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CSR und Digitalisierung

Der digitale Wandel als Chance und Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft

  • 2017
  • Buch

Über dieses Buch

Dieses Buch ist ein Kaleidoskop unserer Gesellschaft und Zeit. Es beschäftigt sich mit Herausforderungen, Chancen und Risiken der größten Transformation der Geschichte: der Digitalisierung. Vorgestellt werden bahnbrechende neue Methoden zur nachhaltigen Steuerung der digitalen Transformation, neue Denkstile sowie neue Formen interdisziplinärer Zusammenarbeit - etwa mit Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaftlern, Ökonomen, Informatikern, Psychologen, Philosophen und Vertretern der Kreativwirtschaft. Sie zeigen, dass Digitalisierung weder gefürchtet noch verehrt werden muss, denn es geht vor allem darum, ihre Rolle zu verstehen, um sie nachhaltig zu gestalten.

Inhaltsverzeichnis

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  1. Frontmatter

  2. Wirtschaft, Politik und Gesellschaft

    1. Frontmatter

    2. Digitalisierung: Chancen auf neues Wachstum

      Bert Rürup, Sven Jung
      Zusammenfassung
      Ein aktueller „Megatrend“ für alle etablierten Industriestaaten ist die digitale Transformation. Diese Transformation ist nicht nur für die Unternehmen relevant, mit ihrer Breiten- und Kettenwirkung wird sie auch weite Teile der Gesellschaft verändern. Durch den Einsatz digitaler Technologien in der Produktion lassen sich viele Prozesse flexibler und individualisierter gestalten. Ferner werden von der Digitalisierung positive Produktivitätseffekte, sowie neue Produkte und Geschäftsmodelle erwartet.
      Wenn menschliche Arbeitsleistungen von Computern und Robotern erledigt werden, hat dies zur Folge, dass heute bestehende Arbeitsplätze wegfallen. Wie die Erfahrungen vorangegangener ″technischer Revolutionen″ zeigen, muss damit aber kein Rückgang der Beschäftigung oder gar ein Ende der Erwerbsarbeit verbunden sein. Sicher ist allerdings, dass die digitale Transformation zu einem Wandel der Art der Arbeit und der Erwerbsformen führt.
      Dieser technologische Umbruch bringt Herausforderungen für die Unternehmen mit sich und nicht geringere für die Politik, beispielsweise im Bereich Infrastruktur, rechtliche Rahmenbedingungen und für das sozialstaatliche Regelwerk.
    3. Digitalisierung – Technik für eine nachhaltige Gesellschaft?

      Andreas Kröhling
      Zusammenfassung
      Das Thema Digitalisierung ist inzwischen in aller Munde. Die Medien überschlagen sich geradezu mit Veröffentlichungen zu diesem Phänomen. Bisweilen ist auch von einem Megatrend die Rede. Auch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat das Thema Digitalisierung inzwischen entdeckt und fordert mehr Tempo bei der Digitalisierung. Obwohl insbesondere die wirtschaftliche Bedeutung des Themas offensichtlich ist, sind viele Begriffe zum Thema zahlreichen Bundesbürgern immer noch nicht bekannt. So geben weniger als 10% der Bundesbürger an, Begriffe wie Industrie 4.0, Big Data oder Internet der Dinge beschreiben zu können. Etwa drei Vierteln sind die Begriffe gänzlich unbekannt. Ein Umstand der wirklich überrascht, wenn man betrachtet, wie stark die Digitalisie-rung schon jetzt unseren Alltag verändert. Fahrerlose Verkehrsmittel wie der Skytrain am Frankfur-ter Flughafen, Selbstscan Kassen in Supermärkten oder öffentlichen Bibliotheken, Mitfahrportale wie „Uber“ oder Sharing Plattformen wie „AirBnB“ sind Belege für eine tiefgreifende technologie-getriebene Veränderung unseres gesellschaftlichen Lebens.
    4. Corporate Social Responsibilty verpasst die Digitalisierung

      Andreas Knaut
      Zusammenfassung
      Kommt die Rede auf das digitale Zeitalter, herrscht Aufbruchsstimmung. 910 Milliarden Dollar wird die Wirtschaft zur Umrüstung auf „Industrie 4.0 bis 2020 ausgeben, schätzen Experten. In Deutschland sind es immerhin 31 Milliarden. (Kroker 2016).
      „Industrie 4.0“ ermögliche grenzenlose Effektivität, einen neuen Höhenflug der Produktivität, mithin Rekorde an Gewinnausschüttungen und Börsenbewertungen, schwärmen Unternehmen und Aktionäre. Facharbeitermangel? Nicht doch. Der Kollege Computer arbeitet am Brain - Deutschland daher für drei, hat Thomas Straubhaar gerade ausgerechnet (Straubhaar 2016).
    5. Ist der digitale Wandel die Chance für eine europäische Zivilgesellschaft?

      Philipp von der Wippel
      Zusammenfassung
      Was ist die Zukunft des europäischen Projekts? Sie ist zum jetzigen Zeitpunkt ungewiss, weil sie von uns gestaltbar ist. Sie ist nur bedingt von den Ereignissen der Vergangenheit vorbestimmt, sondern hängt von dem Willen der Europäer ab, die eigene Zukunft aktiv zu gestalten. Ob also Europa den Bach runter geht oder ob es das erfolgreichste Friedensprojekt der Geschichte bleibt, entscheidet sich in unserer heutigen und zukünftigen Ausrichtung. Diese Tatsache erhöht die Verantwortung für kommende Entscheidungen, da wir uns nur beschränkt auf Vergangenes stützen können. Statt ausschließlich über die Details der europäischen Gemeinschaft auf politischer Ebene zu verhandeln, braucht es einen Diskurs der europäischen Bürger darüber, welches Europa wir uns vorstellen. Im Folgenden werde ich erläutern, dass der digitale Wandel das Potential mit sich bringt, eine europäische Zivilgesellschaft entstehen zu lassen. Damit kann sich das europäische Projekt im menschlichen Miteinander manifestieren und damit vervollständigen.
    6. Die MacGoogleisierung als neue Religion

      Christian Hoffmeister
      Zusammenfassung
      Der Glaube an die digitale Technologie und die damit verbundene Sinnstiftung und Erlösungslehre ist längst zu einer neuen (ökonomischen) Weltreligion geworden, nachdem die alten Religionen vor allem in unseren westlichen Gesellschaften immer stärker an Überzeugungskraft und Akzeptanz verloren haben.
      Nur wird diese neue Weltreligion nicht in über die traditionellen Organisationen der Kirchen und nicht in deren alten Gotteshäusern oder Klöstern gepredigt und verbreitet, sondern in den Unternehmenshallen, den Konferenzräumen und auf den Produktevents der Unternehmen des Silicon Valleys.
      Um die neue digitale Religion und das neue Glaubenssystem zu etablieren und vor allem für sich nutzbar zu machen, bedienen sich die Unternehmen des Silicon Valleys zentraler Elemente der alten Religionen und wenden diese im unternehmerischen Kontext an. Dies hat auch den Grund, dass Märkte heute durch ein Überangebot an Produkten gekennzeichnet sind, die sich zudem in ihren Funktionen und ihrem Nutzen immer mehr ähneln und daher untereinander austauschbar geworden sind.
      Wettbewerbsvorteile werden schon seit den neunziger Jahren nicht mehr durch Produktüberlegenheit erzielt, sondern eher durch eine überlegene Marketingstrategie.
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Titel
CSR und Digitalisierung
Herausgegeben von
Dr. Alexandra Hildebrandt
Werner Landhäußer
Copyright-Jahr
2017
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-53202-7
Print ISBN
978-3-662-53201-0
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-53202-7

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    Bildnachweise
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