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Altersvorsorge

weitere Buchkapitel

Kapitel 6. Empirische Befunde

Die Präsentation der empirischen Befunde ist in drei Schritte eingeteilt. Vor der Beantwortung der Hypothesen und der Adressierung der ersten und zweiten Forschungsfrage werden einige deskriptive Befunde vorgestellt und in den Kontext des Forschungsinteresses eingeordnet. Dabei werden zunächst die beiden Appraisaldimensionen Bedrohung und Wirksamkeit sowie abschließend der Umfang des Angsterlebens im Elektorat in Bezug auf die sechs Angstobjekte dargestellt.

Felix Flemming

Kapitel 5. Untersuchungskonzeption und Methodik

Zu Beginn des fünften Kapitels wird genauer der Bundestagswahlkampf 2017 und die Diskussion um Sorgen und Ängste der Wählerschaft analysiert. Dabei wird die Relevanz der in der empirischen Studie untersuchten Angstobjekte, die in Kapitel 2.5 bereits genannt und der Angstarten-Systematik von Schwarzer zugeordnet wurden, detaillierter herausgearbeitet, ihre Auswahl begründet und in das generelle Stimmungsbild einer teilweise verängstigten Bevölkerung in einem Klima fortschreitender Unsicherheit vor der Bundestagswahl eingebettet. Der Wahlkampf war von der Diskussion über Bedrohungen und Gefahren sowie den daraus resultierenden potenziellen Ängsten in der Bevölkerung geprägt.

Felix Flemming

2. Key to see® definiert Beziehungen neu

„Friss oder stirb!“ – die Zeiten, in denen sich Führungskräfte aus vielen Bewerbern den idealen Kandidaten aussuchen konnten, sind lange vorbei. Heute heißt es eher: „Ich muss nehmen, was kommt.“ Führungskräfte finden sich somit schnell in nichtgewählten Beziehungen wieder und stehen vor der Herausforderung, immer mehr Menschen führen zu müssen, die sie persönlich gar nicht mögen. Kein Problem? Doch! Denn es geht nicht nur darum, diese Mitarbeiter zu führen, sondern sie auch im Unternehmen zu halten.Zwischenmenschliche Konflikte kosten Kraft, sie rauben Schlaf und belasten die Nerven. Dabei könnte diese Energie viel zielführender und sinnstiftender einsetzt werden. Dieses Buch soll Führungskräfte dabei unterstützen, ein tieferes Verständnis für die Ursache von zwischenmenschlichen Spannungen zu gewinnen – damit es gelingen kann, geliebte und ungeliebte Mitarbeiter in ihrer intrinsischen Motivation zu erreichen und langfristig an das Unternehmen zu binden.

Mira Christine Mühlenhof, Sabine Lipski

Geschichten: Der Stoff, aus dem Organisationen sind

Menschen sind „Storytelling Animals“, sei es in der Art, wie sie Erlebnisse erinnern und anderen mitteilen oder wie sie Veränderungen denken. Damit helfen Geschichten uns, aus der Vergangenheit zu lernen, sind das Baumaterial für die Konstruktion unserer Identität und geben uns Orientierung für das eigene Handeln und unsere Vorstellungen von der Zukunft.Soziale Systeme und damit auch Organisationen bestehen aus der Summe der Geschichten, die über sie erzählt werden. Unternehmen sind also per se immer schon erzählende bzw. narrative Systeme – ob das Unternehmen dies weiß oder nicht. Organisationen mit dem Selbstbild als Maschine oder als Körper sehen im Gegensatz zu Organisationen, die sich als soziales oder gar als narratives System betrachten, nur einen Bruchteil der verborgenen Anteile, die die Koordination, die Kommunikation und die Sinnstiftung in einer Organisation beeinflussen.

Christine Erlach, Michael Müller

Kapitel 4. Behavioral Agency Theory als verhaltensökonomische Weiterentwicklung der Agenturtheorie

Das Menschenbild der in Kapitel 2 erläuterten Agenturtheorie sowie die daraus resultierenden Folgen fassen Cuevas-Rodriguez, Gomez-Mejia & Wiseman (2012, S. 534) anschaulich zusammen: „Agency theory presumes that in any exchange relationship the agent will behave selfishly (maximizing personal utility), so agency costs can arise.“

Christian Knobloch

Kapitel 1: Grundlagen der Verhaltenslenkung

In diesem Kapitel werden die tatsächlichen Möglichkeiten und die moralischen Rahmenbedingungen untersucht, unter denen das Verhalten von Menschen gelenkt werden kann und darf. In den vergangenen Jahrzehnten hat insbesondere die Verhaltenspsychologie große Fortschritte dabei gemacht, menschliche Entscheidungsfindungsprozesse aufzudecken. Dieses Wissen ermöglicht elaborierte Verhaltenslenkungen, die vornehmlich von der Ökonomik entwickelt und optimiert werden (populär vor allem das Nudging). Das Recht kann seine Lenkungsmethoden mithilfe der sozialwissenschaftlichen Erkenntnisse optimieren. Neue Verhaltenslenkungsmethoden geben insbesondere Anlass, das Selbstbestimmungsdogma, auf dem das Privatrecht basiert, weiterzuentwickeln.Zu diesem Zweck werden hier zunächst die von der Psychologie erforschten Mechanismen der menschlichen Entscheidungsfindung und die darauf aufbauenden Möglichkeiten zur Lenkung menschlicher Entscheidungen und menschlichen Verhaltens aufgezeigt.

Clemens Latzel

6. Altern in Betrieben als Herausforderung von Personalmanagement, Betriebsräten, Tarifparteien und Fachberatungsstellen

Alternde Belegschaften sind in vielen Betrieben Realität und stellen eine erhebliche Herausforderung für Personalmanagement und Organisationsentwicklung dar. Kleinere und mittlere Betriebe mit ihren häufig nur kleinen Personalabteilungen reagieren eher situativ und kaum je strategisch. Dezidiertes Fachwissen und Kenntnisse guter Praxis sind eher selten anzutreffen. Der Beitrag greift dieses Steuerungsproblem auf, stellt Überlegungen zum verbesserten Umgang damit an und gleicht eigene Forschungsbefunde mit wissenschaftsnahen Fachdiskursen im Umkreis der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) ab. Handlungsempfehlungen für ein professionalisiertes Gesundheitsmanagement und spezifische Maßnahmen zum alter(n)sgerechten Arbeiten richten sich an Unternehmen(steile), aber auch an die Tarifvertragsparteien und an Beratungsstellen, die Betriebe auf dem Weg zu einer alter(n)sgerechten Personalpolitik begleiten.

Sebastian Brandl, Peter Guggemos, Ingo Matuschek

Kapitel 3. Positionierung

Wo liegen Ihre geschäftlichen Schwerpunkte? Wohin entwickelt sich die Branche und wie verändert sich das Verhalten Ihrer Zielgruppe? Was unterscheidet Sie von anderen Beratern?

Antonio Sommese, Martin Eberhard

Kapitel 11. Netzwerkstatt

Müssen Sie wirklich alle Finanzprodukte selbst anbieten oder gibt es in Ihrer Umgebung geeignete Partner? Wer passt zu Ihnen und zu wem passen Sie?

Antonio Sommese, Martin Eberhard

Kapitel 4. Die Zielgruppe

Wer kommt für Ihre Dienstleistung und Ihre Produkte infrage? Wie erschaffen Sie sich Ihr Kontaktnetzwerk und wie füllen Sie Ihre Akquisepipeline mit den richtigen Personen?

Antonio Sommese, Martin Eberhard

Kapitel 1. Einleitung

In Deutschland gibt es 350.000 Versicherungsvermittler und rund 40.000 Finanzanlagenvermittler. Diese vermeintlich großen Zahlen relativieren sich jedoch, wenn man sie in Relation zu den circa 40 Mio. Haushalten in unserem Land setzt. Auf jeden Haushalt kommen somit etwa 0,01 Vermittler.

Antonio Sommese, Martin Eberhard

Kapitel 5. Werbung

Was konkret unternehmen Sie für Ihre Sichtbarkeit und den Vertrauensaufbau zu Ihrer Zielgruppe? Wie sieht Ihr Unternehmen durch die Kundenbrille aus?

Antonio Sommese, Martin Eberhard

Kapitel 5. Ergebnisse

Im folgenden Kapitel werden die Ergebnisse der strukturierten Analyse der geführten Interviews und der ausgewählten Dokumente aufgezeigt. Zunächst werden dazu die fünf untersuchten Unternehmen im Einzelnen vorgestellt. In den nächsten Kapiteln werden die Ergebnisse im Zusammenhang mit den in Kapitel 0 formulierten Forschungsfragen dargestellt und anschließend interpretiert.

Mirjam von Buttlar

CSR am Beispiel der mitcaps GmbH

Die mitcaps GmbH ist ein inhabergeführtes IT-Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Mainz und aktuell 20 Mitarbeitenden. Als VNO (Virtual Network Operator) stellt mitcaps für seine mittelständischen Kunden Infrastrukturen und Technologien verschiedener Anbieter zu einer hybriden Ende-zu-Ende-Lösung zusammen. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von gemanagten, bedarfsgerechten VPN-Netzwerklösungen. Weitere Dienstleistungen, wie Consulting, Internet Security, Konvergenzlösungen und allgemeine IT-Dienste, runden das Angebot ab. Die mitcaps GmbH legt ihr Engagement im Bereich CSR (Corporate Social Responsibility) auf langfristige und nachhaltige Strategien aus. Diese werden unterstützt durch die eigenen Unternehmenswerte, welche bereits früh in der Unternehmenshistorie definiert wurden. Die moralische Verpflichtung zum Leisten eines positiven Beitrags für Gesellschaft, Belegschaft und Umwelt bildet den Kontext. Im Folgenden werde Projekte, Potenziale und Entwicklungsmöglichkeiten zum Thema CSR bei mitcaps vorgestellt. Abgerundet wird der Einblick von einem Fazit im Zusammenhang von CSR in Rheinland-Pfalz.

Rebecca Helmdach, Wilfried Röttgers

Gesellschaftliche Verantwortung in der Chemie – ein Überblick

Die Initiative Chemie3 will Nachhaltigkeit als Leitbild in der chemischen Industrie verankern. Zum Dreiklang der Nachhaltigkeit gehören gleichberechtigt Ökonomie, Ökologie und Soziales. Es ist ethisch, Gewinn zu erwirtschaften. Und soziale Verantwortung heißt auch, dauerhaften ökonomischen Erfolg möglich zu machen und zu unterstützen. Voraussetzung dafür sind Glaubwürdigkeit und Vertrauen.

Bernd Vogler

Unsere Sparkassen im Dienst der Bürgerinnen und Bürger

„Die Sparkassen dienen dem Gemeinwohl“: Diese Handlungsmaxime leitet die Sparkassen mit ihrem nachhaltigen, auf die Menschen und die regionale Wirtschaft ausgerichteten Geschäftsmodell. Seit mehr als 200 Jahren stehen unsere Sparkassen für das, was heute unter dem Begriff „Nachhaltigkeit“ zusammengefasst wird. Drei wichtige Ausprägungen der Gemeinwohlorientierung und Nachhaltigkeitsidee der Sparkassen werden in diesem Beitrag beleuchtet: 1. Die Bürgerdividende. Wer Kunde oder Kundin einer Sparkasse ist, der investiert in seine Heimat. Rund 120 Mio. EUR Stiftungskapital und 21,4 Mio. EUR für gesellschaftliches Engagement haben die Sparkassen in Rheinland-Pfalz im Jahr 2018 an die Menschen und Kommunen in ihren Geschäftsgebieten zurückgegeben. 2. Die Digitalisierung. Das Kundenverhalten in der digitalen Welt hat sich rasant verändert, ebenso die Kundenerwartungen an digitalen Dienstleistungen. Deshalb sind die Sparkassen ihren Kundinnen und Kunden auf allen Kommunikationswegen nah, ob online oder offline. 3. Die Teilhabe. Es gehört im Rahmen des öffentlichen Auftrags zum Selbstverständnis der Sparkassen, ihre Dienstleistungen und Filialen barrierefrei zu gestalten. Davon profitieren alle.

Beate Läsch-Weber

4. Arbeitshilfen

Geschäftsführer-Kollegen, die erst seit kurzem ins Amt berufen wurden oder eine GmbH neu gegründet haben, müssen wissen, warum es wichtig ist, einen mustergültigen Anstellungsvertrag abzuschließen. Allerdings: Auch „Alte Hasen“ tappen immer wieder in die ein oder andere Steuerfalle. Aus zwei Gründen müssen Sie das Thema Geschäftsführer-Anstellungsvertrag beherrschen:

Lothar Volkelt

7. Tipps für die praktische Geschäftsführung

Ein ehemaliger (gut qualifizierter) Mitarbeiter ruft an und möchte – zu leicht verbesserten Konditionen – wieder eingestellt werden. Das passt ganz gut, weil die Stelle zurzeit nicht besetzt ist. Deswegen vereinbart der Chef ein Gespräch. Dabei bespricht er Details und macht eine erste Zusage. Fehler: Der Chef hat sich bereits unter Entscheidungsdruck gesetzt, eine Vorentscheidung getroffen – und zwar ohne jegliche Entscheidungsvorbereitung. Er hat die Konsequenzen seiner Entscheidung weder mit der Organisation noch mit den von der Entscheidung betroffenen Mitarbeitern abgesprochen als sog. „einsame“ Entscheidung.

Lothar Volkelt

Kapitel 2. Watch it! Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammen denken

Unterschiedliche Aspekte der Beziehung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit werden in diesem Kapitel aufgespannt. Begonnen wird im ersten Abschnitt mit der Nachhaltigkeitschancen und -risiken von Digitaltechnologie in den Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales. Danach wird erläutert, welche positiven gesellschaftlichen und Nachhaltigkeitsbeiträge Digitalisierung haben kann und welche „unerwünschten Nebenwirkungen“ sich bereits heute zeigen. Diese „Nebenwirkungen“ erwachsen aus gesellschaftlichen Ansprüchen. Sie werden zunächst prägnant formuliert und dann jeweils Hintergrundinformationen dazu erläutert. Es handelt sich um zum Teil neu entstehende oder an Bedeutung gewinnende gesellschaftliche Anforderungen, die an digitale oder sich digitalisierende Unternehmen heran getragen werden.

Saskia Dörr

Kapitel 3. Entwicklungsstufen der Unternehmenskommunikation als Bestandteile des IR

In der Einleitung wird die Finanzberichterstattung als das historisch älteste Element der integrierten Berichterstattung bezeichnet. Um diese These zu belegen, dient als Ausgangspunkt der Primärzweck von IR, der im Rahmenkonzept des International Integrated Reporting Council (IIRC) wie folgt umschrieben wird: „The primary purpose of an integrated report is to explain to providers of financial capital how an organization creates value over time.“ Entscheidend ist hierbei das Verständnis von Wert. Analysiert man die zugrundeliegende Konzeption intensiver, unterscheidet der IIRC zwischen Wert für das Unternehmen und Wert für andere (Stakeholder i. w. S.).

Christian Manfred Kellner

Kapitel 5. Potentielle Rationalitätsdefizite im Kreditentscheidungsprozess am Beispiel des Crowdlendings

Ein Ziel des zweiten Teils dieser Arbeit besteht in der Diskussion von Rationalitätsdefiziten, die vorrangig im Rahmen der Online-Kreditvergabe auftreten. Als Untersuchungsobjekt wurde dafür das Crowdlending – eine relativ moderne Variante der Online-Kreditfinanzierung – ausgewählt. Die Ausführungen in diesem Kapitel erläutern zunächst die Grundlagen des Crowdlendings.

Sebastian Heim

10. Die Zukunft der Banken – Wie neue Geschäftsmodelle Banken grundlegend verändern

Dieser Beitrag setzt sich mit den Herausforderungen der Digitalisierung und veränderten Wettbewerbsbedingungen und Geschäftsmodellen für den Bankensektor auseinander. Der Fokus liegt auf der Erläuterung aktueller Entwicklungen und deren Auswirkungen auf das Betriebsmodell der Banken, insbesondere in den Bereichen Organisation, Prozesse, Personal und IT. Technologische Trends wie Plattformökonomie und Automatisierung sowie neue Wettbewerber zwingen bestehende Banken zur Innovation ihrer Geschäftsmodelle. Hier kristallisieren sich vier Modelle heraus, wie Banken auch in Zukunft relevant bleiben können: Die Bank als Plattformanbieter, die Bank als Anbieter von Speziallösungen, die Bank als Technologie-Anbieter und die Bank als ‚Trusted Advisor‘. Die Implikation dieser strategischen Alternativen auf die Dimensionen Organisation, Prozesse, IT-Infrastruktur und Personal werden erläutert.

Georg Knöpfle, Fedi El Arbi, Dirk Stein, Eric Frère

Kapitel 10. Restschuldbefreiung

Auf nationaler und europäischer Ebene ist die insolvenzrechtliche Gesetzgebung seit vielen Jahren von dem Gedanken der zweiten Chance geprägt. Das wirtschaftliche Scheitern soll nicht zu einer lebenslangen Haftungsinanspruchnahme führen oder aber die Fortsetzung der selbstständigen Tätigkeit grundsätzlich ausschließen. Der als Einzelkaufmann agierende Unternehmer, aber auch durch ihre Haftungsinanspruchnahme wirtschaftlich überforderte Gesellschaftsorgane, sollen in einem überschaubaren Zeitrahmen ihrer restlichen Schulden befreit werden.

Christoph Niering, Christoph Hillebrand

Kapitel 3. Gestaltung und Abschluss des Geschäftsführer-Anstellungsvertrages

Die Rahmenbedingungen für die Tätigkeit des Geschäftsführers ergeben sich neben den gesetzlichen Vorgaben aus den vertraglichen Vereinbarungen des Konzerns (Konzernvertrag), aus dem Gesellschaftsvertrag des Tochterunternehmens, aus – sofern vorhanden – Geschäftsordnungen und aus dem Anstellungsvertrag des Geschäftsführers. Der angehende Geschäftsführer ist gut beraten, sich vor der Unterzeichnung des Anstellungsvertrages sämtliche seine Position betreffenden Vertragswerke und vertragsähnliche Dokumente vorlegen zu lassen und diese ggf. durch einen versierten Rechtsanwalt im Hinblick auf deren Bedeutung für seine zukünftige Tätigkeit prüfen zu lassen.

Lothar Volkelt

3. Der Entrepreneur

Entrepreneure entwickeln innovative Produkte und Dienstleistungen, setzen diese um und verdrängen weniger innovative Unternehmer und Unternehmerinnen vom Markt. Dabei spielt die Persönlichkeit der Gründerperson eine zentrale Rolle, die in Beziehung zur unternehmerischen Chance gesehen werden muss. Zum einen können Unternehmerinnen und Unternehmer nur in Bezug zu ihrem unternehmerischen Projekt verstanden werden, zum anderen sind individuelle persönliche Unterschiede wichtig für die Entdeckung bzw. Entwicklung von Chancen. Nachdem Unternehmer und Unternehmerinnen eine Chance identifiziert und bewertet haben, müssen sie entscheiden, ob sie sie auch nutzen möchten. Dies hängt wiederum von Charakteristika der Chance und dem Unternehmertyp ab. Es gibt zwei Denkschulen, die sich mit Entrepreneurship aus individueller Perspektive befassen. Die ökonomische Denkschule geht davon aus, dass UnternehmerInnen Agenten sind, die verschiedene Rollen übernehmen: RisikoträgerIn, ArbitrageurIn, InnovatorIn oder KoordinatorIn knapper Ressourcen. Der behavioristische Ansatz identifiziert drei unternehmerische Eigenschaften: Leistungsmotivation, interne Kontrollüberzeugung und Risikofreudigkeit. In diesem Kapitel wird ein kurzer Blick auf Persönlichkeitstests geworfen, mit denen Psychologen und Psychologinnen arbeiten, um aufzuzeigen, welche Ausprägungen und Schwerpunkte die individuelle Unternehmerpersönlichkeit aufweist. Verwandte Tests können zudem eingesetzt werden, um herauszufinden, welche Gründerpersönlichkeiten sich zu einem Team vereinigt haben bzw. vereinigen wollen. Was tun Entrepreneure, um unternehmerische Gelegenheiten zu nutzen? Eine Studie gibt Aufschluss über Arbeitszeiten und Arbeitsweisen, über die Funktionsbereiche, in denen sich Entrepreneure am häufigsten engagieren (Organisations- und Produktentwicklung, Marketing/Vertrieb/PR und Personal) sowie über die Hauptaktivitäten (z. B. Informationen und Meinungen austauschen). Zudem agieren Entrepreneure innerhalb ihrer Arbeit in unterschiedlichen Rollen, die entweder der Zukunftsgestaltung oder der Sicherung des Daily Business dienen bzw. für beide Aspekte genutzt werden können.

Christoph Müller, Urs Fueglistaller, Alexander Fust, Susan Müller, Thomas Zellweger

Kapitel 6. Umsetzung, ganz praktisch

In diesem Kapitel geht es konkret um die Umsetzung einer Investition in ETFs. Neben den wichtigsten Kriterien für die Wahl eines ETFs werden auch Möglichkeiten der nachhaltigen Geldanlage und konkrete Empfehlungen für Fonds gegeben. Die Bedeutung des richtigen Zeitpunkts und die Wahl eines Depots werden ebenso behandelt wie die Geldanlage für Kinder, Kritik an ETFs und die Vermeidung von typischen Fehlern.

Claudia Müller

Kapitel 5. Investieren an der Börse

Eine Investition an der Börse ist eine gute Möglichkeit für die langfristige Geldanlage. In diesem Kapitel wird zunächst die Funktionsweise der Börse erläutert. Daraufhin werden verschiedene Strategien dargelegt und die jeweiligen Vor- und Nachteile beleuchtet. Den Schwerpunkt des Kapitels bildet die Funktionsweise von passiven Indexfonds, ETFs.

Claudia Müller

Kapitel 1. Warum wir uns um unsere Finanzen kümmern sollten

Geld spielt heutzutage eine große Rolle, sowohl auf gesellschaftlicher, als auch auf individueller Ebene. Es gibt viele Bereiche, die von unserem Geld abhängen oder davon beeinflusst werden. Dies gilt sowohl für unsere Gesellschaft, als auch für unsere Gesundheit und unsere Beziehungen. Selbst die Qualität unserer Entscheidungen hängt von unserer finanziellen Situation ab. Zudem hat sich die staatliche finanzielle Unterstützung, insbesondere die Rente, verändert und wird sich auch in Zukunft weiter verändern – vermutlich weiterhin negativ. Das Rentenniveau der gesetzlichen Rente sinkt kontinuierlich und reicht bereits jetzt nicht, um im Rentenalter den Lebensstandard zu halten. Ein konstruktiver, vorausschauender Umgang mit unseren privaten Finanzen und ein langfristiger Vermögensaufbau werden daher immer wichtiger.

Claudia Müller

Kapitel 4. Kurz-, mittel- und langfristige Finanzplanung

Eine vernünftige Finanzplanung bedeutet, sich detailliert mit den eigenen Lebensplänen auseinander zu setzen. Der Zeitraum, wann die jeweiligen Pläne umgesetzt (und finanziert) werden sollen, bestimmt maßgeblich, welche Investitionsmöglichkeiten bestehen. In diesem Kapitel geht es darum, die verschiedenen Anlageklassen und die zu ihnen passenden Zeithorizonte kennen zu lernen, zu verstehen und die eigenen finanziellen Ziele zu konkretisieren.

Claudia Müller

Wohnungswirtschaft im Wandel – Planungswerkzeug zur umfeldorientierten Entscheidungsunterstützung

In der Bundesrepublik Deutschland lebten Ende 2011 knapp 81,8 Millionen Menschen. (Just, 2013) Im Jahr 2002 wurde der Höchststand der Bevölkerung in Deutschland mit 82,5 Millionen überschritten. Danach ging die Einwohnerzahl zurück. Dieser Rückgang ist aber, anders als beispielsweise in den 1970er oder 1980er Jahren, eher auf ein strukturelles Problem, als auf ein konjunkturelles Phänomen zurückzuführen. (Just, 2013) Der Grund liegt neben dem starken Rückgang der Geburtenhäufigkeit speziell an dem spürbaren Anstieg der Lebenserwartung in Deutschland.

Sven Leonhardt, Tim Neumann

Kapitel 2. Gesellschaftsanalyse, Erwerbsarbeit und Kapitalismus: Dynamiken der Arbeitsgesellschaft

Im Folgenden wird zunächst der Begriff der Arbeit diskutiert. Dazu skizziere ich den Bedeutungswandel von Arbeit als Erwerbsarbeit mit der Entwicklung des Kapitalismus. Ich argumentiere, dass sich der moderne Staat als Wohlfahrtsstaat und damit als Arbeitsgesellschaft verstehen lässt. Der Grundannahme folgend, dass der moderne Kapitalismus sowohl eine moralische Rechtfertigung als auch eine Kritik als dynamischen Faktor benötigt (vgl. Boltanski/Chiapello 2006), wird sowohl das Leistungsprinzip als „Fundamentalnorm“ (Dröge et al. 2008, 7) und zentrale „Rechtfertigungsideologie“ der Marktgesellschaft beschrieben, um so die Kultur des neuen Kapitalismus zu umreißen.

Falk B. Eckert

Kapitel 5. Biografien: Die Lebensentwürfe und Selbstbilder als individuelle biografische Orientierungsmuster der arbeitnehmerischen Mitte

Meine zentrale Referenz für die biografischen Untersuchungen der Arbeitnehmermitte ist der Wandel des Lebenslaufregimes (vgl. Kapitel 2.3) und mit ihr die zentrale Referenz der inneren und äußeren Strukturierung des Lebensverlaufs. Kohli (1985; 1989) macht deutlich, dass „Biographisierung“ keineswegs (nur) eine eigenständige Konstruktion meint, sondern ebenso die „Rekonstruktion der objektivierten biographischen Schemata und ihre Geschichte“, was den „kultursoziologischen“ „Zugriff auf Biographie und Individualität“ bezeichnet. Es gilt eben insbesondere den Blick auf die „Entstehung und Veränderung biographischer Deutungsmuster und des Umgangs der Subjekte mit ihnen“ zu legen (Kohli 1989, 252).

Falk B. Eckert

9. IAP Impuls 2017 – Psychologie des Unternehmertums

In Familienunternehmen treffen zwei Welten aufeinander: die Familie und das Unternehmen. Die Gleichzeitigkeit familiärer und unternehmerischer Regeln wirkt auf die Familiendynamik, die wiederum Einfluss auf die Dynamik des Unternehmens haben kann. Familiäre Beziehungen mit ihren vielfältigen Verletzlichkeiten bieten ein gewisses Konfliktpotenzial, das jederzeit auf das Unternehmen überschwappen kann. Gerade Phasen von Veränderungen machen die Interaktionen konfliktanfällig – so auch bei der Unternehmensnachfolge. Für einen erfolgreichen Nachfolgeprozess sind gemeinsame Grundsätze im Umgang miteinander zentral. Auch Klarheit über die eigenen Bedürfnisse und denkbare Szenarien im Nachfolgeprozess sind wichtige Grundlagen für ein erfolgreiches Gelingen. Dieser Beitrag zeigt, was es für einen erfolgreichen Nachfolgeprozess braucht. Illustriert wird er durch zwei Praxisbeispiele; eine familieninterne und eine familienexterne Nachfolgeregelung.

Ladina Schmidt Boner

Kapitel 10. Sozialstruktur, Armut und Sozialwesen

In den zurückliegenden fünf Jahrzehnten haben umfassende und rasche Wandlungsprozesse ökonomischer, sozialer und kultureller Natur die soziale Schichtung der Gesellschaft Spaniens tiefgreifend verändert. Diese Prozesse waren vor allem die Industrialisierung (1960–75), die Ausbreitung und Konsolidierung der Gesellschaft des Massenkonsums, die steigende Zahl der berufstätigen Frauen (vgl. 6.4), die seit Beginn der 1980er Jahre besonders starke Tertiärisierung und die demografische Entwicklung (v.a. Überalterung, Zunahme der Einwanderung, vgl. 2) sowie die intensive Urbanisierung (vgl. 2.4b), die nicht nur die Entvölkerung zahlreicher ländlicher Gebiete bedeutete, sondern auch zu einer städtebaulichen und sozialstrukturellen Verwischung der Grenzen zwischen ländlich und städtisch geprägten Räumen geführt hat. Auch die Wirtschafts- und Finanzkrise hat die soziale Schichtung erheblich verändert.

Dieter Nohlen, Mario Kölling

2. Unternehmergeist als Antrieb der Wirtschaft

Sie haben gesehen, Wirtschaft ist von und für Menschen gemacht. Allerdings merkt man im Alltag nicht immer viel davon. Im Vordergrund stehen oft die Unternehmen als Arbeitgeber, als Produzent von Gütern oder als Anbieter von Dienstleistungen. Zwar sind Unternehmen komplett in Menschenhand, doch haben sie offensichtlich auch ein Eigenleben. Unternehmen sind mehr als die Summe ihrer Teile.

Fabian Dittrich

3. Marktwirtschaft – Geliebt und gehasst

Märkte – und damit auch die Marktwirtschaft – sind genauso einfach wie es klingt. Auf ihnen findet ein Austausch wirtschaftlicher Leistungen statt. Märkte existieren, weil es unmöglich ist, sich autark zu versorgen. Daher werden Güter und Dienstleistungen zwischen Anbietern und Nachfragern gehandelt, meist gegen Geld. Das war es schon! Wenn man dieses Prinzip in all seinen spannenden Facetten versteht, dann hat man Wirtschaft verstanden.

Fabian Dittrich

2. Corporate Governance

Corporate Governance setzt sich damit auseinander, dass in den Unternehmen „richtige“ Entscheidungen getroffen werden. Es steht die Führung des Unternehmens im Fokus. Ein ökonomisch erfolgreiches Unternehmen ist das Ergebnis guter Führung. Dafür werden die Rahmenbedingungen und Gründe einer Entstehung von Corporate Governance beschrieben, bevor der Begriff über fünf Perspektiven hergeleitet und definiert wird. Als theoretischer Erklärungsansatz wird die Prinzipal-Agent-Theorie herangezogen. Die Lösungsansätze zur Überwindung einer Prinzipal-Agent-Problematik führen zu den Ausgestaltungsformen von Corporate Governance in der Unternehmenspraxis. Als externe Rahmenbedingung für Unternehmen wurde der Deutsche Corporate Governance-Kodex entwickelt. Ergänzend wird die Entwicklung weiterer nationaler Gesetzesänderungen betrachtet und in supranationale Corporate Governance-Leitlinien und Gremien eingebettet. Die unternehmensinterne Ausgestaltung von Corporate Governance wird zunächst grundlegend beschrieben, um dann die besondere Rolle von Aufsichtsräten zu diskutieren. Mit dem Three-Lines-of-Defense-Modell wird danach ein Ansatz betrachtet, welcher unabhängig von der Gesellschaftsform der Unternehmen den Corporate Governance-Forderungen entsprechen kann. Eine Diskussion der Bedeutung von Corporate Governance für kleine und mittlere Unternehmen sowie eine Betrachtung des Erfolgspotenzials von Corporate Governance runden das Kapitel ab.

Claudia Kreipl

5. Schlussbetrachtung

Anekdotische und statistische Botschaften werden im Sozialmarketing häufig verwendet (vgl. Abschnitt 1.1). Empfehlungen, unter welchen Bedingungen einer der beiden Botschaftstypen eingesetzt werden sollte, um die Botschaftsempfänger möglichst effektiv von gesellschaftlich wünschenswerten Verhaltensweisen zu überzeugen, lässt der bisher widersprüchliche Forschungsstand zur Thematik jedoch nicht zu (vgl. Abschnitt 2.3). Das Ziel der Arbeit war es, einen Erklärungsbeitrag hierzu zu leisten.

Marina Isabel Wieluch

5. Evolution mit Lebensqualität

Die technologische Entwicklung fördert die Lebensqualität, kann sie aber auch gefährden. Das zeigen die Utopien und Dystopien, Hoffnungen und Ängste, die mit der maschinellen Intelligenz verbunden werden. Die Beispiele in Kap. 1 belegen, dass die digitalen Dienste viele Bedürfnisse des Menschen erfüllen, allerdings auch, dass sich die Mechanismen der Evolution gegen die Lebensqualität des Menschen wenden können. Das gilt auch umgekehrt: Zufriedenheit ist ein Feind des Fortschritts, Unzufriedenheit treibt die Entwicklung. Die Entwicklung kann aber nur gestalten, wer sie anführt. Daher ist hier zu prüfen, wie wir die soziotechnische Evolution und die Steigerung der Lebensqualität verbinden können, also die Evolution gestalten und gleichzeitig ihre Gefahren für die Lebensqualität abwenden sowie die Chancen nutzen.

Hubert Österle

1. Leben mit maschineller Intelligenz

Vielfältige Arten maschineller Intelligenz verändern alle Bereiche unseres Lebens. Maschinelle Intelligenz steht hier für jede Art digitaler Dienste, die dem Menschen geistige Tätigkeiten abnehmen oder die Intelligenz des Menschen verstärken. Darunter fallen die Kontoführung einer Bank genauso wie das Management einer Lieferkette, die Terrorabwehr, die Haussteuerung, autonome Fahrzeuge, ein aktives Exoskelett und alle Apps auf mobilen Geräten oder Websites im Internet, also alle Technik, insbesondere Informationstechnik, die unser Leben jetzt und in Zukunft mitbestimmt. Die Lebensbereiche reichen von der Kommunikation über die medizinische Therapie bis zur finanziellen Altersvorsorge. Die große Frage dabei lautet: Macht uns die maschinelle Intelligenz glücklich oder werden wir zu unglücklichen Sklaven der Technologie?

Hubert Österle

24. Die Unternehmensnachfolge in der Moritz GmbH

Das mittelständische Familienunternehmen Moritz GmbH, ist seit 1946 im Bereich der Stahlverarbeitung tätig. Der Schwerpunkt liegt in den Branchen Entsorgungstechnik und Katastrophenschutz. Das Unternehmen mit 33 Mitarbeitern vertreibt seine Produkte sowohl national als auch international.

Birgit Felden, Antje Hagen-Franz

Kapitel 9. I

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 6. F

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 7. G

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 3. C

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 2. B

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 5. E

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 1. A

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 3. M

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 12. V

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 1. K

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 6. P

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 16. Z

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 8. R

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 13. W

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 2. L

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 9. S

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

3. Handlungsfelder PR – Was gibt es und was passt zu uns?

Sinnstiftende PR ist nicht nur börsennotierten Unternehmen und anderen Big Playern vorbehalten: mit den richtigen Maßnahmen ist das auch bei kleinen Unternehmen und Mittelständlern ohne Weiteres möglich. Und enorm wichtig, denn wer kann heutzutage auf Bekanntheitssteigerung, Imagebildung und Vertrauensbildung in der eigenen Öffentlichkeit verzichten?

Nina Claudy

3. Die zehn Erfolgsbausteine Ihres persönlichen Fairlohnung®-Konzepts

In diesem Kapitel lernen Sie die zehn Erfolgsbausteine kennen, die die Grundlage Ihres persönlichen Fairlohnung®-Konzepts bilden. Hierzu sollten Sie einen Benefit-Management-Prozess entwickeln, der kontinuierlich überprüft und verbessert wird. Zu jedem der zehn Bausteine finden Sie Hintergrundinformationen, Fragestellungen, Umsetzungstipps und Denkanstöße. So können Sie sich inspirieren lassen, aber auch aktiv an Ihrem persönlichen Benefit-Konzept arbeiten.

Felix Anrich, Sascha Kugler

3. Kontexte des Public Managements

Zu Beginn des dritten Kapitels werden unter Bezugnahme auf bekannte Konzepte der Strategielehre unterschiedliche Umweltsphären dargestellt, um anschließend die spezifisch relevanten Aspekte des politischen Kontexts näher zu betrachten. Unterschiedliche Kontexte wirken sich auf die institutionellen Merkmale öffentlicher Verwaltungen aus. Deshalb wird im zweiten Teil von Kap. 3 auf Verwaltungstraditionen und -typen eingegangen. Verschiedene Staatsstrukturen, Regierungsformen, Kulturausprägungen, Personalsysteme und Arten von Staatstätigkeit werden erläutert und anschließend in ihrer geografischen bzw. auf den Kulturraum bezogenen Ausprägung dargestellt. Abschließend geht der dritte Abschnitt auf die Unterscheidung zwischen öffentlichem und privatem Management ein.

Adrian Ritz, Norbert Thom

Kapitel 1. Langfristige Vermögensplanung zur Absicherung Ihrer Ziele

In „Geldanlage und Steuer 2020“ werden die wichtigsten Anlagemöglichkeiten mit ihren Chancen und Risiken, ihrer Rentabilität sowie ihren steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten dargestellt und Zusammenhänge aufgezeigt. Hierbei bietet die wachsende Angebotsvielfalt unzählige Möglichkeiten der Geldanlage. Dabei sind auch die Risiken wie Zinsänderungsrisiken, Wechselkursrisiken oder Aktienkursrisiken zu berücksichtigen, denn sie können besonders in Niedrigzinsphasen wie seit dem Jahr 2010 die ohnehin geringen Erträge aufzehren oder gar zu negativen Ergebnissen führen.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 2. Kurz- und mittelfristige Geldanlage

In diesem Kapitel werden die klassischen kurz- und mittelfristigen Formen der Geldanlage wie die Anlage auf Konten, das Bausparen und die staatlichen Fördermöglichkeiten sowie die jeweiligen steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten dargestellt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Einlagensicherung.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 7. Investitionen in Immobilien zur Eigennutzung und zur Vermietung

In Immobilien als Sach- und Substanzwerte zu investieren, ist seit jeher eine der attraktivsten Möglichkeiten, Vermögen zu bilden. Immobilien bieten eine große Vielfalt der Anlagemöglichkeiten, beispielsweise in eigengenutzte Immobilien über Direktanlagen in vermietete Wohnungen und gewerbliche Vermietungen, Ferienwohnungen oder Auslandsimmobilien bis zu Investitionen in Immobilien zur Altersvorsorge.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 6. Zur Absicherung und Vorsorge: Versicherungen und Steuervorteile

In diesem Kapitel werden besonders Anlage-, Absicherungs- und Vorsorgeprodukte wie die klassische Lebensversicherung, die Direktversicherung und die fondsgebundene Lebensversicherung behandelt. Dabei stehen besonders Rendite- und Risikogesichtspunkte vor dem Hintergrund der Einkommensteuer, der Erbschaftsteuer und der Schenkungsteuer im Fokus.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 4. Vermögensaufbau mit Investmentfonds

Im „Magischen Viereck“ der Geldanlage in Kapitel 1 sind die Ziele und Kriterien Sicherheit, Rentabilität, Liquidierbarkeit und Steueroptimierung dargestellt worden.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 8. Nichts dem Finanzamt schenken – Steuervorteile kennen und nutzen

Um Geld und Erbschaftsteuer optimal arbeiten zu lassen, um legale steuerminimierende Gestaltungen zu nutzen und um planen zu können, ist steuerliches Grundwissen bares Geld wert. Unter diesem Blickwinkel sind für den Anleger besonders Kenntnisse der Einkommensteuer sowie der Stromsteuer und der Schenkungsteuer unabdingbar.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Klimawandel und Risikoberichterstattung

Der Klimawandel steht im Zentrum der Beobachtung. Die Anforderungen an eine systematische Auseinandersetzung mit klimabezogenen Risiken steigen durch den Druck von Investoren, Stakeholdern sowie der Gesetzgebung. Einerseits müssen Unternehmen vermehrt Rechenschaft über ihre Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft ablegen und andererseits erwarten Finanziers verstärkt, dass Unternehmen sich strukturiert auf die Auswirkungen durch Klimaveränderungen für die Geschäftstätigkeit vorbereiten. In folgendem Beitrag soll die Berichterstattung über klimabezogene Risiken betrachtet werden. Hierfür werden zwei unterschiedliche Perspektiven eingenommen.

Peter Ertl, Katharina Schönauer

Kapitel 3. Geldanlage auf Konten

Sichteinlagen sind Einlagen, für die eine Laufzeit oder Kündigungsfrist nicht vereinbart ist. Zu den Sichteinlagen zählen auch Verbindlichkeiten mit einer vereinbarten Laufzeit von weniger als einem Monat (sogenannte terminierte Tagesgelder) bzw. einer Kündigungsfrist von unter einem Monat.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Kapitel 4. Geldanlage in Wertpapieren

Die Vermögensanlage in Wertpapieren unterscheidet sich nach folgenden wesentlichen Merkmalen. Funktion Ausstattung Emittent Besonderheiten

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Kapitel 3. Geldanlage auf Konten

Sichteinlagen sind Einlagen, für die eine Laufzeit oder Kündigungsfrist nicht vereinbart ist. Zu den Sichteinlagen zählen auch Verbindlichkeiten mit einer vereinbarten Laufzeit von weniger als einem Monat (sogenannte terminierte Tagesgelder) bzw. einer Kündigungsfrist von unter einem Monat.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Kapitel 11. Crowdsourcing

Crowdsourcing bedeutet die Auslagerung zur Lösung einer Aufgabe oder eines Problems (Outsourcing) an eine unbestimmte bzw. unbekannte Gruppe (Crowd) in der Regel über eine Internet-Plattform mit dem Ziel von Meinungsvielfalt und verteiltem Wissen zu profitieren. Anwendungsfelder finden sich im Crowd Wisdom, Crowd Voting, Crowd Creation, Crowd Labor oder Crowd Funding.

Reiner Clement, Dirk Schreiber, Paul Bossauer, Christina Pakusch

Kapitel 10. Regulierung des Finanzsektors

Die im Jahr 2007 ausgebrochene Finanzkrise hat fast zum Kollaps des weltweiten Finanz- und Wirtschaftssystems geführt. Es hat etliche Jahre gedauert, bis sich Finanzinstitutionen und Volkswirtschaften wieder vollständig erholt haben, obwohl die Leitzinsen der Zentralbanken zum Jahresanfang 2018 immer noch extrem niedrig liegen. Eine breit akzeptierte Lehre dieser Krise ist die Einsicht, dass der Finanzsektor einer strikteren Regulierung bedarf und dass diese bis in die Krise hinein ungenügend war.

Horst Gischer, Bernhard Herz, Lukas Menkhoff

Kapitel 13. Übertragungswege der Geldpolitik

Die weitere Vorgehensweise orientiert sich unmittelbar an der Übersicht 12.7. Wir diskutieren im Folgenden, welche spezifischen Annahmen und Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit der geldpolitische Impuls über Zins- und Vermögenspreiseffekte in den realwirtschaftlichen Sektor gelangt. An dieser Stelle begegnet uns damit erneut die Frage nach der ökonomischen Bedeutung des Zinses (hier sei an die Ausführungen in Kap. 6 erinnert).

Horst Gischer, Bernhard Herz, Lukas Menkhoff

25. Besteuerung nach dem Gewerbeertrag

Bemessungs- bzw. Besteuerungsgrundlage der Gewerbesteuer ist gemäß § 6 GewStG der Gewerbeertrag. Dieser ist gemäß § 7 Satz 1 GewStG der nach den Vorschriften des EStG oder des KStG zu ermittelnde Gewinn aus dem Gewerbebetrieb (der bei der Ermittlung des Einkommens für den dem Erhebungszeitraum nach § 14 GewStG entsprechenden Veranlagungszeitraum zu berücksichtigen ist), vermehrt und vermindert um die in den §§ 8 und 9 GewStG bezeichneten Beträge. Von diesem so ermittelten sog. vorläufigen Gewerbeertrag ist ein gewerbesteuerlicher Verlustvortrag (§ 10a GewStG) sowie bei Personenunternehmen der Freibetrag nach § 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG abzuziehen. Auf den sich ergebenden Gewerbeertrag wird die Steuermesszahl (kurz: Messzahl) nach § 11 Abs. 2 GewStG angewendet und der Steuermessbetrag ermittelt, der ggf. auf verschiedene Gemeinden zerlegt wird. Schließlich multiplizieren die Gemeinden den Steuermessbetrag mit dem jeweiligen Hebesatz und errechnen unter Verrechnung mit Vorauszahlungen die noch zu entrichtende/zu erstattende Gewerbesteuer (Abb. 25.1).

Andreas Dinkelbach

4. Steuerobjekt/sachliche Besteuerung

Im EStG gibt es keine einheitliche Definition des Einkommensbegriffs; es existiert somit keine Definition der Bemessungsgrundlage der Einkommensteuer. In § 2 EStG werden die wirtschaftlichen Vorgänge, die in den Einkommensbegriff eingehen sollen, additiv genannt. Gemäß § 2 Abs. 1 EStG sind die Einkünfte aus den abschließend aufgezählten Tätigkeiten das Ergebnis dieser wirtschaftlichen Tätigkeiten. Der Begriff Einkünfte ist dabei als Nettogröße zu verstehen, die sowohl positiv als auch negativ sein kann.

Andreas Dinkelbach

6. Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen

Im Rahmen des subjektiven Nettoprinzips ist in bestimmten Fällen die Einkommensverwendung, d. h. private Aufwendungen, (in Grenzen) zu berücksichtigen. Dies geschieht mittels des Abzugs von Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen vom Gesamtbetrag der Einkünfte. Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen sind also von den Abzugsverboten des § 12 EStG ausgenommen.

Andreas Dinkelbach

5. Die Einkunftsarten im Einzelnen

Die Zuordnung von Einkünften zu einer der sieben Einkunftsarten ist aus verschiedenen Gründen von Bedeutung. Zum ersten sind Einkünfte nur dann steuerbar, wenn sie einer der Einkunftsarten zugeordnet werden können. Zum zweiten bestimmt sich aus der Zuordnung zu einer Einkunftsart entsprechend den vorstehenden Erläuterungen die Methode, nach der die Einkünfte zu ermitteln sind. Verschiedene Freibeträge und Freigrenzen kommen nur bei bestimmten Einkunftsarten zur Anwendung. Zudem ist innerhalb einiger Einkunftsarten für bestimmte Einkünfte die Möglichkeit beschränkt, negative Einkünfte mit (anderen) positiven Einkünften auszugleichen (siehe Teil I, Abschn. 7.2 ). Schließlich unterliegen der Gewerbesteuer grundsätzlich nur Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Je nachdem, welcher Einkunftsart Einkünfte zuzurechnen sind, kann sich somit für den Steuerpflichtigen eine unterschiedliche Steuerbelastung ergeben.

Andreas Dinkelbach

12. Betrag der Einkommensteuer

Die Bemessungsgrundlage für die tarifliche Einkommensteuer ist das zu versteuernde Einkommen (§ 2 Abs. 5 Satz 1 Hs. 2 EStG). Das zu versteuernde Einkommen ergibt sich gemäß § 2 Abs. 5 EStG aus dem Einkommen (i. S. d. § 2 Abs. 4 EStG) abzüglich der Freibeträge nach § 32 Abs. 6 EStG (Kinderfreibetrag und Betreuungs-/Erziehungs-/Ausbildungsfreibetrag) und der sonstigen vom Einkommen abzuziehenden Beträge (Härteausgleich nach § 46 Abs. 3 EStG, § 70 EStDV).

Andreas Dinkelbach

2. Der Mensch

Eine der Grundsatzfragen, um sehr viele Missverständnisse wissenschaftlich analysieren zu können, lautet:

Vinzenz von Holle

4. Die Ökonomik

Ursprünglich kommt der Begriff Ökonomie aus dem Griechischen und war ein Teilbereich der praktischen Philosophie – so wie Ethik und Politik auch. Es war mit der Kunst der guten Haushaltsführung eng verbunden.

Vinzenz von Holle

4. Liechtensteinisches Steuerrecht

Bei dem liechtensteinische (Steuer)Gesetz vom 23. September 2010 über die Landes- und Gemeindesteuern (Steuergesetz; SteG) handelt es sich um eine Totalrevision und grundlegende Überarbeitung des Steuergesetzes von 1961. Wobei die Wurzeln des Steuergesetzes von 1961 auf das Jahr 1923 und den Entwurf von Prof. Dr. Julius Landmann zurück gehen.

Matthias Langer

1. Vorteile bei der Einkommensteuer

Nach dem deutschen Grundgesetz wird jedem Bürger das notwendige Existenzminimum garantiert. Denn jeder seine allgemeinen Lebenshaltungskosten wenn möglich aus eigener Kraft bestreiten können. Die Besteuerung darf damit nur soweit reichen, wie es die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Bürgers erlaubt. Wer erwerbstätig ist, muss daher erst Einkommensteuer bezahlen, wenn das zu versteuernde Einkommen über dem Grundfreibetrag liegt. Wer dagegen keine Einkünfte erzielt, hat Anspruch auf Sozialleistungen, um seinen Lebensunterhalt decken zu können.

Markus Deutsch, Maik Czwalinna

Kapitel 7. Gibt es bald eine Euro-Parallelwährung? – Zum Vorschlag einer Steuer auf Bargeld

Aus den Reihen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) dringt die Idee, die Wertaufbewahrung in Bargeld zwecks Umgehung negativer Zinsen auf Depositen und Spareinlagen unattraktiv zu machen. Euro-Bargeld und Euro-Buchgeld würden als zwei Währungen mit festem Umtauschkurs zirkulieren. Das Euro-Bargeld würde in Höhe des negativen Leitzinses/Tagesgeldsatzes gegenüber dem Euro Buchgeld abgewertet – was quasi einer Steuer auf Bargeld entspricht.

Dirk Meyer

Kapitel 6. Negativrenditen bei Unternehmensanleihen: Wie die EZB die Steuerungsfunktion des Kapitalmarktzinses außer Kraft setzt

Seit Juni 2016 kauft die EZB auch Unternehmensanleihen. Negativrenditen für Unternehmensanleihen infolge dieser Ausweitung des Ankaufprogramms der EZB setzen die volkswirtschaftliche Steuerungsfunktion des Kapitalmarktes außer Kraft. Investitionen werden trotz einer negativen Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals betriebswirtschaftlich lohnend.

Dirk Meyer

Kapitel 4. Niedrigzinsen: Folgen und Gefahren

Die – gemessen am Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) – expansive Geldpolitik hat zu Niedrigzinsen geführt. Unter Berücksichtigung der Inflationsrate und des Zinsabschlages ergeben sich für Spareinlagen und Bundesanleihen negative Renditen, sprich Substanzverluste. Ein Zinsanstieg würde die Zinslast der Staaten dramatisch erhöhen, bei Fristeninkongruenz der Finanzierung droht Banken Illiquidität und Unternehmen bricht die Rentabilität weg. Die Gefahren für die Finanzstabilität sind immens.

Dirk Meyer

Neuere bevölkerungsbezogene Mikrosimulationen in Großbritannien und Deutschland

Eine systematische Literatursuche führt zur Identifikation von 8 deutschen und 9 britischen dynamischen Mikrosimulationsmodellen der Bevölkerung zwischen 2005 und 2018. Für jedes Modell wird die Datengrundlage, die Implementierung, der erforderte Aufwand und eventuelle Validierungen erläutert.

Rainer Schnell, Thomas Handke

21. Positionierung von Immobilienfonds

Solange ein Unternehmen seine Produkte in einem Markt alleine anbietet, braucht es sich um seine Positionierung nicht vorrangig zu kümmern. Es kann in der Regel die Preise für seine Produkte derart festlegen, dass es einen Gewinn erzielt. Sobald Wettbewerber mit ähnlichen Produkten den Markt betreten, besteht die Gefahr, dass der Käufer das Produkt mit dem niedrigsten Preis auswählt und somit seine Leistungen nicht mehr beim bisherigen Unternehmen bezieht. Als einzige Alternative zu einem Preiskampf kann das Unternehmen sein Angebot im Vergleich zu seinen Wettbewerbern differenzieren. Wenn die Differenzierung aus Sicht des Käufers einen besonderen Wert hat, dann ist es dem Unternehmen gelungen, das Produkt im Wahrnehmungsfeld des Käufers „zu positionieren“. Das bedeutet, dass der Kunde andere Produkte nicht als ähnlich wahrnimmt und daher nicht auf andere Produkte auszuweichen droht. Auf diese Weise kann sich das Unternehmen dem direkten Preisvergleich entziehen.

Michael Englisch, Oliver Strumpf

I

Engl. Abkürzung für Internal Capital Adequacy Assessment Process; interner Prozess zur Sicherstellung einer angemessenen Ausstattung eines Instituts mit internem Kapital.

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

E

Das Edelmetallpreisrisiko zählt als spezielles Rohwarenrisiko zu den Marktpreisrisiken. Das Edelmetallpreisrisiko ist die Gefahr der negativen Abweichung zwischen tatsächlichem und erwartetem Erfolg aus Geschäften mit Edelmetallen infolge veränderter Preise am Markt für Edelmetalle. Dem Währungsrisiko vergleichbar treten Edelmetallpreisrisiken bei (insbesondere betraglich) offenen Positionen auf.

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

F

Eine Voraussetzung für die Erlaubniserteilung für Institute ist die fachliche Eignung der Inhaber (= Antragsteller) und der Geschäftsleiter, die eine solche Funktion auch tatsächlich ausüben; sie muss für das konkrete Institut bestehen (§ 33 I 1 Nr. 4 KWG). Bedingung für die fachliche Eignung der Geschäftsleiter ist, dass sie in ausreichendem Maße über theoretische und praktische Kenntnisse in den betreffenden Geschäften verfügen und Leitungserfahrung haben. Fachliche Eignung der Geschäftsleiter ist gemäß § 25c I 3 KWG regelmäßig anzunehmen, wenn eine 3-jährige leitende Tätigkeit bei einem Institut von vergleichbarer Größe und Geschäftsart nachgewiesen wird.

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 9. Die Sozialversicherungsträger und ihr gesetzlicher Auftrag

Die Sozialversicherungsträger bieten unterschiedliche Leistungen. Speziell für das Betriebliche Gesundheitsmanagement ist der „Leitfaden Prävention“ ein wichtiges Nachschlagewerk.

Achim Müller

3. Kalkulation weiterer Ergebniskomponenten

Das Kapitel behandelt Ergebniskomponenten, die neben dem reinen Zinsergebnis für Banken relevant sind. Hierunter fällt zunächst das Provisionsergebnis, welches aufgrund verschiedener Treiber (z. B. Verbriefung) in der Gesamtsicht immer bedeutender für die Kreditwirtschaft wird. Das Barwertkonzept ist hierfür ähnlich vorzugswürdig, aber auch problembehaftet (Zuordnungsfrage) wie im Zinsbereich. Das Risikoergebnis umfasst insbesondere das mit dem Kreditgeschäft und mithin dem Zinsergebnis eng verbundene Kreditrisiko. Auch unter den Verfahren zur Quantifizierung von (in den Zins einzurechnenden) Risikoprämien empfehlen sich marktorientierte Ansätze. Die Ermittlung von Produktivitätsergebnissen (im Betriebsbereich) leidet gerade in Banken unter den Problemen von Gemeinkosten(schlüsselung) und Fixkosten(variabilisierung). Die sogenannte Prozessorientierte Standard-Einzelkosten-Rechnung (PSEK) bietet einen Ausweg aus dem bestehenden Dilemma. Abschließend sind auch die gewünschte Gewinnmarge des Instituts bzw. seine Eigenkapitalkosten bei der Ergebniskalkulation zu berücksichtigen. Hierfür kann in marktorientierter Vorgehensweise auf die Renditeerwartungen der Eigenkapitalgeber zurückgegriffen werden.

Andreas Horsch, Daniel Kaltofen

Kapitel 8. „Zurück in die Zukunft“ – Wie führt man die jungen Generationen?

Bei allen Berichten und Studien über die jüngeren Generationen, ob Generation Y, Z oder Millennials, kann man den Eindruck bekommen, dass sich deren Ansprüche fundamental von allen bisherigen Arten der Berufstätigkeit unterscheiden. Blickt man genauer hin muss man sich jedoch fragen, ob hier eine gewaltige selbsterfüllende Prophezeiung im Gange ist.Es werden Mythen und Realität gegenübergestellt und die tatsächlichen Veränderungen konkret behandelt. Die für die Zukunft zu erwartenden Arbeitsweisen und die für jüngere Generation wichtigsten Führungsprinzipen sowie deren Erwartungen an ihre Führungskraft werden beleuchtet und führen zu konkreten Handlungsempfehlungen für die Führungskraft.Dabei wird auch behandelt, ob die für die jüngeren Generationen wichtigen Regeln auch für andere Generationen relevant sind.

Axel Rittershaus

2. Teil Der persönliche Status des GmbH-Geschäftsführers

Der persönliche Status des Geschäftsführers ist von seiner gesellschaftsrechtlichen Stellung als leitendes Organ der GmbH abzugrenzen. Wie bereits dargelegt, ist der Geschäftsführer kraft seiner Bestellung durch die Gesellschafterversammlung Organ der GmbH. Die organschaftlichen Rechte und Pflichten bestimmen sich nach dem Gesellschaftsrecht, insbesondere nach dem GmbH-Gesetz, der Satzung sowie den ergänzenden Gesellschafterbeschlüssen. Hiervon scharf zu trennen ist das Anstellungsverhältnis, das neben dieser organschaftlichen Beziehung besteht. Das Anstellungsverhältnis regelt den persönlichen Status des Geschäftsführers.

Rocco Jula

11. Geld und Geldwert

Schüler haben häufig große Schwierigkeiten, sich die Auswirkungen von Inflation auf das eigene Geld vorzustellen. Zwar fällt es natürlich leicht, Preissteigerungen zu benennen, jedoch ist der Transfer zu einem Kaufkraftverlust des Geldes oft schwieriger nachzuvollziehen: „Habe ich denn bei 2 % Inflation dann im Folgejahr weniger Gehalt?“ In der Unterrichtspraxis hat sich die folgende Vorstellung bewährt: Wenn die Inflation 2 % beträgt, heißt das, dass man von 100.000 Euro Einkommen „im Folgejahr für ungefähr 2000 Euro weniger Waren für dasselbe Gehalt bekommt.“ Man bekommt zwar jedes Jahr denselben Geldbetrag, genannt Nominallohn. Jedoch sinkt die Kaufkraft des Geldes aufgrund der Preissteigerungen. Wird aus dem Nominallohn die Inflation herausgerechnet, erhält man den sogenannten Reallohn. Dieser sagt aus, welche Kaufkraft in Gütern nach Abzug der Inflation erhalten bleibt. Beispiel: Eine jährliche Inflationsrate von 2 % über 10 Jahre verringert die Kaufkraft eines Nominallohnes von 100.000 Euro auf 82.034,83 Euro (100.000 ÷ 1, 0210).

Jürgen Pfannmöller

10. Staat und Kapitalmarkt

Für die Berechnung der Höhe des Schuldenberges lasse ich meistens die Fläche des Schulhofes mit einem Zollstock ausmessen oder mit Schritten abschätzen. Die unterschiedlichen Grundflächen können anhand der Volumina der Papierstapel dennoch leicht miteinander verglichen werden. Deshalb sollte man im Anschluss an die Rechnung die Zusatzaufgabe stellen: „Bitte berechnen Sie das Volumen des von Ihnen gestapelten Geldes.“ Beispiel: 57 m × 58 m × 7, 20 m = 51.470 m3. Die Hauptschwierigkeit besteht für die Schüler in der Regel darin, die eigenen Überlegungen wie in ◘ Tab. 10.1 zu strukturieren und den Überblick zu behalten. Binnendifferenziert kann die Aufgabe vereinfacht werden, wenn die einzelnen Bestandteile der Rechnung wie „Anzahl der benötigten Scheine“, „Länge der Längsseite der Grundfläche“ etc. wie in ◘ Tab. 10.1 vorgegeben werden. Die Angaben könnten jedoch auch ohne bestimmte Reihenfolge aufgelistet werden, damit zuerst ein Rechenweg überlegt werden muss.

Jürgen Pfannmöller

12. Agile digitale Transformation eines modernen europäischen Immobilien-Investment-Managers

Während viele Branchen bereits durch tiefgreifende Erneuerungsprozesse gegangen sind, steht der Immobilienwirtschaft ihre umfassende Digitalisierung noch bevor. In diesem Beitrag werden die Grundzüge der Transformation zu einem perspektivisch vollständig digitalisierten Geschäftsmodell skizziert. Aufbauend auf einer digitalisierten System- und Prozesslandschaft werden zunächst der regulatorische Rahmen und die Wertschöpfungskette eines Immobilien-Investment-Managers erläutert. Dabei werden die kontinuierlich steigenden Anforderungen an Qualität und Effizienz von Asset-Management und Immobilienbewertung über die Fondsbuchhaltung und das Risikomanagement bis zum Portfolio-Management und Reporting aus der täglichen Praxis dargestellt. Ferner werden Vorgehensweisen skizziert, wie sich eine digitalisierte Architektur ganzheitlich im Unternehmen implementieren lässt. Zum Abschluss des Beitrags wird dargelegt, wie Projekte nachhaltig realisiert werden und welche Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche digitale Transformation elementar sind.

Irmgard Linker, Alexander Betz

22. Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in Banken und Sparkassen

Das Banking unterliegt neben der anhaltenden Niedrigzinssituation und den steigenden regulatorischen Anforderungen einem wesentlichen Einfluss durch die stark zunehmende Digitalisierung in allen Geschäftsbereichen. Zwar ist diese schon seit der Einführung des Computers für Kreditinstitute von Bedeutung, mit der rasanten Geschwindigkeit, in der neue Technologien entwickelt werden, steigt jedoch auch der Einfluss der Digitalisierung auf das Bankgeschäft. In der Folge zeigen sich veränderte Verhaltensweisen und Anforderungen von Kunden, denen neue Wettbewerber wie z. B. FinTechs mit innovativen Angeboten begegnen. Banken müssen deshalb eine Anpassung ihres Produktangebots in Betracht ziehen und unter Umständen den Zugang zu weiteren Lieferanten suchen. Sie sehen sich damit einer Vielzahl an Herausforderungen ausgesetzt, dürfen dabei allerdings die innewohnenden Chancen zur Intensivierung der Kundenbeziehung mithilfe der Digitalisierung nicht übersehen.

Christiane Jonietz, Stefan Mesch, Anja Peters

3. Unternehmensförderung

Der Bereich der Unternehmensförderung gehört zu den Basisthemen von Wirtschaftsförderungseinrichtungen, gleichgültig ob sich diese Förderung auf den Ebenen der Europäischen Union, des Bundes, der Bundesländer, der Regionen oder der Kommunen vollzieht. Das folgende Kapitel gibt einen Überblick über zentrale Förderorganisationen und deren Formen, Strukturen und Aufgaben. Zudem informiert es über das Prozedere der Unternehmensförderung. Dabei werden besonders wichtige Förderprogramme vorgestellt, u. a. Gründungszuschuss und Einstiegsgeld, EXIST, Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur und Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM). Für eine ganzheitlichere Betrachtung des Themas Unternehmensförderung soll eine Differenzierung in materielle und immaterielle Unternehmensförderung vorgenommen werden. Dabei gilt es insbesondere, auch die zahlreichen Instrumente der immateriellen Unternehmensförderung vorzustellen und einer kritischen Reflexion zu unterziehen.

Philip Pongratz, Matthias Vogelgesang

3. Stabile Eigenschaften der Manager

Die Grundlage für ein dysfunktionales Management liefern stabile Eigenschaften der verantwortlichen Manager. Hierzu zählen Persönlichkeitsmerkmale wie etwa Extraversion oder Offenheit, aber auch explizit negative Eigenschaften wie Narzissmus oder Machiavellismus. Eine nachweislich besondere Bedeutung kommt der Intelligenz zu. Sie allein erklärt im Durchschnitt 45 % der beruflichen Leistung von Managern. Weitere Quellen für dysfunktionales Management können Defizite in den sozialen Kompetenzen sowie der emotionalen Kompetenz darstellen. Zu guter Letzt stellt sich die Frage, welche Ziele Manager mit ihren vorhandenen Eigenschaften verfolgen. Hierbei kommt Werten und Arbeitsmotiven eine wichtige Rolle zu. Die Eigenschaften können im Zusammenspiel untereinander die Wahrscheinlichkeit für Managementfehler heben oder senken.

Uwe Peter Kanning

2. Kaufinteressiert – die Vorbereitung einer Firmenübernahme

Storyline: Das Kapitel erzählt, wie die Übernahme der WWB GmbH 2010 begann. Ralf Sojka steigt als Assistent der Geschäftsführung in das Tiefbauunternehmen mit der Option ein, den Betrieb später vom bisherigen Eigentümer zu übernehmen. Während sich das operative Baugeschäft positiv entwickelt, tauchen erste Probleme bei der Angebotskalkulation auf.Informationen zum Unternehmenskauf: Der Leser erfährt, wie er übernahmebereite mittelständische Unternehmen mit Hilfe von Onlinebörsen ermittelt, anspricht sowie gründlich durchleuchtet (Firmenprofil, Due-Diligence-Prüfung).

Dirk Sojka, Ralf Sojka, Sonja Ulrike Klug

4. Fallstudien zu aktuellen Herausforderungen im Employer Branding und Personalmarketing

Der Markt für neue Mitarbeiter wird sich in den kommenden Jahren grundlegend ändern. Die Arbeitnehmer werden sich in einer Situation wiederfinden, in der sie entscheiden können, für welches Unternehmen sie arbeiten wollen. Um in diesem Umfeld die optimalen Mitarbeiter zu rekrutieren, wird es unerlässlich sein, sich an die Vorstellungen, Wünsche und Lebensmodelle der jungen Generationen anzupassen. Hierbei erscheint es schwierig, die Mitarbeiterpolitik, die oft über Jahre hinweg geprägt wurde, dahingehend zu verändern, dass die Generationen Y und Z darin zielgerichtet berücksichtigt werden. In den folgenden Beispielen geben Vertreter aus der Praxis einen Eindruck darüber, dass und vor allem wie es möglich ist, das Unternehmen als Arbeitgeber für die Generationen Y und Z attraktiv zu machen. Entsprechend der individuellen Herausforderungen unterscheiden sich die Lösungen und setzen an unterschiedlichen Stellen im Unternehmen und in der Wirkungskette an.

Roland Mattmüller, Marcus K. Reif, Jörg Buckmann, Felix von Zittwitz, Joachim Diercks, Kristof Kupka, Jens Bender, Johannes Berentzen, Philipp Hoog, Tobias Grewe, Katrin Robeck, Anne Balke, Kevin Hahn, Sven Kielgas, Andreas Herde

Visuelle Stereotype in der Kommunikationsforschung

Stereotype sind einfache Muster, die aktiviert werden, wenn Wahrnehmungen in Kategorien eingeteilt werden, die ihrerseits Grundlage für Einstellungen und Handlungen sein können. Das geht meist schnell, ist aber auch nicht immer akkurat. Walter Lippmann hat den Begriff in die Publizistik eingeführt und ausführlich beschrieben. Um Ausprägungen und Verwendungsweisen zu diskutieren, konzentriert sich das Kapitel auf Altersstereotype. An diesem Beispiel werden die Aspekte anhand einer aktuellen gesellschaftlichen Debatte thematisiert. Alter wird visualisiert in Karikatur, Film, Werbung und Journalismus. Dabei wird auch die Wirkung von Altersstereotypen betrachtet.

Clemens Schwender, Thomas Petersen

12. Deutsches und thailändisches Steuerrecht

Das Steuerrecht gehört zu einer der komplexesten und dynamischsten Rechtsmaterien. Zusätzliche Probleme treten vor allem dann auf, wenn unterschiedliche Länder auf die Besteuerung Einfluss nehmen. Im schlimmsten Fall erhöht sich die Steuerbelastung dergestalt, dass an mehrere Staaten Steuern gezahlt werden müssen. Daher ist das Interesse, die Steuerlast zu minimieren, selbstverständlich.Dieses Kapitel soll einen Überblick über das deutsche und thailändische Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuerrecht sowie über das zwischen beiden Staaten bestehende Doppelbesteuerungsabkommen geben. Daneben bestehende andere Steuerarten mögen am Rande Erwähnung finden, sind aber größtenteils von der Darstellung ausgenommen.

Michael Lorenz

6. Existenzschutz 5.0 – Heute schon an morgen denken

Die Zukunft lässt sich weder vorhersagen noch aufhalten. Die Welt ist in einem ständigen Wandel und wir müssen uns diesen Veränderungen stellen. Die Zukunft der Menschheit kann großartig werden: Dank digitalisierter Medizin werden wir viel gesünder und länger leben, eine künstliche Intelligenz wird uns lästige Arbeiten im Haushalt und im Beruf abnehmen und wenn wir möchten, werden wir in virtuellen Welten auf Abenteuerreise gehen. Es ist daher notwendig, die wichtigsten Prozesse früh zu verstehen, um unser Leben und Wirtschaften vorausschauend zu organisieren.In diesem Kapitel wagt die Autorin einen Blick in die Zukunft des Existenzschutzes. Wie sehen die Szenarien der Zukunft im Hinblick auf Vorsorge aus? Was bleibt? Was geht? Welche neuen Herausforderungen kommen hinzu? Daten sind das neue Gold der Wirtschaft und Dank Datenschutz-Grundverordnung haben wir einen Ein- und Ausblick, was uns in Zukunft erwartet. Mein Ansporn ist es, Sie diesbezüglich bestmöglich auf die ungewisse Zukunft vorzubereiten.Und nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Entdecken der Zukunft.

Claudia Girnuweit

23. Stress und Zufriedenheit in der digitalen Welt

Die Digitalisierung in Unternehmen und Privathaushalten schreitet unaufhörlich voran. Das Internet mit Facebook, WhatsApp und anderen Diensten ist noch immer sehr jung. Der Umgang mit diesen Medien ist relativ neu. Facebook z. B. gibt es erst seit dem Jahr 2004. Es sorgt für Stress, wenn Führungskräfte und Mitarbeiter permanent erreichbar sind und Eltern und Teenager immer öfter nur noch über Messengerdienste kommunizieren. Arbeit und Privates vermischen sich immer weiter und die Arbeit dringt immer mehr in die private Welt vor. Gleichzeitig potenzieren sich die Überwachungsmöglichkeiten, z. B. durch Bilderfassung im öffentlichen Raum.Im Jahr 2030 werden viele Lösungen für heutige Probleme umgesetzt sein, durch die sich weitere Probleme ergeben werden. Die Lösung für ein zufriedenes Leben ist ein achtsamer und konsequenter Umgang mit dieser Digitalisierung, den Medien und Kommunikationsdiensten. Digitale Resilienz bedeutet, mit dieser neuen Technologie in einer gesunden Art umzugehen. Digitalität kann uns alle unterstützen und sollte uns ermächtigen, selbstbestimmt, frei und demokratisch zu leben.

Antje Rohrbach

13. Gesellschaft 2030 – Altersarmut muss nicht sein

Nach wie vor wird die gesetzliche Rentenversicherung von vielen Arbeitnehmern als einzige Form der Altersvorsorge genutzt. Das Modell funktionierte viele Jahre, jedoch muss aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung und der zunehmenden Steigerung der Lebenserwartung dringend zum Handeln aufgefordert werden. Die Aussage vieler Politiker, die Rente sei sicher, kann in der heutigen Form nicht mehr aufrechterhalten werden. Sicher ist nur die Rentenlücke. Nachfolgende Ausarbeitung soll aufzeigen, mit welcher Versorgungslücke in der Realität im Alter zu rechnen ist und dass es schon jetzt Möglichkeiten gibt, diese frühzeitig zu minimieren. Den Kopf in den Sand zu stecken, ist hier nicht die richtige Lösung. Man stelle sich nur einmal vor und sollte dies selbst ausprobieren, wie man mit einer Altersrente von 1200 € und teilweise erheblich darunter einen Monat über die Runden kommen soll.

Gerd Kunert

17. Umgang mit älteren Führungskräften und Mitarbeitern

Die Lernziele dieses Kapitels: Die Leser können die Bedeutung älterer Führungskräfte und Mitarbeiter für Unternehmen einordnen. Die Leser kennen ausgewählte theoretisch-konzeptionelle Ansätze zum Umgang mit älteren Führungskräften und Mitarbeitern. Die Leser überblicken die zentralen Handlungsfelder von Unternehmen im Umgang mit älteren Führungskräften und Mitarbeitern. Die Leser kennen ausgewählte Instrumente im Umgang mit älteren Führungskräften und Mitarbeitern.

Ruth Stock-Homburg, Matthias Groß

9. Gestaltung der Personalvergütung

Die Lernziele dieses Kapitels: Die Leser kennen die grundlegenden Funktionen der Personalvergütung in Unternehmen. Die Leser überblicken die alternativen Strategien der Personalvergütung. Die Leser reflektieren die grundlegenden Komponenten der Personalvergütung. Die Leser kennen verschiedene funktionale Verlaufsformen zwischen der individuellen Leistung und der variablen Vergütung und können diese im Hinblick auf ihre praktische Relevanz einordnen.

Ruth Stock-Homburg, Matthias Groß

6. Gestaltung der Personalfreisetzung

Die Lernziele dieses Kapitels: Die Leser kennen die zentralen Formen der Personalfreisetzung. Die Leser überblicken ausgewählte Maßnahmen der Personalfreisetzung, die nicht zu einem reduzierten Personalbestand führen. Die Leser kennen Maßnahmen der Personalfreisetzung, durch die der Personalbestand reduziert werden kann. Die Leser kennen Ansatzpunkte für eine systematische Freisetzungskommunikation

Ruth Stock-Homburg, Matthias Groß

2. Die Beratungsbefugnis der Lohnsteuerhilfevereine (§ 4 Nr. 11 StBerG)

Hilfeleistung in Steuersachen als ausschließliche satzungsmäßige Aufgabe der Lohnsteuerhilfevereine (§ 14 Abs. 1 Nr. 1 StBerG) ist Steuerberatung. Geschäftsmäßige Hilfeleistung in Steuersachen unterliegt in Deutschland seit dem „Gesetz zur Verhütung von Missbräuchen auf dem Gebiete der Rechtsberatung“ vom 13.12.1935 der gesetzlichen oder gesonderter behördlicher Erlaubnis (vgl. Peter und Charlier 1994, Einführung, Rz. 6). Das Gesetz beseitigte die frühere Gewerbefreiheit für das Gebiet der Rechtsbesorgung, die nachfolgend in der Bundesrepublik nicht wieder eingeführt wurde.

Axel Schmucker, Uwe Rauhöft

5. Inhalt: Seien Sie unwiderstehlich

Wie heißt es so schön in Martin Gaedts großartigem Buch „Mythos Fachkräftemangel“ (Pflichtlektüre für jeden, der in irgendeiner Form mit Personalbeschaffung zu tun hat): „Jedes Unternehmen ist hinter stabilen Mauern versteckt, damit Wind und Wetter draußen bleiben. Aber diese Fassaden, Mauern, Büro- und Fabrikgebäude haben ungewollt auch eine andere Wirkung: Sie machen Unternehmen unsichtbar mit allem, was sie Tolles leisten und ihren Mitarbeitern bieten.“ Und genau das ist der Punkt: Woher soll ein potenzieller Bewerber wissen, dass Sie ein attraktiver Arbeitgeber sind, der eine wertschätzende Unternehmenskultur lebt und für seine Mitarbeiter alles erdenkliche tut, um sie glücklich und zufrieden zu machen, ein Arbeitgeber, der in dem, was er tut, sehr erfolgreich ist, weil er seinen Mitarbeitern alle Freiheiten lässt, sich zu verwirklichen und damit ungewöhnliche Innovationen verbuchen kann? Woher soll er all das wissen, wenn Sie sich hinter Unternehmensmauern oder schlimmer, da diese für jeden (theoretisch) mit einem Mausklick erreichbar ist, auf Ihrer Karriere-Website neugierigen – oder besser: informationshungrigen – Blicken entziehen? Da Sie nichts dafür tun, wahrgenommen zu werden, existieren Sie für viele Millionen Menschen schlicht gar nicht. Selbst an Ihrem eigenen Standort wird Sie kaum jemand wirklich als Arbeitgeber wahrnehmen. Schade. Bietet Ihre Karriere-Website doch unglaubliches Potenzial, diese Defizite wettzumachen. Wenn Sie denn gefunden wird. Und wenn sie informativ und „echt“ ist – idealerweise in Wort und Bild, getextet für und adressiert an die jeweilige Zielgruppe!

Henner Knabenreich

4. Betriebliche Krankenversicherung (bKV)

Die Betriebliche Krankenversicherung (bKV) stellt als freiwillige Leistung von Arbeitgeberseite die „Kür“ innerhalb des Betrieblichen Gesundheitsmanagements dar (siehe Abb. 4.1).

Marco Scherbaum

3. Prozessmodell

Was ist eigentlich ein Prozess? Hier eine erste Antwort auf diese Frage:

Frank Urlaß

Kapitel 5. Ergebnisse

In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der vorliegenden Studie vorgestellt. Die Reihenfolge der Präsentation orientiert sich an der Struktur der Forschungsfragen aus 3. Untersuchungsgegenstand Prozessmodell. Weiterhin wird die in Abschnitt 2.3.2 Umgang mit Herausforderungen eingeführte Strukturierung aufgegriffen, welche sich, wie in Abbildung 6 dargestellt, in eine Betrachtung der Aktionen & Reaktionen sowie der Ressourcen differenzieren lässt.

Alexander Goebel

Lösungen zum Arbeits- und Sozialrecht

B (vgl. § 20 BBiG, mindestens 1 Monat, maximal 4 Monate) und C (vgl. § 17 BBiG) Die Ausbildungsvergütung für Bankkaufleute steigt jährlich an und beträgt z. B. im 1. Ausbildungsjahr 876,00 EUR, im 2. Ausbildungsjahr 938,00 EUR und im 3. Ausbildungsjahr 1.000,00 EUR.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs, Marion Leuenroth

Aufgaben aus der Wirtschaftslehre

Die 17-jährige Auszubildende der Isar Bank-AG Kathrin Gersthuber hat eine monatliche Ausbildungsvergütung von 925,00 EUR. Sie wünscht sich schon seit langem ein Mofa. Bei einem Händler schließt sie einen Kaufvertrag über eine Kaufsumme von 1.012,00 EUR.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs, Marion Leuenroth

Aufgaben zum Arbeits- und Sozialrecht

Beim Ausfüllen des Berufsausbildungsvertrags sind der Nordbank AG zwei Fehler unterlaufen.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs, Marion Leuenroth

N

Namenspapiere (etwa Aktien) lauten auf den Namen einer Person. Nur die genannte Person kann die Rechte aus den Papieren geltend machen.

Wolfram Klitzsch

L

Die Laffer-Kurve geht auf den amerikanischen Ökonomen Arthur Laffer (geboren 1940) zurück. Sie stellt das Steueraufkommen dar in Abhängigkeit vom Steuersatz.

Wolfram Klitzsch

A

Mit der Abgeltungsteuer werden Erträge aus Kapitalanlagen besteuert, wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne.

Wolfram Klitzsch

Z

Die Zahlungsbilanz eines Landes ist eine Aufzeichnung aller wirtschaftlichen Transaktionen zwischen Inländern und Ausländern in einem Jahr. Mit Inländern und Ausländern sind Personen und Unternehmen gemeint.

Wolfram Klitzsch

G

US-GAAP (United States Generally Accepted Accounting Principles) sind Bilanzierungsvorschriften wie das deutsche HGB (Handelsgesetzbuch) und die IFRS (International Financial Reporting Standards).

Wolfram Klitzsch

Kapitel 5. Enttäuschungen verarbeiten

Der Moment, in dem die Blutung vorzeitig eintritt oder das Testergebnis negativ ist, zerstört gefühlt eine ganze Welt. Alle Hoffnungen der letzten Wochen werden in einer Sekunde zerschlagen, und die Seele zerbricht wie eine zu dünne Porzellantasse. Vermehrtes Weinen, ein zeitweiliger Rückzug und Wut auf die ganze Welt haben hier ihre Berechtigung.

Julietta Kuehn

Kapitel 12. Lohnt sich die private Lebens- oder Rentenversicherung (noch)?

Vertraut man der medialen Stimmungsmache, gehören private Lebensversicherungen und Rentenversicherungen der Vergangenheit an: magere Renditen, steigende Risiken, unzeitgemäß und altbacken. Die Zahlen belegen das jedoch nicht: 88,3 Mio. Verträge, davon die Hälfte Rentenverträge, bestehen bei deutschen Lebensversicherungsunternehmen, Pensionskassen und Pensionsfonds und 2017 sind 5 Mio. neue Policen dazu gekommen. Ich meine: Ja, eine private Rentenversicherung lohnt sich noch immer! Sie ist für mich die unumstrittene Basis für die eigene Absicherung. Vorausgesetzt, Sie wählen das richtige Modell.

Constanze Hintze

Kapitel 14. Damit die Immobilie nicht zur Last wird

Ein beständiges Thema in meiner Beratungspraxis ist der Wunsch nach der eigenen Immobilie. Das ist verständlich, denn die Aussicht auf mietfreies Wohnen im Alter ist für den Eigennutzer ebenso lohnend wie eine vermietete Wohnung eine stabile Zusatz-Rente verspricht. Ist die Immobilie als Altersvorsorge unverzichtbar?

Constanze Hintze

Kapitel 13. Der stille Star der Altersvorsorge: die Riester-Rente

Die Riester-Rente steht unter Dauerbeschuss, von Anfang an hagelte es Kritik. Zu Unrecht! Es wird Zeit, mit den Vorurteilen aufzuräumen, denn die Riester-Rente ist besser als ihr Ruf. In diesem Kapitel beleuchte ich die Vorzüge der staatlich geförderten Altersvorsorge, von denen vor allem Frauen profitieren und die 2018 nochmals verbessert wurde.

Constanze Hintze

Kapitel 15. Rente statt Gehalt: die betriebliche Altersvorsorge rechnet sich

Es gibt wenige Finanzprodukte, die die Voraussetzungen erfüllen, als Patentlösung im Kampf gegen Altersarmut zu gelten. Die betriebliche Altersvorsorge, die mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz zum 01.01.2018 nochmals verbessert wurde, verdient in meinen Augen diese Auszeichnung. Sowohl Geringverdiener als auch Top-Verdiener profitieren von ihr. Woran liegt es also, dass nur jede 2. berufstätige Frau eine Betriebsrente hat?

Constanze Hintze

Kapitel 1. Ladys first! Nehmen Sie die Verantwortung für sich in die eigenen Hände

Der erste Schritt zur Ihrer finanziellen Unabhängigkeit ist die Erkenntnis, dass es nur einen Menschen gibt, der für Sie zuständig ist: Sie selbst! Übernehmen Sie diese Verantwortung – und halten es auch sonst wie Aenne Burda (1909–2005; deutsche Verlegerin. Die „Königin der Kleider“ baute mit Burda-Moden einen der größten deutschen Zeitschriftenverlage auf): „Man kann meist viel mehr tun, als man sich gemeinhin zutraut.“ Denn es nützt ja nichts: Altersvorsorge und Vermögensplanung betrifft jeden. Hier kommt in 10 Schritten Ihre Wegbeschreibung zum Wohlstand.

Constanze Hintze

Kapitel 11. Altersvorsorge in Deutschland: Gut, aber nicht gut genug

Für die meisten Deutschen stellt die gesetzliche Rente nach wie vor die wichtigste Einnahmequelle im Alter dar. Das wird sich auch nicht ändern, allerdings sind die Zeiten einer üppigen Rundumversorgung bekanntermaßen längst vorbei. Warum das so ist, ignorieren keine Option ist und wie die Altersvorsorge generell in Deutschland organisiert ist, erfahren Sie in diesem Kapitel.

Constanze Hintze

Kapitel 6. Aktien: Der Weg zum Wohlstand führt über die Börse

Seit die Zinsen auf einem Nullzinsniveau verharren, wächst zusammen, was zusammen gehört: Aktien und Altersvorsorge. Für den Vermögensaufbau und den -erhalt sind sie unverzichtbar. Doch nur jede fünfte Frau spricht sich selbst bei langen Anlagezeiträumen für Aktien aus. Warum das so ist, mit welchen Risiken Sie wirklich rechnen müssen und welche Chancen mit der richtigen Anlagestrategie verbunden sind, erfahren Sie in diesem Kapitel.

Constanze Hintze

Kapitel 8. Die Zukunft der Geldanlage ist nachhaltig

Nicht erst seit den Fridays For Future wächst der Druck auf Unternehmen und Staaten, ökologische Standards einzuhalten und Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen. Nachhaltigkeit ist keine Frage von Gutmenschentum, sondern schlicht eine Notwendigkeit, der sich auch Geldanleger nicht entziehen können. Wie sich die Sustainable Investments von herkömmlichen Anlagen abgrenzen, was die Politik plant und warum Nachhaltigkeit in der Vermögensanlage weitaus mehr als nur die Ächtung von Klimakillern umfasst, erfahren Sie in diesem Kapitel.

Constanze Hintze

Kapitel 16. Gute Beratung macht sich bezahlt

Vermögensanlage und Altersvorsorge sind Vertrauenssache, vor allem wenn man selbst über wenig Leidenschaft und nur rudimentäres Wissen verfügt und deshalb auf eine gute Beratung angewiesen ist. Einfach nur einen Aktienfonds anpreisen, ist noch keine Beratung. Worauf muss man achten, um die schwarzen Schafe von den seriösen Anbietern zu unterscheiden?

Constanze Hintze

Kapitel 3. Finanz-Petits-Fours: Kreieren Sie ihre eigene Vermögensbiografie

Es ist offensichtlich, dass eine Berufseinsteigerin andere finanzielle Bedürfnisse und Möglichkeiten hat, als die erfolgreiche Unternehmerin, die ihre Nachfolge regeln möchte. Weil sich Lebensumstände und Lebensziele ändern, ändern sich auch Geldanlageentscheidungen. Doch was soll man wann tun? Damit Sie nichts verpassen und die richtigen Entscheidungen auch im richtigen Moment treffen, hier ein kurzer Überblick, worauf Sie besonders achten sollten.

Constanze Hintze

Kapitel 2. Das Schwierigste am Sparen ist das Sparen

Machen wir uns nichts vor: Sparen hat keinen Spaßfaktor. Mit Sparen verbinden die meisten von uns Entbehrungen und Einschränkungen. Wer spart, macht das meist nicht freiwillig und selten mit Begeisterung. Viele Frauen schieben das Thema gern vor sich her oder gehen es nur halbherzig an. Wie Sparen trotzdem gut gelingen kann, erfahren Sie hier.

Constanze Hintze

Kapitel 5. Mein Geld ist dein Geld? Nur wer vorsorgt, zahlt bei Scheidung nicht drauf

„Einmal Zahnarztgattin, immer Zahnarztgattin: das gilt nicht mehr“. Mit diesen Worten fasste die damalige Bundesjustizministerin den Kern des neuen Eherechts zusammen, das 2008 reformiert wurde. Die Versorgerehe gibt es nicht mehr, denn seit diesem Zeitpunkt ist jeder Partner für sich selbst verantwortlich. Eigenverantwortung kann aber nur der für sich übernehmen, der mit den Folgen einer Eheschließung vertraut ist, die Gestaltungsmöglichkeiten kennt, die mit einem Ehevertrag verbunden sind und am besten mit beiden Beinen im Berufsleben steht.

Constanze Hintze

Kapitel 4. Die junge Familie – was die Generation Y besser macht als ihre Mütter

Eine Zeit lang hatte es den Anschein, dass die Ehe außer Mode war. Wer will sich schon einschränken und fest binden, wenn man als Paar auch ohne Trauschein gut zusammenleben kann. Diese Zeiten sind vorbei, denn die Deutschen heiraten wieder und mehr Kinder werden auch geboren. Doch für junge Mütter hat sich offenbar wenig verändert. Deshalb gilt umso mehr, dass nur diejenige Eigenverantwortung für sich übernehmen kann, die mit beiden Beinen im Berufsleben steht und ihre Partnerschaft anders lebt, als ihre Mütter und Großmütter. Worauf es ankommt, erfahren Sie hier.

Constanze Hintze

Die veränderte Rolle der Wohnungswirtschaft in den Großen Siedlungen

Die Veränderungen der deutschen Wohnungsmärkte in den letzten Jahrzehnten war tiefgreifend. Die Ära der Privatisierung 1994–2008 lässt sich durch den Beginn des Altschuldenhilfegesetzes in Ostdeutschland (und Berlin) datieren, denn seitdem wurde den Kommunen nahegelegt, sich von Beständen ihrer öffentlichen Wohnungsunternehmen zu trennen (damals: um Altschulden der DDR-Unternehmen tilgen zu können). Dresdens Verkauf der WOBA war der Höhepunkt, seit der Finanzkrise nimmt die öffentliche Hand weitgehend von Verkäufen Abstand.

Arvid Krüger

4. Visionen der Zukunft

Konkurrenz ist out, Coopetition ist in

In der Hektik des Alltags geht in der Regel ein zentraler Faktor für eine gute, sichere und erfolgreiche Zukunft unter: Die konkrete Vorstellung davon, wohin sich der eigene Betrieb längerfristig, in fünf bis 15 Jahren oder länger entwickeln soll. Diese Vorstellung wird auch Vision genannt. Bevor kleine und mittlere Betriebe Visionen entwickeln, müssen jedoch die vielen Missverständnisse und Antipathien rund um den Begriff und diese spezielle Art der Vorausschau überwunden werden. Jedenfalls können Unternehmer- und Unternehmensziele (Kap. 2 ) nicht schlagkräftig und kongruent formuliert und vor allem verfolgt werden, wenn die Vision nicht klar ist oder den Zielen sogar widerspricht. Das Kapitel diskutiert und illustriert diverse ergiebige Quellen der Vision und wie und mit welchen Facetten Leserinnen und Leser ihre eigene Vision entwickeln, unter besonderer Berücksichtigung der Facette „Kooperation und Coopetition“.

Cordula Grimm

Kapitel 2. Geld- und Vermögensanlage

Die 47-jährige Privatkundin der Isarbank AG Birgit Knop (ledig) hatte im Jahr 2019 vom Nachlassgericht in München die nachstehenden Vermögenswerte zugesprochen bekommen.

Wolfgang Grundmann

Kapitel 3. Kreditgeschäft

Die Finnberg & Co., Alarm- und Sicherheitstechnik OHG beabsichtigt, ihren Fuhrpark zu erneuern. Zu diesem Zweck sollen drei neue Pkw im Gesamtwert von 100.000,00 EUR angeschafft werden. Da die alten Pkw in Zahlung genommen werden und die Finnberg & Co. OHG mit dem Händler günstige Konditionen ausgehandelt hat, rechnet die Geschäftsführung mit einer Investitionssumme in Höhe von 60.000,00 EUR.

Wolfgang Grundmann

Kapitel 6. Geld- und Vermögensanlage

Abgezinster Sparbrief: Festlegungszeitraum: 1 bis 6 Jahre Liquidität: Während der Laufzeit ist die Rückzahlung ausgeschlossen; Beleihungsmöglichkeit Zinsgutschrift und Anfall der Abgeltungssteuer am Ende der Laufzeit

Wolfgang Grundmann

Kapitel 6. Das Bauhauptgewerbe

Im Bauhauptgewerbe wurde bereits im Jahr 1997 der erste branchenbezogene Mindestlohn in Deutschland auf Basis des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes eingeführt. Damals ging es vor allem darum, Mindestvergütungen auch für ausländische Werkvertragskräfte, die mit ihren Löhnen nach dem Herkunftsprinzip die heimischen Tarifverträge unterlaufen konnten, festzulegen und damit gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Unternehmen sicher zu stellen. Die Baubranche verfügt über deutlich längere Erfahrungen mit Mindestlöhnen als andere Branchen und mit den Sozialkassen, der Generalunternehmerhaftung sowie einem höheren Mindestlohn für qualifizierte Beschäftigte in Westdeutschland und Berlin über Regelungen, die für die Durchsetzung und Kontrolle der Mindestlöhne hilfreich sind. Außerdem sind sich die Sozialpartner der Branche einig, dass wirksame Kontrollen der Einhaltung der Mindestlöhne erforderlich sind. Auch in einer Reihe anderer Länder gelten im Baugewerbe besondere Regelungen, die darauf abzielen, Missstände zu unterbinden und sozialpartnerschaftliche Kontrollansätze zu stärken.

Gerhard Bosch, Frederic Hüttenhoff, Claudia Weinkopf

3. Beratung und Verkauf

Verkaufen für Freiberufler bedeutet im Wesentlichen, die BedürfnisseBedürfnis und Probleme eines Kunden zu verstehen und ihm hierfür Lösungen anzubieten. Verkaufen hat also eher den Charakter einer BeratungBeratung als den eines klassischen Verkaufsgesprächs. Mit kleinen Kniffen können Sie Ihr Verständnis der KundenbedürfnisseBedürfnis weiter verbessern und festlegen, wie umfangreich Ihre Beratungstätigkeit sein sollte, bevor Sie einen Auftrag erhalten. Auch hinsichtlich Ihres AufwandsAufwand für das Finden, Binden und Halten von Kunden gibt es klare Regeln. Insbesondere müssen Sie sich strukturierte Vorgehensweisen bei den Themen KaltakquiseKaltakquise und NetzwerkenNetzwerken für die Neukundengewinnung zurechtlegen.

Helmut Hausner

Kapitel 1. Es geht uns alle an

Wir haben die Chance, die digitale Transformation mit Künstlicher Intelligenz verantwortlich zu gestalten, bevor es andere verantwortungslos tun. Es geht uns alle an. Noch haben wir Zeit dazu!

Klaus Henning

Kapitel 3. Ideenformulierung

Die folgenden Ausführungen befassen sich mit dem ersten Erfolgsfaktor eines jeden zu gründenden Unternehmens für die Phase der Ideenformulierung: dem Gründer bzw. dem Gründerteam und dessen bzw. deren Beschreibung im Rahmen der Erstellung eines Businessplans. Durch diesen Businessplan erfährt die Gründungsidee eine schriftliche Formulierung bzw. Darstellung. Entsprechend sind die nachfolgenden Punkte Bestandteile dieses Plans. Dabei stehen folgende Fragen für den Faktor „Management“ im Mittelpunkt der Betrachtungen, deren Antworten zugleich auch die Lernziele darstellen: Welche allgemeinen Informationen müssen zu den Gründern hinsichtlich deren Qualifikation und Vision im Rahmen eines Businessplans gemacht werden? Wie sieht die Aufgaben- bzw. Rollenverteilung zwischen den Gründern aus und welche Beteiligungsverhältnisse liegen vor? Wie gestaltet sich die Organisation innerhalb des Gründerteams und welche Regeln gilt es hierbei zu beachten?

Tobias Kollmann

5. Die Reform der Investmentbesteuerung 2018 – Auswirkungen auf die Besteuerung von Investmentfonds

Mit der Reform der Investmentbesteuerung zum 01.01.2018 wird das alte System der semi-transparenten Fondsbesteuerung durch eine im Grundsatz intransparente Besteuerung ersetzt. Während im alten Investmentsteuerrecht (InvStG 2004) Erträge bei Zufluss an einen Investmentfonds von der Besteuerung befreit blieben (Ertragszahlungen auf der Fondseingangsseite) und die Erträge steuerlich vollumfänglich dem Anleger zugerechnet wurden (Fondsausgangsseite), basiert das neue Investmentsteuerrecht auf einer getrennten Besteuerung von Investmentfonds und Anleger (Trennungsprinzip).Die Reform der Investmentbesteuerung war notwendig, um europarechtliche Risiken aus Sicht des Gesetzgebers auszuräumen, da der europäische Gerichtshof mit seinem Urteil vom 09.10.2014 (Rechtssache C-326/12 „van Caster und van Caster“) bereits die Pauschalbesteuerung ausländischer Fonds in Deutschland als europarechtswidrig eingestuft hatte und dies auch in Bezug auf die nur für ausländische Fonds geltende beschränkte Steuerpflicht von Erträgen drohte. Im neuen Investmentsteuerrecht ab 2018 werden in- und ausländische Investmentfonds hingegen gleichbehandelt. Hinzu kommt, dass das alte Investmentsteuerrecht für die gesamte Finanzbranche und auch die Finanzbehörden mit einem enorm hohen Grad an Komplexität und bürokratischem Aufwand verbunden war. Nicht zuletzt sollen mit der Reform Systemfehler und steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten des alten Rechts abgeschafft werden.

Oliver Rhodius, Johannes Lofing

Kapitel 2. Generelle Konzeption der Teilhabe

Teilhabe ist Handeln, das von Ressourcen ausgeht, im Vollzug auf soziale Organisationsformen angewiesen ist, und ihre Wirkung im Kontext sozialer Integration zeitigt. Gesteuert wird Handeln durch Potenziale oder Ressourcen, die sich sowohl im Individuum als auch in der Umwelt finden. Solches Handeln spielt sich in sozialen Settings (Organisationsformen) ab, in denen sie Sinn erzeugen und durch ihre Repetitivität wiederum zur Verfestigung der sozialen Organisationsformen beitragen. Integration in die Gesellschaft ist ein universelles Erfordernis, das die Verfasstheit der Gesellschaft geradezu kennzeichnet. Die Zielvorgabe sozialer Integration ist ein selbständiges, von Sinn erfülltes Leben, zumindest idealiter, im Kontext westlicher Demokratien.Konzeptuell ist Teilhabe daher in einem ersten Schritt zusammen mit sozialer Integration zu umreißen; zweitens steht sie in einem Rahmen aus Lebenslagen, welche die nötigen Ressourcen beinhalten und auch die sozialen Organisationsformen bieten; drittens ist die sozialpolitische Dimension zu berücksichtigen, und viertens ist schließlich noch zu berücksichtigen, dass Teilhabe Ausdruck eines unauflöslichen Individuum-Umwelt-Verhältnisses ist, sodass immer von individuellen (internen) und strukturellen (externen) Ressourcen ausgegangen werden muss. Kernelement der Teilhabe ist das wechselseitig aufeinander verweisende Begriffspaar Einbindung/Entbindung.

Anton Amann

Kapitel 7. Vom Erzählen, vom Dabeisein und von Strukturen

Weiter leiten diese Gedanken über zum Erzählen im Alltag und seiner Funktion für die Teilhabe. Sie liegt in der Vorstellung, dass alle je möglichen und denkbaren Lebensäußerungen der Menschen in ihrer Alttagswelt verankert sind, von dort ihren Ausgang nehmen und auf sie zurückwirken. Wenn vom Erzählen berichtet wird, von Stammtischen und Frauenrunden, so spielt sich hier keine romantische Trauer über die Verdrängung altväterischer Sitten und urtümlichen Lebens als Moralinstanz auf, vielmehr wird Gemeinschaft als Prozess verstanden, der ohne Gesellschaft nicht denkbar ist. Das allerdings kann nur durch Denken in Zusammenhängen gelingen, in denen die Mikrowelt und die Strukturen zugleich zum Zug kommen. Am Alltag haften zwei Qualitäten, die bedeutsam sind: Seine Einförmigkeit und Zwanghaftigkeit, die ihn uns verdrießlich machen, aber auch die Tatsache, dass nur aus ihm uns die Kräfte zuwachsen, ihn geistig zu bewältigen.

Anton Amann

Kapitel 1. Einleitung

Deutschland ist ein Land der Sparer. Die Sparquote lag im Jahr 2016 bei ca. 10 % und somit an der Spitze im Vergleich der G7 Länder. Auch gegenüber weiteren Industrienationen erreicht Deutschland Spitzenwerte. Zugleich werden im Verhältnis zu anderen Industrienationen allerdings weniger Wertpapiere gehalten und ein Großteil des Sparvermögens findet sich in Tagesgeld- oder Festgeldkonten wieder. Jedoch steigt der Anteil der Bundesbürger, nicht zuletzt durch die derzeitige Niedrigzinspolitik, mit Investitionen an den Börsen. Neben der Direktinvestition rücken auch verstärkt Fondsprodukte in den Mittelpunkt.

Markus Kühn

Kapitel 2. Besteuerung von Investmentfonds und Anleger

Das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) ist das zivilrechtliche Gegenstück zum Investmentsteuerrecht. In diesem sind Vorschriften über Investmentvermögen und deren Verwaltungsgesellschaften enthalten. Dabei untergliedert es sich in allgemeine Bestimmungen (Kapitel 1), sowie spezielle Vorschriften für Publikumsinvestmentvermögen (Kapitel 2) und inländische SpezialAIF (Kapitel 3). Darüber hinaus finden sich Regelungen zum Vertrieb und Erwerb von Investmentvermögen (Kapitel 4) und weitere europäische Spezialvorschriften (Kapitel 5 bis 7).

Markus Kühn

Kapitel 9. Rhetorische Vorbereitung: Inhalt und Form

Die Digitalisierung hat unsere Wahrnehmung grundlegend verändert. Stand am Anfang das Smartphone als ultimative „Disruptive Innovation“, so ist heute „Disruptive Communication“ gefragt. Wer Menschen erreichen will, muss in ihre Welt eindringen, muss präsent sein, muss buchstäblich den Alltag stören. Denn jede Information scheint ständig verfügbar; alles ist digital erreichbar, alles kann per Touch oder Klick verbreitet werden. Das verlangt neue Formen der Darbietung, die klassische Präsentationsformen ablösen.

Stefanie Etzel

Kapitel 8. Analysieren Sie Ihre Auftrittswirkung

Wer lediglich Zahlen und Fakten referiert, verkennt die wichtigste Aufgabe der Kommunikation: Wir reden, um die Haltung unserer Zuhörer zu verändern. Auch wenn es mitunter so scheinen mag, als ginge es lediglich um einen Zuwachs an Wissen – letztlich wählen wir die Informationen aus, die wir übermitteln; und die Frage, was wir wissen, ist von unermesslichem Einfluss auf unsere Meinungen, Haltungen, Neigungen. Somit lautet der wichtigste Anspruch an Rede wie Antwort: Überzeuge von deiner Botschaft!Jeder kennt solche Präsentationen: Alle starren die Leinwand an, Folien vollgepackt mit Charts, Zahlen, Text, Farben, Bildern. Ein Mann, am Pult davor, er hebt sich schon optisch kaum vom Hintergrund ab. Würde er beim anschließenden Get-together vor Ihnen am Büffet stehen, Sie würden ihn wahrscheinlich nicht erkennen. Wer hingegen die Bühne einnimmt, wird wahrgenommen. Wer sich mit der gesprochenen Rede in den Vordergrund stellt, den Wechsel zwischen dem Fokus aufs Wort und aufs Bild souverän beherrscht, der wird seine Botschaft durchbringen.

Stefanie Etzel

10. Sechste Station des Personalmanagements: Personalvergütung

Was motiviert einen Mitarbeiter? Spannende Aufgaben, gute Arbeitsbedingungen, angenehme Kollegen, faire Vorgesetzte, Karrieremöglichkeiten und nicht zuletzt Geld. Denn die Praxis zeigt: Geld ist ein wichtiger Bestandteil im Motivationsmanagement, wenn es inhaltlich mit anderen Motivatoren verknüpft wird. In diesem Kapitel werden Funktionen und Ziele sowie Methoden und Instrumente einer modernen Personalvergütung vorgestellt. Die Trends in der Personalvergütung beziehen sich v. a. auf Individualisierung und Differenzierung. Aus wirtschaftspsychologischer Sicht werden die grundlegenden Bausteine moderner Vergütungskonzepte, nämlich Motivation, Zufriedenheit und Ziele erörtert. Ziel ist es, einen Motivationsinfarkt im Unternehmen durch ein umfassendes Motivationsmanagement zu verhindern. Dabei sind die psychologischen Wirkmechanismen als Erfolgsrezept moderner Anreizpolitik zu berücksichtigen.

Michael Treier

Kapitel 3. Geschäftsmodell von Regionalbanken im Wandel

„In den nächsten zehn Jahren werden wir mehr Verwerfungen und Veränderungen in der Bankenwelt und der weltweiten Finanzbranche sehen, als das in den vergangenen 100 Jahren der Fall gewesen ist.“ Wie das Zitat von Brett King, CEO des US-Mobile-Banking-Anbieters Moven verdeutlicht, stehen die Bankenwelt und damit auch die Regionalbanken vor den tiefgreifendsten Veränderungen ihres Geschäftsmodells seit deren Gründung.

Patrick Pertl

Kapitel 2. Deutscher Bankenmarkt

Kap. 2 befasst sich mit dem deutschen Bankenmarkt als Ganzes. Hierfür wird im ersten Schritt untersucht, welche Voraussetzungen ein Unternehmen erfüllen muss, um als Bank zugelassen zu werden. Im Anschluss daran werden dann die verschiedenen Bankentypen kurz erläutert und auf ihren Einfluss auf den Bankensektor hin untersucht.

Patrick Pertl

Open Access

Kapitel 2. Big Data, Data Analytics und Smart Services rund um Wohnen, Gesundheit und Mobilität: Bürgerschreck und Hoffnungsträger in privaten Lebenswelten

Jeder Mensch befindet sich und handelt in verschiedenen Lebenswelten. Eine erste einfache Definition gibt der Duden und beschreibt eine Lebenswelt als „persönliches Umfeld; Welt, in der sich jemandes Leben abspielt“. Seine Wurzeln hat der Begriff ‚Lebenswelt‘ in der philosophischen Strömung der Phänomenologie und er wurde insbesondere durch den Philosophen Edmund Husserl geprägt. Nach seiner Definition umfassen Lebenswelten den menschlichen Wirklichkeitsbereich und dessen egologische Beziehung zur Umwelt.

Susanne Knorre, Horst Müller-Peters, Fred Wagner

Korb 4: Gezielte Werteentwicklung von Persönlichkeiten in Bildung und Weiterbildung

Im Bereich der gezielten Werteentwicklung von Erwachsenen gibt es inzwischen eine Reihe von Methoden, die von der Wissensvermittlungsillusion abgehen und auf eine echte Werteinteriorisation aus sind. Davon stellen wir einige ausgewählte Formen dar. Gezielte Werteentwicklung in Bildung und Weiterbildung von Erwachsenen geht meist vom – didaktischen – Handeln aus, das mit einem Neudurchdenken tradierter pädagogischer Kategorien wie Bildung, Arbeit, Betrieb und Beruf einhergeht. Eine zentrale Rolle spielen Kompetenzen in offenen, algorithmisch nicht zu bewältigenden beruflichen Situationen, weil in modernen, digital durchwirkten Arbeitsprozessen genau solche Fähigkeiten immer mehr an Bedeutung gewinnen. Kerne von Kompetenzen sind aber Wertungen, Werte. Sie „überbrücken“ fragmentiertes, unvollständiges oder fehlendes Wissen und ermöglichen gerade dadurch das Handeln in offenen beruflichen und alltäglichen Situationen. Ermöglichungsdidaktisch besteht jede Werteentwicklung im Rahmen der Weiterbildung darin, Bedingungen des Lernens zu gestalten. In diesem Rahmen bietet sich eine Vielzahl von moderner handlungs- und verhaltenspsychologischer Methoden an. Dazu gehören die Prospect Theory, die Post-mortem-Diskussion, die Advocatus Diaboli Diskussion, das Debiasing, das Anti-Biasing und das Nudging. Eine besondere Rolle kann die Kunst im Kontext gezielter Werteentwicklung spielen. Sie bildet niemals unmittelbar sachliche oder geistige Realitäten ab, sondern deren Wertungen durch die Gesellschaft, durch Gruppen, durch Einzelne. Es handelt sich dabei um ästhetische Wertungen, aber viele andere Arten von Wertungen, etwa genussbezogene, nutzenbezogene, religiöse, ethisch-moralische, sozial-weltanschauliche, politische sind eingeschlossen. Eine Entscheidungssituation wird wahrheitsgetreu, nacherlebbar und emotional berührend dargestellt, sodass sich der Leser oder der Filmzuschauer hineinversetzen, seine Wertungen setzen und seine Entscheidung fällen kann. Führt ihn das Kunstwerk so, dass sich diese Wertungen und die darauf gebauten Entscheidungen bewähren, werden sie umso tiefer verankert, je intensiver die emotionale Berührung ausfällt. Gezielte Werteentwicklung geschieht dabei ganz überwiegend mithilfe und vor dem Hintergrund von Sprache.

John Erpenbeck, Werner Sauter

Internationale Personalführung im Spannungsfeld der Kulturen

Am Beispiel von Deutschland, China und Indien

Die Globalisierung führt zur zunehmenden Verflechtung der internationalen Weltwirtschaft. Als Hauptmotive dieser Internationalisierungsbestrebungen sind die Eroberung neuer Zielmärkte für Gewinnsteigerungen, Unternehmenswachstum oder Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit zu nennen. Um dies zu unterstützen, werden vermehrt Expatriates eingesetzt, die oftmals internationale Führungsverantwortung übernehmen. Künftig ist sogar von steigenden Auslandsentsendungen auszugehen. Internationale Personalführung ist damit ein bedeutender Teil unternehmerischen Alltags, weist jedoch nach wie vor eine Kernherausforderung auf: Häufig kommt es zum Scheitern von Auslandsentsendungen, denen insbesondere kulturelle Diskrepanzen zugrunde liegen. Dadurch entsteht nicht zuletzt ein immenser planerischer und finanzieller Aufwand für die Unternehmen. Deswegen besteht großes Interesse, diesem mit einem Beitrag zur Entwicklung und Stärkung interkultureller Handlungskompetenz führungsverantwortlicher Expatriates zu begegnen.Im nachfolgenden Beitrag werden daher zunächst wichtige Dimensionen internationaler Personalführung definiert, Ausprägungen auf Basis einer Untersuchung von Einflussfaktoren am Beispiel von Deutschland, China und Indien kulturspezifisch festgelegt und Ableitungen für eine interkulturell wirksame Führung deutscher, chinesischer und indischer Mitarbeitender angeführt.

Jy-Vonne Tan

Kapitel 11. Finanzmarkt-Kapitalismus und Wachstumskrise

Der (im Jahr 2003 verfasste) Beitrag entwickelt ein idealtypisches Modell des Finanzmarkt-Kapitalismus und geht den Zusammenhängen zwischen Finanzmärkten und Wirtschaftswachstum nach. Dabei wird eine Mehrebenen-Perspektive verfolgt, die das Handeln der Akteure in den Haushalten und Unternehmen ebenso einbezieht wie die Meso-Ebene der institutionellen Investoren und Unternehmen sowie die wirtschaftspolitische und gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die zentrale These lautet, dass die durch die Schlüsselrolle der institutionellen Investoren geprägten Strukturen des Finanzmarkt-Kapitalismus einen depressiven Effekt auf das wirtschaftliche Wachstum haben. Er wird zum einen durch eine übermäßige Akkumulation finanzieller Vermögen gefördert, zum anderen wird ein ungünstiges Umfeld für reale wirtschaftliche Innovationen geschaffen. Der depressive Effekt wird durch den restriktiven geld- und finanzpolitischen Kurs der Zentralbanken und Regierungen verschärft.

Christoph Deutschmann

Kapitel 3. Vermögen und Vermögenswunsch

Mit steigendem allgemeinem Wohlstand erhöht sich der Vermögenswunsch schneller als der laufende Konsum. Es gibt somit einen säkularen Wachstumstrend für die „Warteperiode“ Z. Dies ist schon so aus demographischen Gründen, die für die gesamte Weltbevölkerung gelten. Der Anteil der Weltbevölkerung, der in absoluter Armut lebt, sinkt mit hoher Geschwindigkeit.Ein kaufkraft-stabiles Geldsystem ist ein bedeutsamer Beitrag der Gesellschaft zur Ermöglichung einer ausreichenden privaten Zukunftsvorsorge.Das „Spardreieck“ ist eine stark vereinfachte, dafür eingängige Darstellung dieser Zusammenhänge. Es gibt die Verhältnisse approximativ korrekt wieder.

Carl Christian von Weizsäcker, Hagen Krämer

Kapitel 9. Geldwertstabilität und Stabilität der Offenen Gesellschaft

Der Sozialstaat ist gemäß historischer Erfahrung das Bindeglied zwischen Demokratie und Marktwirtschaft. Weder ein zu kleiner noch ein überdehnter Sozialstaat kann diese Bindegliedfunktion erfüllen.Ein „Stabilitätspakt“ zwischen Bürger und Staat ist erforderlich: 1. Ein Sozialstaat zur Absicherung der Bürger auch im Alter. 2. Das Rentensystem muss aus Anreizgründen ein „Sparen“ (Zwangssparen) für das Alter sein. 3. Die meisten Bürger sparen darüber hinaus freiwillig. 4. Der Staat sorgt für stabile Kaufkraft des Geldes. 5. Der Staat setzt seine Fiskalpolitik im Sinne einer hohen Beschäftigung ein.Ein modernes Verständnis von persönlicher Freiheit umfasst die Sicherheit, die ein ausgewogener Sozialstaat gewährt. Im 21. Jahrhundert folgt hieraus, dass die Bürger einen großen Teil ihres Vermögens in der Form von Nettoforderungen an den Staat halten.

Carl Christian von Weizsäcker, Hagen Krämer

Kapitel 5. Boden

Das private Vermögen besteht zum Teil aus kapitalisierten künftigen Bodenrenten. Die Goldene Regel der Akkumulation bleibt auch bei der Einführung von Boden in das Meta-Modell erhalten.Der urbane Boden ist weitaus wertvoller als der landwirtschaftliche Boden. Das mit dem Boden verbundene Risiko führt zu einem Wertabschlag in der Form einer „Risikoprämie“ α > 0. Bodenrenten können ohne Überwälzungsmöglichkeit und ohne Effizienzverlust besteuert werden; bei kompensierender Senkung der Einkommensteuer sogar mit Effizienzgewinnen und günstigen Verteilungseffekten. Staatliche Eingriffe in den Mietmarkt für Wohnungen bilden ein weiteres Wertrisiko für die Bodeneigentümer.Die Sensitivität des Bodenwerts gegenüber Zinsänderungen und damit die Risikoprämie α steigen mit sinkendem Zinsniveau. Angesichts dieser vielfältigen Risiken ist Boden als Vermögensanlage nur ein begrenztes Substitut für Staatsanleihen und damit für die Privatvermögen vermehrende Staatsverschuldung.Wir kalkulieren den Wert der Vermögenskategorie Boden in der Region OECD plus China. Dazu greifen wir primär auf Angaben von statistischen Ämtern zurück, soweit diese Werte für Boden in den volkswirtschaftlichen Vermögensbilanzen ausweisen. Unsere Kalkulationen ergeben, dass der Wert des Bodens in den Ländern der Region OECD plus China etwa dem Doppelten des Jahreskonsums dieser Region entspricht.

Carl Christian von Weizsäcker, Hagen Krämer

Kinderlosigkeit im Kontext von Generationenvertrag und alltäglicher Solidarität

Zur anhaltenden Geburtenschwäche in den europäischen Ländern trägt nicht zuletzt die Zunahme der Kinderlosigkeit bei. Weil für die Architekten der umlagebasierten Rentenversicherungen bestandserhaltende Fertilitätsziffern noch eine weitgehende Selbstverständlichkeit darstellten, erstaunt es kaum, dass der Verzicht auf eigene Kinder als unsolidarisches Verhalten gegenüber der Gesellschaft gewürdigt wird. Der Beitrag versucht in einem ersten Schritt die langfristige Entwicklung der Kinderlosigkeit nachzuzeichnen. Dabei lässt sich zeigen, dass sich aus heutiger Sicht die niedrige Prävalenz der Kinderlosigkeit während der Babyboom-Phase als Ausnahmesituation zu werten ist. Schon im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts war Kinderlosigkeit ebenso verbreitet wie heute. Betrachtet man die Zunahme kinderloser Lebensformen seit Beginn des zweiten demografischen Übergangs, dann hängt diese weniger mit hedonistischen Werthaltungen als mit dem Aufschieben der Geburten zusammen und kann daher mit makrosoziologischen Faktoren wie der Bildungsexpansion oder der Erwerbsintegration von Frauen in Zusammenhang gebracht werden. Erklärungskräftig ist weiter die ökonomische Situation: so erhöhen insbesondere Wirtschaftskrisen die Kinderlosigkeit. Weiter lässt sich zeigen, dass nationale Familienpolitiken, die sich um einen effektiven Leistungsausgleich bemühen, die Kinderlosigkeit günstig beeinflussen. Auf mikrosoziologischer Ebene versuche ich zu zeigen, dass sich die Netzwerke Kinderloser zwar von jenen der Eltern unterscheiden. Gemessen am interindividuellen solidarischen Verhalten (u. a. Transfers, alltagspraktische Hilfe) unterscheiden sich die beiden Gruppen vergleichsweise wenig. Vor diesem Hintergrund wäre es verfehlt, Kinderlose für die Aufkündigung des Generationenvertrags, respektive die Finanzierungsprobleme der Rentenversicherung verantwortlich zu machen.

Beat Fux

Generationenpolitik und lebenslauforientierte Sozialpolitik – Ansätze jenseits der Altersphasenpolitik

Im Beitrag werden Ideen und Ansätze einer Generationenpolitik und einer lebenslauforientierten Sozialpolitik in individualistisch orientierten Gesellschaften diskutiert. Ansätze und Diskurse zur Generationenpolitik sind eng verknüpft mit Prinzipien intergenerationeller Verantwortung und zentral sind Teilhabe- und Verteilungsgerechtigkeit aller Generationen bzw. aller Altersgruppen, was auch einen Wandel von altersphasenbezogenen sozialpolitischen Regelungen zu einer lebensverlaufsorientierten Sozialpolitik impliziert. In einer demografisch alternden Gesellschaft wird – neben der Förderung nachhaltiger Entwicklungen – auch eine gezielte intergenerationelle Einbettung älterer Menschen bedeutsam. Kritisch betrachtet leiden viele Diskurse zu Generationenpolitik daran, dass sie intragenerationelle Ungleichheiten vernachlässigen. Deshalb erscheint eine Verbindung von generationenpolitischen Bestrebungen mit lebensverlaufsorientierten sozialpolitischen Ansätzen notwendig. Dies auch weil sich gesellschaftlich ein Wandel von einem Nacheinander von Ausbildung, Erwerbsarbeit und Rentenalter zu einem lebenslangen Nebeneinander von Bildung, Arbeit und Freizeit abzeichnet. Neue Formen einer lebenslauforientierten Sozialpolitik sind deshalb in intergenerationelle Ansätze eingebettet und sie beziehen auch spätere Lebensphasen ein.

François Höpflinger

Vergemeinschaftung aus der Perspektive der Weltgesellschaft: Globale Sozialpolitik zwischen transnationalistischen und postnationalistischen Konzepten

Dieser Beitrag thematisiert Ansätze globaler Sozialpolitik aus der Perspektive der Weltgesellschaftstheorie, wobei der struktur- und machttheoretische Ansatz von Peter Heintz der makrophänomenologischen, neo-institutionalistischen Theorie der weltkultureller Übertragungen von John W. Meyer gegenübergestellt wird. Anhand ausgewählter Beispiele aus der Nachkriegszeit werden Ansätze und Initiativen globaler Sozialpolitik aus dem Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, der Reform sozialer Sicherungssysteme im globalen Süden, globaler Lobbying-Koalitionen, internationaler Organisationen und zivilgesellschaftlicher Akteure dargestellt. Im komplexen weltweiten Zusammenspiel der unterschiedlichsten Akteure lassen sich über die vergangenen Jahrzehnte im globalen Sozialpolitikfeld neben erheblichen Wandlungsprozessen (hinsichtlich Akteurstruktur, Inhalt und Form sozialpolitischer Interventionen) auch weitgehend konstant gebliebene Rahmenbedingungen erkennen. Dazu zählen das internationale Entwicklungsschichtungssystem und Phänomene der „losen Koppelung“ wie sie in den Weltgesellschaftsansätzen von Peter Heintz und John W. Meyer beschriebenen werden.

Christian Suter, Sabrina Tabares

Wohlfahrtspluralismus in der Schweiz: Direkte Demokratie und Föderalismus als strukturierende Variablen

Der schweizerische Sozialstaat gilt in der komparativen Wohlfahrtsforschung als „Nachzügler“, dessen Ausbau noch dann erfolgte, als andere Staaten bereits in eine Phase der Konsolidierung oder des Abbaus übergetreten waren. Aufgrund der verzögerten Entwicklung des Sozialstaats bildete sich ein Modell sozialer Sicherung, das von zahlreichen staatlichen, parastaatlichen und privaten Akteuren bestimmt ist. Die direkte Demokratie und der Föderalismus waren zwei entscheidende Faktoren, die den zögerlichen Ausbau der Sozialversicherungen auf Bundesebene und die Bildung eines ausgeprägten Wohlfahrtspluralismus begünstigten. Aus historischer Perspektive wird in diesem Beitrag nach den Wesensmerkmalen der sozialen Sicherung in der Schweiz gefragt. Dabei interessieren insbesondere die Auswirkungen, die ein über weite Strecken des 20. Jahrhunderts gering ausgebauter Sozialstaat zeitigte.

Alan Canonica

Gemeinschaft und Sozialstaat? Transformationschancen in unterschiedlichen Wohlfahrtsregimen

Dieser Beitrag behandelt die Frage, welche Spielräume für Reformen und für Verlagerungen zu individuell, gemeinwohlorientiertem Handeln in den heutigen Wohlfahrtsstaaten bestehen. Dabei stützt er sich einerseits auf Esping-Andersens Regimeansatz und andererseits auf die neo-institutionalistische Literatur. Wandel ist pfadabhängig und resultiert primär aus dem Einbezug neuer Ideen in bestehende Politiken und der Überlagerung der alten Politikinstrumente mit neuen. Die durch neue Paradigmen und Ziele eingeführten Änderungen, wie die Aktivierungspolitik oder Sozialinvestitionspolitiken führen zu einer gewissen Konvergenz der staatlichen Interventionen über die Wohlfahrtsregime hinweg. Auch bieten diese im Prinzip neue Chancen für lokal basiertes gemeinschaftliches Handeln. Gleichzeitig besteht aber auch eine gemeinsame Tendenz, Aktivierungspolitik mittels staatlichen Zwangs- und Anreizsystemen sowie mit eng definierten staatlichen Steuerungsinstrumenten durchzusetzen. Damit wird aber individuelles, gemeinwohlorientiertes Engagement eher zurückgebunden, da dieses Autonomie und Entscheidungsfreiheit der unterstützten Individuen wie auch der unterstützenden Personen und Organisationen bedingt.

Michelle Beyeler

Blinder Fleck oder Exklusion? Schließungsprozesse beim vorzeitigen Rückzug aus dem Erwerbsleben

Am Beispiel des erzwungenen vorzeitigen Rückzugs aus der Arbeitswelt wird gezeigt, wie das Steuerungssystem von politischen Kräften im Verbund mit korporatistischen Strukturen versagt. Davon betroffen ist eine wachsende Zahl älterer Erwerbspersonen, die einmal arbeitslos geworden stellenlos bleiben, obwohl sie erwerbsfähig sind, über genügend Bildungskapital verfügen und sich an Arbeit orientieren. Die Gründe für den vorzeitigen Rückzug liegen in institutionellen Schließungsprozessen und strukturellen Veränderungen des Arbeitsmarkts, welche zu Chancenungleichheit führen. Da neuerdings weder Alter noch gute Bildung vor Arbeitslosigkeit schützen und älteren Erwerbspersonen der Rückzug über eine sozialversicherungsrechtliche Absicherung systematisch versperrt wird, verbleiben sie bis zu ihrer Pensionierung – und oft darüber hinaus – außerhalb von gesicherten Arbeitsverhältnissen in einer instabilen, prekären Lage. Trotzdem fokussieren staatliche und sozialpartnerschaftliche Akteure hauptsächlich auf das Individuum als alleinverantwortlich für seine Erwerbsfähigkeit und Reintegration, während der institutionelle Wandel und die strukturellen Veränderungen des Arbeitsmarkts weitgehend unbeachtet bleiben. Der Mangel an Problembewusstsein im Verbund mit divergierenden Interessen verstellt den Blick auf die neue Risikolage und führt dazu, dass der Staat der Verarmung von Teilen der Mittelschicht an der Grenze zur Pensionierung Vorschub leistet.

A. Doris Baumgartner

10. Woche: Ressourcenaktivierung

Datum

In unserem Alltag wird jedem von uns so einiges abverlangt. Wir müssen kontinuierlich Leistung erbringen, indem wir funktionieren. Das tun wir, indem wir für Mitmenschen sorgen, unsere Wohnung in Ordnung halten, die Freizeit sinnvoll gestalten, Projekte planen, neue Ziele verfolgen und mit der Zeit gehen.

Carolina Kattan

Kapitel 2. Gründungsphase der Unternehmergesellschaft

Mit der GmbH-Reform gibt es seit dem 01.11.2008 die sog. „Unternehmergesellschaft“ (auch: Mini-GmbH). Sie entspricht rechtlich gesehen der GmbH. Unterschied zur GmbH: Zur Gründung brauchen Sie nur noch mindestens 1 € Stammkapital.

Lothar Volkelt

Kapitel 1. Vor-Überlegungen

Selbstständige oder Unternehmer, die Privat- und Geschäftsvermögen klar trennen wollen, und die ihre persönliche Haftung auf das Geschäftsvermögen beschränken wollen, können dies mit einer Unternehmergesellschaft - der sog. Mini-GmbH. Damit können Sie alle Vorteile einer Kapitalgesellschaft nutzen.

Lothar Volkelt

Kapitel 3. Personalführung

In diesem Kapitel werden die Integration neuer Mitarbeiter, deren Qualifikation und neue Formen der Zusammenarbeit thematisiert.

Dietmar Goldammer

Kapitel 4. Mitarbeiterbindung

Flexibilität, Transparenz, soziale Verantwortung und Kapitalbeteiligung binden Mitarbeiter an Ihren Arbeitgeber. Wie Sie dies am besten ausgestalten, zeigt Kap. 4.

Dietmar Goldammer

Finanzialisierung als monetäre Zeitreise

Eine zeitsoziologische Betrachtung intertemporaler Abhängigkeiten

Wirtschaftstheoretische Modellierungen sind häufig durch temporale Leerstellen gekennzeichnet. Der Beitrag versucht die gesellschaftspolitische Relevanz dieses Desiderats mittels einer soziologischen Perspektive zu veranschaulichen. Zu diesem Zweck wird zunächst davon ausgegangen, dass an Kreditmärkten Produktivitätsfiktionen in der Warenform des Eigentumstitels gegen Zahlungsfähigkeit veräußert werden. Eigentumstitel werden hierbei als Zeichensysteme verstanden, die auf ökonomische Materialität rekurrieren und zukünftige Besitzverhältnisse vorstrukturieren. Dementsprechend gerät die zeitliche Dimension in den Fokus der Untersuchung. Nach einer werttheoretischen Ausdifferenzierungfolgt eine kritische Betrachtung der Genese finanzökonomischen Wissens über die Zukunft. Im Verlauf der Analyse kristallisiert sich schließlich eine Dynamik intertemporaler Abhängigkeiten heraus, welche eine drastische Einengung individueller und kollektiver Handlungsoptionen zur Folge haben kann. Somit rückt nicht nur eine Depotenzialisierung politökonomischer Möglichkeitshorizonte ins Blickfeld, sondern auch die Frage nach den strukturellen Hindernissen, welchen sich gesellschaftspolitische Transformationsbestrebungen ausgesetzt sehen.

Manuel Schulz

Kapitel 2. Einkommensteuer

Die Einkommensteuer ist die Steuer der natürlichen Personen mit Ihren Aktivitäten im Inund Ausland.

Anna Karin Spångberg Zepezauer

Das deutsche und chinesische Arbeits- und Steuerrecht

Das deutsche Arbeitsrecht regelt die Rechtsbeziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern und dient der Herstellung sozialer Gerechtigkeit auf privatrechtlicher (arbeitsvertraglicher) Grundlage. Das Arbeitsrecht soll der angenommenen stärkeren Verhandlungsposition des Arbeitgebers weitgehende Schutzrechte der Arbeitnehmer entgegenstellen und so für faire und gerechte Arbeitsbeziehungen sorgen. Es geht also innerhalb des Systems nicht um gleichrangige Zuweisung von Rechten und Pflichten, sondern es werden bewusst Arbeitnehmer gegenüber den ohnehin als „mächtiger“ angesehenen Arbeitgebern in eine Position der ungefähren Gleichberechtigung hineinversetzt.

Michael Lorenz, Lidong Pan

Konto, Inländischer Zahlungsverkehr, Ausländischer Zahlungsverkehr, Anlage auf Konten, Geld- und Vermögensanlage, Kreditsicherheiten and Kreditarten

Kontokorrentkonto: Es dient der Abwicklung von Bankgeschäften, insbesondere der Verbuchung von Sichteinlagen.Nachlasskonto: Konten und Depots eines Erblassers werden mit seinem Tod Nachlasskonten.Depotkonto: Depotkonten dienen der Verbuchung von Wertpapieren, die die Banken von ihren Kunden zur Verwahrung und Verwaltung übernehmen.Konto zugunsten Dritter: Bei einem Kontovertrag zugunsten eines Dritten wird vereinbart, dass die Forderungsrechte aus einem Konto bei Eintritt einer bestimmten Bedingung auf einen Dritten übergehen sollen, vgl. §§ 328 ff. BGB.Termingeldkonto: Auf diesem Konto werden Gelder als befristete Anlage verbucht, die vorübergehend nicht benötigt werden.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Geld- und Vermögensanlage

Ordnen Sie folgende Aussagen den genannten Wertpapierarten zu! Wertpapiere 1 Bundesanleihen 2 öffentliche Pfandbriefe 3 Wandelanleihen 4 Optionsanleihen A Die Wertpapiere werden an der Börse als „volle“ und als „leere“ Stücke gehandelt. B Das Forderungsrecht ist durch Deckungswerte gesichert, die in das für die jeweilige Gattung geführte Deckungsregister eingetragen sind. C Es handelt sich um Gläubigereffekten, die vom Bund emittiert und mit einer festen oder auch variablen Verzinsung mit einer Laufzeit von ca. 10 bis 30 Jahren ausgestattet sind. D Das Forderungsrecht wird durch die Ausübung des Bezugsrechts nicht berührt. E Wenn der Obligationär vom Umtauschrecht Gebrauch macht, erlischt der Anspruch auf Rückzahlung des Nominalbetrages der Anleihe. F In den Anleihebedingungen sind Bezugsverhältnis und Bezugskurs geregelt. G Der jeweilige Gesamtbetrag der im Umlauf befindlichen Wertpapiere einer Gattung muss in Höhe des Nennwertes jederzeit durch Werte von mindestens gleicher Höhe und gleichem Zinsertrag gedeckt sein. H Der Inhaber dieser Wertpapiere kann sein Forderungsrecht in ein Teilhaberrecht umtauschen.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Anlage auf Konten

Welche Verfügung führt zum Verlust der Wohnungsbau-Prämie? A Carsten Wohlfahrt tritt seinen Kindern seinen Bausparvertrag für den Bau des Einfamilienhauses der Kinder ab. B Der Bausparer Reinhard Lechner erwirbt mit seinem Bausparguthaben Anteile an einem offenen Immobilienfonds. C Der Bausparer Wilfried Domhoff verwendet den angesparten Betrag auf seinem Bausparkonto zur Finanzierung der Modernisierung seiner Eigentumswohnung. D Der Bauherr Jürgen Kapellmann verwendet einen zugeteilten Bausparvertrag zur Ablösung eines bereits gewährten Hypothekarkredits (Zwischenkredit). E Simon Nicklas verwendet das Bausparguthaben zum Ersterwerb von Anteilen an einer Wohnungsbaugenossenschaft.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Kapitel 9. Anreizsysteme materieller und immaterieller Art

Um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden und Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden, ist es durchaus sinnvoll, Mitarbeitern zusätzliche Anreize zu bieten. In Unternehmen eingesetzte Anreizsysteme (das ist die Summe aller gegebenen Anreize) sollen im Allgemeinen dafür sorgen, Mitarbeiter zu gewinnen, sie zu halten, zu Leistungsbereitschaft zu animieren und Fehlzeiten zu reduzieren. Es handelt sich um vereinbarte Konditionen, die eingesetzt werden, um durch Belohnung bestimmte Verhaltensweisen zu bestärken und die Wahrscheinlichkeit des Auftretens unerwünschter Verhaltensweisen zu minimieren.

Martina Brüssel, Samantha Stella

Kapitel 3. Einkommensermittlung

Bei der Körperschaftsteuer wird das Einkommen nach den Vorschriften des KStG und nachbestimmten Vorschriften des EStG ermittelt. Der „Türöffner“ in die Vorschriften des EStG ist also § 8 Abs. 1 KStG. Welche einkommensteuerlichen Vorschriften bei der Körperschaftsteuer Anwendung finden, ergibt sich aus R 8.1 Abs. 1 KStR 2015.

Matthias Alber

Kapitel 1. Einleitung

Werbeplakate, Flyer und die Bekanntmachung von Sonderaktionen buhlen um die Aufmerksamkeit der Gegenwartsgesellschaft. Die Innenstädte samt ihren gut gefüllten Schaufenstern bilden den Raum, den tagtäglich zahlreiche Besucher aufsuchen, um Waren zu kaufen, vor Ort in einem Restaurant oder in einem Café Speisen und Getränke zu konsumieren oder um sich auf öffentlichen Plätzen die Zeit zu vertreiben. Die Massenproduktion verdrängt nicht nur leere Ladentheken aus den zeitgenössischen Lebenswelten, sondern führt ebenso zur flächendeckenden Befriedigung der Grundbedürfnisse (Reichertz 2010, S. 187).

Nazim Diehl

Kapitel 8. Entwicklungslinien

Die Wirkungsmechanismen des Image-Transfer-Prozesses weisen darauf hin, dass die historische Entwicklung, auf die gegenwärtige Wahrnehmung, die Bewertung und die Beschreibung eines Phänomens oder eines (wirtschaftlichen) Akteurs Einfluss nehmen kann. Deshalb werden zunächst die zentralen Entwicklungslinien des modernen Versicherungswesens nachgezeichnet, da sie die Grundlage und das Tätigkeitsfeld zeitgenössischer Versicherungsunternehmen samt ihrer gegenwärtigen Rahmenbedingungen bilden. Dementsprechend konstituieren sie den Kontext der an die Assekuranz gestellten Forderungen und Erwartungen, die neben Alltagssituation ebenfalls in öffentlichen Debatten zur Einordnung und Bewertung der Assekuranz herangezogen werden – wie in der anschließenden Diskursanalyse noch zu zeigen sein wird.

Nazim Diehl

Kapitel 9. Versicherer-Image im Aushandlungsprozess

Das analytische Grundverständnis der Terminologie „Diskurs“, die diesbezüglichen theoretischen Implikationen sowie deren gesamtgesellschaftliche Omnipräsenz in Form des Kontextes und der latenten Aushandlungsprozesse innerhalb jeglicher Kommunikation wurden bereits zuvor ausführlich beschrieben (siehe hierfür Kapitel 2 und Kapitel 3). An dieser Stelle soll dennoch nochmals betont werden, dass es sich bei der Diskursanalyse um keine einheitlich ausdifferenzierte Methode handelt, sondern dass sie „ein breites, interdisziplinäres Feld von Methoden [bezeichnet], die die Produktion von Sinn als eine sozial gerahmte und situierte Praxis [erforscht]“ (Angermüller 2011, S. 24). Der „Diskurs“ bezeichnet so auch kein naturwüchsiges Bezugsobjekt, stattdessen ist die der (Diskurs-)Analyse zugrundeliegende Theorie und der individuelle Forschungsprozess unmittelbar an dessen Konstruktion beteiligt (ausführlich dazu Angermüller 2011).

Nazim Diehl

Kapitel 12. Fazit

Das Image steigt innerhalb der letzten Jahrzehnte zu einem Strukturmerkmal zeitgenössischer Lebenswelten auf, das dabei hilft, die zunehmende Komplexität der Gegenwartsgesellschaft subjektiv zu reduzieren. Auf diese Weise werden mehr (Handlungs-)Entscheidungen denn je abseits religiöser, ideologischer oder ethischer Leitbilder imagebasiert getroffen. Gleichwohl handelt es sich beim Image keineswegs um ein neuartiges Phänomen, sondern um ein Merkmal, das aufgrund zahlreicher gesamtgesellschaftlicher Rahmenbindungen im Zuge der Gegenwartsgesellschaft einen enormen Bedeutungszuwachs erfährt.

Nazim Diehl

Kapitel 5. Postmoderne und Image(-Kommunikation)

Die Entwicklung des Image-Aushandlungsmodells wurde bisher neben der Beschäftigung mit diskurstheoretischen Grundannahmen, mit der komplexitätsreduzierenden Funktion von stereotypen Wissensbeständen (z.B. Images) und mit subjektiven Einschätzungen (z.B. Reputation) forciert. Doch in welchem Kontext finden gegenwärtige Image-Aushandlungsprozesse statt und wie beeinflussen komplexitätserhöhende Rahmenentwicklungen direkt oder indirekt den Bedeutungszuwachs von Images, der sich schließlich auf alle Akteure auswirkt – oder in anderen Worten: Wodurch zeichnet sich die (Post-)Moderne aus und warum avanciert Image zu einem zentralen Strukturelement moderner Gesellschaften?

Nazim Diehl

Tales of Fragmented Hegemony: The Disciplining of Labor, Redundant People and the Authoritarian Re-Configuration of Neoliberalism

This chapter outlines a socioeconomic framework that builds on conceptions of hegemony and authoritarian neoliberalism in order to analyse and to link the various intertwined processes marking the authoritarian policy shift in the EU. While economic necessity serves as the overarching mantra, the disciplining of households and member states’ budgets through austerity policy measures intensified in the aftermath of battling the 2008 crisis and eventually led to an overemphasis of authoritarian elements in policy-making as well as on the level of negotiating social consensus. On the societal level, austerity and the amplification of authoritarian policies and discourses have led to increasing levels of radicalization due to an increasing lack of prospects, the widespread diffusion of economistic imperatives, and the subsequent formation of new societal groups within an environment of constant economic insecurity.

Martin Pachel

Prüfungssatz IV

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz II

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz VI

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz V

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Bankwirtschaft programmierte Aufgaben

Die 16-jährige Ilka Zabel möchte für sich ein Girokonto bei der Nordbank AG in Lüneburg eröffnen lassen, auf das ihre monatliche Ausbildungsvergütung überwiesen werden soll. Die Kundenberaterin ist Frau Dörr. Frau Zabel möchte bei der Speditions GmbH eine Berufsausbildung zur Speditionskauffrau absolvieren.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Bankwirtschaft Fälle

Herr Ulrich Brandt (32 Jahre alt, ledig, kaufmännischer Angestellter) hat zum 01.04.20.. eine 2-Zimmer-Wohnung von der Wohnungsgesellschaft Schaum mbH gemietet. Die bei Einzug fällige Mietkaution beträgt 1.900,00 EUR. Herr Brandt unterhält bei der Nordbank AG ein Girokonto. Herr Brandt hat sich bei der Nordbank AG zu einem Beratungsgespräch angemeldet.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Umfragebasierte Politikberatung diesseits und jenseits der Demoskopie

Politikberatung auf Grundlage von Umfragen umfasst verschiedene Formen und Inhalte, von der klassischen demoskopischen Trenderhebung bis zu Verfahren, die ursprünglich in der Marktforschung entwickelt und für strategische Politikforschung adaptiert wurden. Der Beitrag fokussiert auf die verschiedenen Manifestationen umfragebasierter Politikberatung, verortet sie entlang der Dimensionen des Politischen und illustriert anhand von Beispielen die Angebots- und Nachfrageseite des politischen Marktes für umfragebasierte Beratung.

Nico A. Siegel, Oliver Sartorius, Michael Kunert

Expertenkommissionen der Bundesregierung

Expertenkommissionen gehören zum festen Inventar der Politikberatung in Deutschland. Sie können neben der fachlichen Beratung insbesondere zu symbolischen Zwecken sowie zur Steigerung der Legitimation staatlichen Handelns genutzt werden. Der Beitrag bietet einen Gesamtüberblick über die Expertenkommissionen der Bundesregierung in Deutschland von 1998 bis 2015 und arbeitet ihre Besonderheiten heraus, um die Rolle der Gremien im politischen Prozess herzuleiten. Dazu werden abschließend verschiedene Modelle vorgestellt und vor dem Hintergrund des aktuellen Standes empirischer Forschung diskutiert. Im Ergebnis wird deutlich, dass es für weitere Analysen der gründlichen Einzelfallbetrachtung bedarf.

Sven T. Siefken

Kapitel 10. Konventionen der Beschäftigung von Behinderten – Schlussbetrachtungen

Dass die Integration in den Arbeitsmarkt auch für Menschen mit Behinderungen von zentraler Bedeutung ist, kann als gesellschaftlicher Konsens gelten, der nur von einer kritischen Minderheit in den Disability Studies infrage gestellt wird. Diese Stimmen halten der Verabsolutierung von Erwerbsarbeit als Voraussetzung für soziale Inklusion dezidiert ein Recht, nicht arbeiten zu müssen, entgegen. Sie argumentieren, dass es auch bei Beseitigung aller Barrieren immer Menschen geben werde, die nicht in der Lage sind, den Ansprüchen des Arbeitsmarkts zu genügen und die deshalb in dem Maße abgewertet werden wie Erwerbsarbeit überhöht wird (Abberley 2002; Grover und Piggott 2015; Roulstone 2015).

Eva Nadai, Alan Canonica, Anna Gonon, Fabienne Rotzetter, Martin Lengwiler

Kapitel 1. Einleitung

„Wie soll man aus einem Hilfeabhängigen einen Selbstversorger machen?“, fragt Robert Castel in seiner Geschichte der Lohnarbeit. Für dieses „Sphinxrätsel der Fürsorge“ gibt es nach ihm keine Lösung, „da die ‚richtige Antwort‘ nicht eine Sache der Fürsorge ist, sondern eine der Arbeit“ (Castel 2000, S. 63). Dieses fundamentale Problem arbeitet Castel historisch an der Figur des arbeitsfähigen Bettlers heraus, der einerseits mittellos, also hilfsbedürftig ist, anderseits grundsätzlich in der Lage wäre, seinen Lebensunterhalt mittels eigener Arbeit zu bestreiten.

Eva Nadai, Alan Canonica, Anna Gonon, Fabienne Rotzetter, Martin Lengwiler

Heft 2/2018: Mehr Mobilität im Mittelstand

Der Spott schien Dorothee Bär schnell sicher. Dabei hatte die Staatsministerin für Digitales doch Anfang März im „heute-journal“-Interview bestätigt, dass sie Investitionen in Infrastrukturen für wichtig halte, indes gehöre mehr dazu. Beispielsweise mithilfe nutzbarer Netzwerke autonom oder „mit einem Flugtaxi durch die Gegend“ zu fahren. Gedanken zur Zukunft darf man dergestalt offensichtlich hierzulande nicht äußern, ohne dass Bedenkenträger dies als Blödsinn brandmarken. Oder darf nur Frau nicht?

Thorsten Garber

Heft 1/2018: Neue Geschäftsmodelle

Veränderungen müssen von der Unternehmensspitze nicht nur angestoßen werden, sondern dort beginnen, forderte einst Manager William Wiggenhorn von Motorola, bevor sein Konzern als Spielball auf Umwälzungswellen tanzte. Vorbei war da die Zeit, als seine Company als Erfinder des Autoradios gefeiert wurde, worauf erfolgreiche Jahre mit Funkgeräten und Unterhaltungselektronik folgten. Auch mit der Entwicklung von mobilen Telefonen und Mikroprozessoren errang Motorola erst eine führende Stellung. Die endete in Aufspaltung und Verkauf. Patente hält heute Google.

Thorsten Garber
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