist verständlich und gerade für Marktführer ist dies unerlässlich. Vernachlässigt man jedoch wichtige globale Entwicklungen, wird es problematisch. Nur 19 Prozent der Befragten erachten eine bessere Flexibilität gegenüber geopolitischen Veränderungen als wichtig. Bei der Abwehr von Substitutionsrisiken zeigt sich ein ähnliches Bild: Nur 27 Prozent der Unternehmen setzen hier einen Investitionsschwerpunkt. Das zeigt, dass Unternehmen vor allem in das etablierte Produktportfolio investieren und bestehende Prozesse effizienter gestalten wollen. 

Zukünftige Geschäftsmodelle und die Entwicklung neuer Geschäftsbereiche werden also vielerorts kaum berücksichtigt. Eine unzulängliche Priorisierung der strategischen Investitionen ist dagegen weitverbreitet. Angesichts rasanter Neuerungen und Disruption sowie globaler Unsicherheit ist ein Ausruhen auf gestrigen Erfolgen jedoch gefährlich. Dabei wird die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft vor allem durch technologische Entwicklungen in Frage gestellt. Die notwendigen Erfolgskompetenzen, um sich auf den globalen Märkten zu behaupten, sind vorhanden. Deutschland ist in vielen Bereichen sogar Vorreiter. Was allerdings die Zukunft betrifft, zeigt die Analyse: Eine unzulängliche Priorisierung der strategischen Investitionen ist weitverbreitet. Angesichts rasanter Neuerungen und Disruption sowie globaler Unsicherheit ist ein Ausruhen auf gestrigen Erfolgen jedoch gefährlich.

Zukunftsplanung muss Standard werden

Deutsche Unternehmen orientieren sich an dem Motto: "Never change a winning system". Heute sollte man ergänzen: "Disrupt, before you are disrupted". Während Effizienzdenken dominiert, werden quergedachte Produkte oft der Konkurrenz oder Startups überlassen. Zukunftsplanung ist wichtig: Roadmapping, Zukunftswerkstätten oder Prognosemärkte sollten zu Standardstrategien werden. Denn unternehmen, die sich jetzt schon sicher für die nächsten fünf Jahre aufstellen, können mit Zuversicht der Zukunft entgegenschreiten.

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